"Wir haben Fehler gemacht":
Amazon-Alexa-Chef ist reumütig - fast
War es ein Fehler, private Sprachaufnahmen von Alexa-Nutzern durch Menschen überprüfen zu lassen? Soweit würde der verantwortliche Amazon-Manager nicht gehen, er sieht das Problem eher in der Art, wie der Konzern nach dem Bekanntwerden der Praxis kommuniziert hat.
Limp bezieht sich mit dieser Aussage aber nicht auf die Praxis des Mithörens an sich, vielmehr sieht der Amazon-Manager das Problem auch bei den Nutzern und ihrem Verständnis der Funktionsweise: "Als Branche haben wir es zu sehr als selbstverständlich angesehen, dass die Kunden wissen, wie Künstliche Intelligenz funktioniert", so Limp. Amazons Fehler besteht demnach nicht in der Tatsache, dass Mitschnitte von Menschen angehört wurden, sondern in der Art, wie man dies kommuniziert habe: "Wir sind noch Jahre davon entfernt, dass solche Systeme völlig ohne menschliche Überprüfung auskommen", macht Limp seine Sicht der Dinge deutlich.
"Die Korrektur durch die Mitarbeiter ist für uns enorm wichtig. Bei jeder neuen Sprache und Funktion, die wir starten, wird die Erkennung innerhalb der ersten drei bis 18 Monate dramatisch besser. Solche Verbesserungen könnte es nicht geben, wenn wir so hohe Hürden für die Auswertung legen würden. Alexa wäre dann nicht so gut wie sie heute ist, und würde auch nicht besser", ist sich Limp sicher.
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Das Menschen mithören, findet der Amazon-Geräte-Chef immer noch richtig
Ob Alexa, Siri, Google Assistent oder Cortana: Wie seit diesem Jahr bekannt ist, haben bei allen Sprachassistenten auch menschliche Mitarbeiter Aufnahmen angehört und analysiert - teilweise auch sehr intime Inhalte. Im Gespräch mit dem Handelsblatt räumt jetzt der Chef der Amazon-Geräte-Sparte, David Limp, ein, dass der Umgang mit diesen Sprachaufzeichnungen bei seinem Konzern wohl alles andere als optimal war: "Wir haben Fehler gemacht."Limp bezieht sich mit dieser Aussage aber nicht auf die Praxis des Mithörens an sich, vielmehr sieht der Amazon-Manager das Problem auch bei den Nutzern und ihrem Verständnis der Funktionsweise: "Als Branche haben wir es zu sehr als selbstverständlich angesehen, dass die Kunden wissen, wie Künstliche Intelligenz funktioniert", so Limp. Amazons Fehler besteht demnach nicht in der Tatsache, dass Mitschnitte von Menschen angehört wurden, sondern in der Art, wie man dies kommuniziert habe: "Wir sind noch Jahre davon entfernt, dass solche Systeme völlig ohne menschliche Überprüfung auskommen", macht Limp seine Sicht der Dinge deutlich.
Verbesserungen sollen helfen
Wie Limp weiter ausführt, habe Amazon in den vergangenen Monaten viele Schritte unternommen "um Vertrauen zu schaffen". So ist es Nutzern jetzt unter anderem möglich, bestimmte Aufnahmen zu löschen oder die Analyse von Sprachaufnahmen durch Menschen ganz zu unterbinden. Allerdings stehe der Konzern ganz klar hinter der Entscheidung, die Möglichkeit zur Auswertung durch Menschen standardmäßig aktiviert zu lassen."Die Korrektur durch die Mitarbeiter ist für uns enorm wichtig. Bei jeder neuen Sprache und Funktion, die wir starten, wird die Erkennung innerhalb der ersten drei bis 18 Monate dramatisch besser. Solche Verbesserungen könnte es nicht geben, wenn wir so hohe Hürden für die Auswertung legen würden. Alexa wäre dann nicht so gut wie sie heute ist, und würde auch nicht besser", ist sich Limp sicher.
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