Filterblase: AfD- und Nicht-Wähler nutzen die wenigsten News-Quellen

Farben, Blase, Seifenblase Bildquelle: Pixabay
Das Internet bringt mit sich, dass eine Vielzahl von Informationsquellen bereitsteht, aber nicht alle nutzen diese Möglichkeit, so entstehen Filter­blasen. Eine Untersuchung will jetzt zeigen: Nicht- und AfD-Wähler sowie junge Erwachsene sind häufig von dem Phänomen betroffen.

Wählt man die AfD, nutzt man statistisch am wenigsten News-Quellen

Durch die Vorselektion von Internetdiensten, die Inhalte an das Nutzerverhalten anpassen, können sehr schnell Filterblasen entstehen - es wird nur noch das angezeigt, was den Nutzer nach Meinung der Algorithmen auch wirklich interessiert. Auch Social Media verstärkt den Trend, Inhalte auszuliefern, die zur Meinung der Nutzer passen. Doch welcher Teil der Gesellschaft ist von diesen Informations-Echokammern am meisten betroffen? Genau dieser Frage hat sich jetzt ein Team von Psychologen der Universität Ulm angenommen. Die Grundannahme: "Die Anzahl der konsumierten Nachrichtenquellen und die Kategorie dieser Kanäle (Newsfeed, Online-Nachrichtenseite, Printmedium, TV usw.) können Hinweise auf das Risiko geben, in eine Blase oder Echokammer zu geraten." Studie: Anzahl der Newsquellen nach politischer EinstellungDie Anzahl der Newsquellen steht im Zusammenhang mit poltischer Einstellung Ein Ergebnis der Befragung: Personen, die die AfD, eine sonstige Partei (Parteien deutlich unter der 5-Prozent-Hürde) oder gar nicht wählen, "geben die niedrigste Anzahl konsumierter Nachrichtenquellen an". Die Studien-Macher weiter: "Im Vergleich zu anderen Probandinnen und Probanden zeigen AfD-Wähler zudem die höchsten Werte bei autoritären Einstellungen." Dieser Zusammenhang zu Persönlichkeitsmerkmalen zeigt sich auch im Umkehrschluss: "Was ihre Persönlichkeit angeht, scheinen Personen, die mehrere unterschiedliche Quellen nutzen im Vergleich offener und weniger autoritär eingestellt zu sein", so die Schlussfolgerung.

Vor allem junge Menschen sind gefährdet

Unabhängig von der politischen Einstellung sehen die Forscher vor allem bei jungen Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren, ein hohes Risiko, in Filterblasen zu geraten. Das liegt unter anderem auch daran, dass sich diese Gruppe sehr häufig über Newsfeed-Gruppen in sozialen Netzwerken informiert. Gerade hier sehen die Forscher "potenziell stark selektierte" Inhalte und "die für soziale Medien typische eigene Selektion, die die Vorauswahl durch Algorithmen noch einmal potenzieren kann", so Cornelia Sindermann, Mitglied des Studienteams. Farben, Blase, Seifenblase Farben, Blase, Seifenblase Pixabay
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