Boeing-interne Mails: Die 737 Max wurde "von Clowns entworfen"
Der US-Flugzeughersteller Boeing steckt derzeit in einer schweren Krise. Grund dafür sind die Probleme im Zusammenhang mit der 737 Max. Nach Abstürzen von zwei Maschinen dieses Typs musste die Herstellung unterbrochen werden, nun kommen zusätzliche Details ans Tageslicht.
Gegen das, was Boeing derzeit durchmacht, war Waterloo ein Ponyhof. Denn der US-Hersteller erlebt gerade ein Fiasko, das mit jedem Tag größer wird. Denn nun sind E-Mails und Chatprotokolle aufgetaucht, die Boeing an Kongress-Ermittler aushändigen musste. Und diese Nachrichten scheinen zu belegen, dass der Flugzeughersteller systematisch seinen Pfusch an der Boeing 737 Max vertuscht hat.
Bereits vor den zwei tragischen Abstürzen im März 2019 (Ethiopian-Airlines-Flug 302; 157 Tote) und Oktober 2018 (Lion-Air-Flug 610. 189 Tote) wusste man intern wohl sehr genau, wie gepfuscht und vertuscht wurde. So schrieb ein Mitarbeiter an einen Kollegen: "Würdest du deine Familie in ein Max-Simulator-trainiertes Flugzeug lassen? Ich nicht."
Die Nachrichten belegen vor allem, dass Boeing viele Anstrengungen unternommen hat, um teures und zeitaufwendiges Simulator-Training zu einer Voraussetzung bei der 737 Max zu machen. Boeing hat bis vor kurzem argumentiert, dass Computer-Simulationen ausreichend seien, da das Flugzeug seinem Vorgänger sehr ähnlich sei, seit dieser Woche empfiehlt man aber auch selbst echtes Simulator-Training.
Die FAA, die in gleich mehreren Nachrichten verspottet wird, bemühte sich, die Objektivität zu bewahren. Man betonte, dass man über den Ton "enttäuscht" sei, dieser aber keine Auswirkung auf die Untersuchung bzw. die Sicherheitsbedenken habe. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass das gar keine Auswirkungen auf die Untersuchung hat.
Siehe auch: Boeing 737 Max - Produktion des Pannenfliegers wird unterbrochen
Boeing-"Clowns" und FAA-"Affen"
Mehr als das: Boeing-Mitarbeiter haben sich über das Flugzeug lustig gemacht, verspotteten Behörden wie die Federal Aviation Administration (FAA) und zogen ihre eigenen Kollegen ins Lächerliche. Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, meinte ein Boeing-Angestellter, dass das Flugzeug "von Clowns entworfen und von Affen beaufsichtigt" worden sei.Bereits vor den zwei tragischen Abstürzen im März 2019 (Ethiopian-Airlines-Flug 302; 157 Tote) und Oktober 2018 (Lion-Air-Flug 610. 189 Tote) wusste man intern wohl sehr genau, wie gepfuscht und vertuscht wurde. So schrieb ein Mitarbeiter an einen Kollegen: "Würdest du deine Familie in ein Max-Simulator-trainiertes Flugzeug lassen? Ich nicht."
Die Nachrichten belegen vor allem, dass Boeing viele Anstrengungen unternommen hat, um teures und zeitaufwendiges Simulator-Training zu einer Voraussetzung bei der 737 Max zu machen. Boeing hat bis vor kurzem argumentiert, dass Computer-Simulationen ausreichend seien, da das Flugzeug seinem Vorgänger sehr ähnlich sei, seit dieser Woche empfiehlt man aber auch selbst echtes Simulator-Training.
Die FAA, die in gleich mehreren Nachrichten verspottet wird, bemühte sich, die Objektivität zu bewahren. Man betonte, dass man über den Ton "enttäuscht" sei, dieser aber keine Auswirkung auf die Untersuchung bzw. die Sicherheitsbedenken habe. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass das gar keine Auswirkungen auf die Untersuchung hat.
Siehe auch: Boeing 737 Max - Produktion des Pannenfliegers wird unterbrochen
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