Koks-Dealer wähnte sich in Game-Chats des Playstation Networks sicher
Der Online-Handel illegaler Drogen erfolgt nicht nur in den verschlüsselten und anonymisierten Regionen des so genannten Dark Nets. Es gibt durchaus auch Dealer, die sich nicht in dunklen Ecken herumtreiben, sondern beispielsweise direkt im Playstation Network.
Die US-Behörden wurden bereits im Oktober mit einer Verfügung bei Sony vorstellig und verlangten die Herausgabe aller Informationen über einen bestimmten Nutzer. Das reichte von den persönlichen Daten, die bei der Registrierung angegeben wurden, und ging bis hin zu Angaben über die genutzten Games und den erreichten Spielfortschritt.
Inzwischen sind die Ermittlungsunterlagen als Bestandteil einer Klageschrift zu öffentlichen Gerichtsakten geworden und das US-Magazin Motherboard wertete diese aus. Der Stand der Erkenntnisse sieht nun so aus, dass der Beschuldigte seine Drogengeschäfte vornehmlich über das Online-Netzwerk der Sony-Spielekonsole organisierte. Auf die Schliche kam die US-Bundespolizei dem Mann demnach über einen Informanten.
Der Kilopreis soll bei dem Gamer bei 34.000 Dollar gelegen haben. Und es ging dabei eher nicht um den Vertrieb von kleinen Mengen für den Gelegenheitskonsumenten. Unter Aufsicht des FBI vereinbarte der Informant schließlich einen Kauf einer Tüte weißen Pulvers zum Preis von 4.400 Dollar. Inwieweit Daten, die Sony dann herausgeben musste, eine Rolle bei der Verhaftung spielten, ist nicht näher bekannt geworden.
Siehe auch: Chemical Revolution: BKA hebt großen Online-Drogenversand aus
Inzwischen sind die Ermittlungsunterlagen als Bestandteil einer Klageschrift zu öffentlichen Gerichtsakten geworden und das US-Magazin Motherboard wertete diese aus. Der Stand der Erkenntnisse sieht nun so aus, dass der Beschuldigte seine Drogengeschäfte vornehmlich über das Online-Netzwerk der Sony-Spielekonsole organisierte. Auf die Schliche kam die US-Bundespolizei dem Mann demnach über einen Informanten.
Versteckt im Spiel
Dieser soll in einem nicht namentlich genannten Spiel über die integrierte Voicechat-Funktion mit dem Dealer in Kontakt gestanden haben. Der Angeklagte offerierte hier Kokain und fühlte sich in dem Gesprächsraum eines Games wohl besser vor Fahndern geschützt als bei der Verwendung einschlägiger verschlüsselter Messenger oder Darknet-Foren. Denn es steht zu vermuten, dass wohl kaum jemand den Verdacht hegt, dass solche Geschäfte während eines gemeinsamen Spiels vereinbart werden.Der Kilopreis soll bei dem Gamer bei 34.000 Dollar gelegen haben. Und es ging dabei eher nicht um den Vertrieb von kleinen Mengen für den Gelegenheitskonsumenten. Unter Aufsicht des FBI vereinbarte der Informant schließlich einen Kauf einer Tüte weißen Pulvers zum Preis von 4.400 Dollar. Inwieweit Daten, die Sony dann herausgeben musste, eine Rolle bei der Verhaftung spielten, ist nicht näher bekannt geworden.
Siehe auch: Chemical Revolution: BKA hebt großen Online-Drogenversand aus
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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