Ambitionen bei Risiko-Software:
Allianz tut sich mit Microsoft zusammen

Der führende Softwareanbieter für Anwendungen rund um Risikobewert­ung: Diese Ambitionen verfolgt der Allianz-Konzern. Dafür holt man sich Microsoft ins Boot, das für Cloud-Infrastruktur sorgen soll. Der Quellcode der Produkte soll offengelegt werden.
Server, Datenzentrum, Hosting
SAP

Die Allianz-Versicherung will jetzt zum großen Software-Anbieter werden

Die Allianz ist in Europa der größte Versicherungskonzern und will jetzt der rasanten Entwicklung durch Digitalisierung in der Branche Rechnung tragen. Wie das Unternehmen laut heise mitteilt, nimmt man aktuell Aufstellung, um groß in das Geschäft rund um Software für Risikobewertung einzusteigen. Das Ziel: Man will der größte Software-Anbieter in diesem Bereich werden. Dafür holt man sich kompetente Hilfe ins Boot, das Unternehmen geht ein enges Bündnis mit Microsoft ein. Infografik: Sicherheitsrisiko BetriebssystemSicherheitsrisiko Betriebssystem Dabei hat die Allianz schon jetzt ein Produkt in der Hand, das man mithilfe des US-Konzerns anderen Versicherern anbieten will. Die Idee: Große Teile der hauseigenen Software-Infrastruktur ABS sollen über Microsofts Cloud-Server für andere Anbieter zur Verfügung gestellt werden können. Die Allianz geht dabei den Weg, den Quellcode des Systems im Rahmen einer Open-Source-Lizenz auch anderen Entwicklern zur Verfügung zu stellen, die auf dieser Basis neue Funktionen entwickeln können.

Der konkrete Plan: "Die Allianz wird einen Teil ihrer wichtigsten Kompetenzen bei Github einbringen, damit Softwareentwickler anderer Unternehmen diese gemeinsamen Module nutzen können, um zusätzliche Funktionen auf der offenen Plattform zu bauen", sagte Jean-Philippe Courtois, Vertriebs-Manager bei Microsoft.

Man hofft auf rege Mithilfe

"Das ist eine Einladung an die gesamte Versicherungsgemeinde", so der für das Tagesgeschäft verantwortliche Allianz-Vorstand Christoph Mascher. "Wir sind fest überzeugt, dass wir unsere Qualität steigern, wenn wir die Software teilen und für andere Unternehmen managen, die diese Dienstleistung nutzen", zitiert heise Mascher. Genau hier liegt auch die Geschäftsidee: "Natürlich wollen wir auch einen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen." Weiter verschlossen bleiben für Nutzer des Angebots demnach allerdings Kundendaten und Spezifikationen der Policen.
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