Forschungsreaktor BER II: In Berlin ist das Atomzeitalter nun zu Ende
46 Jahre lang stand in Berlin ein Atomreaktor, man kann angesichts des Standorts Wannsee zwar nicht von "mitten in" sprechen, aber doch innerhalb der Stadtgrenze. Dieser ist seit dem frühen Nachmittag Geschichte, denn der Forschungsreaktor BER II wurde abgeschaltet.
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) hat vor wenigen Stunden das Berliner Atomzeitalter beendet. Denn der Forschungsreaktor BER II, dessen Vorgänger BER I im Jahr 1958 seinen Betrieb aufnahm und 1973 durch den bis heute laufenden Reaktor ersetzt wurde, ist seit genau 14.00 Uhr Geschichte. Das gilt allerdings nur für den laufenden Betrieb, denn einfach so wegschaffen kann man den Berliner Experimentier-Reaktor (BER) natürlich nicht.
Grund für diesen langen Zeitraum ist natürlich der Umstand, dass Brennelemente nicht einfach so und vor allem sofort abgebaut und abtransportiert werden können. Wie der Tagesspiegel schreibt, wird der Rückbau rund 240 Millionen Euro kosten.
Grund für die Stilllegung sind zwar auch Sicherheitsbedenken, doch in erster Linie ist das Alter des BER II hauptverantwortlich für das Aus. Denn der Reaktor erfordert regelmäßige Umbauten und Verbesserungen, diese kann und will sich das HZB nicht mehr leisten.
Laut dem Helmholtz-Zentrum Berlin habe der Reaktor aber gute Dienste geleistet: So gingen jährlich rund 140 Publikationen in renommierten Fachzeitschriften auf die Experimente am BER II zurück. Im Jahr der Abschaltung habe es mit 600 Besuchen von Gastforschenden aus dem In- und Ausland sogar einen regelrechten Ansturm gegeben.
"Grüne Wiese" erst 2033
Im Gegenteil: Der Rückbau des BER II wird noch viele Jahre dauern, laut einer Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Berlin beginnt zunächst die so genannte Nachbetriebsphase. Der eigentliche Rückbau startet nach der Erteilung der Stilllegungs- und Abbaugenehmigung durch die Behörden, was aktuell für 2023 anvisiert ist. Läuft alles nach Plan, dann ist der Forschungsreaktor 2033 verschwunden.Grund für diesen langen Zeitraum ist natürlich der Umstand, dass Brennelemente nicht einfach so und vor allem sofort abgebaut und abtransportiert werden können. Wie der Tagesspiegel schreibt, wird der Rückbau rund 240 Millionen Euro kosten.
Grund für die Stilllegung sind zwar auch Sicherheitsbedenken, doch in erster Linie ist das Alter des BER II hauptverantwortlich für das Aus. Denn der Reaktor erfordert regelmäßige Umbauten und Verbesserungen, diese kann und will sich das HZB nicht mehr leisten.
Laut dem Helmholtz-Zentrum Berlin habe der Reaktor aber gute Dienste geleistet: So gingen jährlich rund 140 Publikationen in renommierten Fachzeitschriften auf die Experimente am BER II zurück. Im Jahr der Abschaltung habe es mit 600 Besuchen von Gastforschenden aus dem In- und Ausland sogar einen regelrechten Ansturm gegeben.
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