Terror von Halle: Bundeskriminalamt sucht drei Stream-Zuseher
Nach dem rechten Terror von Halle gehen die Ermittlungen weiter. Eine Richtung, in die das Bundeskriminalamt verstößt, sind die Zuschauer des Live-Streams auf Twitch. Genauer gesagt werden drei Personen gesucht, denn sie haben eingeschaltet, ohne Behörden zu alarmieren.
Das Attentat von Halle, das vor gut einer Woche die Öffentlichkeit erschüttert hat, ist nach wie vor eines der zentralen innenpolitischen Themen, auch die Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA) gehen weiter. Das BKA sucht nach wie vor nach möglichen Unterstützern, Mitwissern oder auch nur "Schaulustigen".
Der Spiegel schreibt weiter, dass die IP-Adressen in die USA und die Schweiz führen. Es ist allerdings nicht klar, ob die Gesuchten dort tatsächlich leben oder ob hier die Standorte durch den Einsatz von VPNs verschleiert wurden. Welche Informationen genau sich die BKA-Experten von den Twitch-Zusehern erhoffen, ist nicht bekannt, man kann also nur spekulieren, ob hier Hintermänner oder sonstige Unterstützer vermutet werden.
Drei Zuseher auf Twitch
Dabei spielt der von Rechtsterrorist Stephan Balliet durchgeführte Live-Stream eine Rolle. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schreibt, suchen die Behörden derzeit nach drei Personen, die tatenlos per Internet bzw. dem Portal Twitch zugesehen haben. Balliet hat die Morde per Helmkamera übertragen, er war 35 Minuten lang auf "Sendung", bevor Twitch den Stecker ziehen konnte. Das auf Gaming spezialisierte Streaming-Portal sprach zunächst von "ungefähr" fünf Personen, die neuesten Informationen von drei.Der Spiegel schreibt weiter, dass die IP-Adressen in die USA und die Schweiz führen. Es ist allerdings nicht klar, ob die Gesuchten dort tatsächlich leben oder ob hier die Standorte durch den Einsatz von VPNs verschleiert wurden. Welche Informationen genau sich die BKA-Experten von den Twitch-Zusehern erhoffen, ist nicht bekannt, man kann also nur spekulieren, ob hier Hintermänner oder sonstige Unterstützer vermutet werden.
Rasterfahndung 2.0
In der Politik wird indes der Ruf nach zusätzlichen Befugnissen lauter: Armin Schuster, Innenexperte der Unionsfraktion im Bundestag, forderte eine "Rasterfahndung 2.0", mit der die Behörden "verdächtige extremistische Inhalte" besser identifizieren und schneller erkennen können. Schuster erwähnte "automatisierte Überwachung" durch etwa Webcrawler, gab jedoch auch zu: "Da stehen wir in der Debatte aber noch am Anfang."
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