Intel: 10nm-Krise und AMD lassen den Marktführer am Ende kalt
Es gibt aktuell wohl wenig, was weiter auseinander liegt als die öffentliche Wahrnehmung und das reale Geschäft des Chipkonzerns Intel. Dabei hat beides durchaus seine Berechtigung, wie die jüngsten Bilanzen des Unternehmens eindrucksvoll zeigen.
Infografik: Die Evolution des Computers
In den letzten Monaten konnte man schon den Eindruck bekommen, dass Intel in einer tiefen Krise steckt. Bei der Weiterentwicklung der Produktion auf 10-Nanometer-Prozesse hatte man mit gravierenden Problemen zu kämpfen, immer wieder gab es Lieferengpässe durch zu geringe Fertigungsmengen und zusätzlich machte der kleine Konkurrent mit seinen neuen Zen-Architekturen ordentlich Druck. Und trotzdem bezeichnete Intel-Chef Bob Swan die zurückliegenden drei Monate als "bestes Quartal der Unternehmensgeschichte".
Und tatsächlich hat Intel aufgrund der genannten Probleme erhebliche Schwierigkeiten, das klassische Geschäft mit Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks auf Kurs zu halten. Die Menge der ausgelieferten Desktop-CPUs schrumpft gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um immerhin 10 Prozent. Vor allem bei den preiswerteren Chips hat das Unternehmen dabei deutliche Verluste zu verzeichnen. Nur ein recht gut laufendes Geschäft mit den höherklassigen Prozessoren sorgte dafür, dass der Umsatz in dem Bereich letztlich nur um 5 Prozent zurückging. Und bei Notebooks sah es nur geringfügig besser aus.
Die Data Center-Abteilung trägt so nun bereits 49 Prozent der Umsätze zum gesamten Geschäft des Unternehmens bei und hat sich damit klar zum Spitzenreiter entwickelt. Dies führt dann dazu, dass Intel trotz aller Probleme einen Umsatz von 19,2 Milliarden Dollar erreichen konnte, der unterm Strich zu einem Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar führte.
Siehe auch: Existiert der "Yeti" doch? Hinweise auf Intels 10nm-Desktop-Chip
Infografik: Die Evolution des Computers
In den letzten Monaten konnte man schon den Eindruck bekommen, dass Intel in einer tiefen Krise steckt. Bei der Weiterentwicklung der Produktion auf 10-Nanometer-Prozesse hatte man mit gravierenden Problemen zu kämpfen, immer wieder gab es Lieferengpässe durch zu geringe Fertigungsmengen und zusätzlich machte der kleine Konkurrent mit seinen neuen Zen-Architekturen ordentlich Druck. Und trotzdem bezeichnete Intel-Chef Bob Swan die zurückliegenden drei Monate als "bestes Quartal der Unternehmensgeschichte".
Und tatsächlich hat Intel aufgrund der genannten Probleme erhebliche Schwierigkeiten, das klassische Geschäft mit Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks auf Kurs zu halten. Die Menge der ausgelieferten Desktop-CPUs schrumpft gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um immerhin 10 Prozent. Vor allem bei den preiswerteren Chips hat das Unternehmen dabei deutliche Verluste zu verzeichnen. Nur ein recht gut laufendes Geschäft mit den höherklassigen Prozessoren sorgte dafür, dass der Umsatz in dem Bereich letztlich nur um 5 Prozent zurückging. Und bei Notebooks sah es nur geringfügig besser aus.
Data Center boomt
Intel profitiert allerdings in erheblichem Umfang von dem immer schneller wachsenden Bedarf an Rechenleistung in den großen Datenzentren. Im Server-Bereich konnte das Unternehmen zwar auch keine steigenden Stückzahlen verbuchen, doch gab es ein enormes Interesse an den Cascade Lake-Prozessoren, von denen Intel im letzten Quartal 23 Millionen Stück ausliefern konnte, wodurch der durchschnittliche Verkaufspreis in dem Segment um 9 Prozent stieg.Die Data Center-Abteilung trägt so nun bereits 49 Prozent der Umsätze zum gesamten Geschäft des Unternehmens bei und hat sich damit klar zum Spitzenreiter entwickelt. Dies führt dann dazu, dass Intel trotz aller Probleme einen Umsatz von 19,2 Milliarden Dollar erreichen konnte, der unterm Strich zu einem Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar führte.
Siehe auch: Existiert der "Yeti" doch? Hinweise auf Intels 10nm-Desktop-Chip
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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