Einbruch in WhatsApp: Facebook verklagt Staatstrojaner-Hersteller
Das dürfte ein Verfahren werden, bei dem kein Auge trocken bleibt: Der Social Network-Konzern Facebook hat eine Klage gegen den israelischen Staatstrojaner-Hersteller NSO Group eingereicht - weil dieser Hacks gegen zahlreiche WhatsApp-Nutzer ermöglichte.
Wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, führt die Klageschrift rund 1400 konkrete Personen ins Feld, deren Messenger-Kommunikation mit der von NSO produzierten Malware ausspioniert worden sein soll. Bei diesen handelt es sich um Diplomaten, hochrangige Beamte, politische Dissidenten und Journalisten - also um Nutzer, die eigentlich besonders geschützt sein sollten - aus vier Kontinenten.
NSO gehört zu den führenden Herstellern von Malware, die an staatliche Behörden wie Polizeien und Geheimdienste lizenziert wird. Das Unternehmen hat sich dabei auf Trojaner spezialisiert, die auf Smartphone-Plattformen angesetzt werden können. Das bekannteste Produkt ist "Pegasus" und wurde von Bürgerrechtsaktivisten bereits in 45 Staaten nachgewiesen.
Das Unternehmen weist die Vorwürfe natürlich weit von sich. Demnach liefere man ausschließlich Technologien an staatliche Stellen, mit denen diese dann den Kampf gegen Terrorismus und schwere Kriminalität führen können. Was allerdings unter diesen Schlagworten zu verstehen ist, sehen aber beispielsweise Bürgerrechter aus demokratischen Staaten ganz anders als autoritäre Regierungen im arabischen Raum.
Die Klage selbst ist dabei durchaus bemerkenswert. Bisher beschränkte sich die Auseinandersetzung mit Anbietern von Staatstrojanern vor allem auf Aktivisten und ihre Organisationen. Denn Diensteanbieter müssen im Zuge einer öffentlichen Gerichtsverhandlung viel zu tiefe Einblicke in ihre eigene Sicherheits-Infrastruktur gewähren, was eher ungern getan wird. Insofern wird es sicherlich in der ganzen Branche mit Interesse und Spannung beobachtet, wenn sich nun ausgerechnet Facebook aus der Deckung traut.
Siehe auch: Staatstrojaner-Entwickler schicken jetzt Anwälte gegen Netzpolitik.org
Wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, führt die Klageschrift rund 1400 konkrete Personen ins Feld, deren Messenger-Kommunikation mit der von NSO produzierten Malware ausspioniert worden sein soll. Bei diesen handelt es sich um Diplomaten, hochrangige Beamte, politische Dissidenten und Journalisten - also um Nutzer, die eigentlich besonders geschützt sein sollten - aus vier Kontinenten.
NSO gehört zu den führenden Herstellern von Malware, die an staatliche Behörden wie Polizeien und Geheimdienste lizenziert wird. Das Unternehmen hat sich dabei auf Trojaner spezialisiert, die auf Smartphone-Plattformen angesetzt werden können. Das bekannteste Produkt ist "Pegasus" und wurde von Bürgerrechtsaktivisten bereits in 45 Staaten nachgewiesen.
Trojaner für alle
Facebook beschuldigt das Unternehmen nun vor einem US-Gericht der Beihilfe zur Computersabotage und zum Einbruch in geschützte Systeme seiner Kunden. Die dabei beispielhaft herangezogenen Nutzer leben in 20 Ländern, darunter Mexiko, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain.Das Unternehmen weist die Vorwürfe natürlich weit von sich. Demnach liefere man ausschließlich Technologien an staatliche Stellen, mit denen diese dann den Kampf gegen Terrorismus und schwere Kriminalität führen können. Was allerdings unter diesen Schlagworten zu verstehen ist, sehen aber beispielsweise Bürgerrechter aus demokratischen Staaten ganz anders als autoritäre Regierungen im arabischen Raum.
Die Klage selbst ist dabei durchaus bemerkenswert. Bisher beschränkte sich die Auseinandersetzung mit Anbietern von Staatstrojanern vor allem auf Aktivisten und ihre Organisationen. Denn Diensteanbieter müssen im Zuge einer öffentlichen Gerichtsverhandlung viel zu tiefe Einblicke in ihre eigene Sicherheits-Infrastruktur gewähren, was eher ungern getan wird. Insofern wird es sicherlich in der ganzen Branche mit Interesse und Spannung beobachtet, wenn sich nun ausgerechnet Facebook aus der Deckung traut.
Siehe auch: Staatstrojaner-Entwickler schicken jetzt Anwälte gegen Netzpolitik.org
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