Android 10 ab Januar Pflicht: Google erlaubt dann nur noch neue Version

Smartphone, Betriebssystem, Google, Android, Huawei, Logo, Android Q Bildquelle: Mobilesyrup
Google will die Hersteller von Smartphones und anderen Geräten, die mit einer offiziell von Google sanktionierten Android-Version ausgeliefert werden sollen, schon ab Ende Januar 2020 dazu zwingen, ihre Geräte grundsätzlich nur noch mit Android 10 auszustatten. Nachdem vor kurzem offenbar eine Kopie der sonst unter absoluter Geheimhaltung stehenden Google Mobile Services Requirements (GMS Requirements) für Android an die Öffentlichkeit gelangt ist, werden die Vorgaben dieses Vertrags zwischen Google und seinen Smartphone-Partnern derzeit von XDA-Developers seziert. Das Abkommen regelt, welche Bedinungen ein Gerätehersteller erfüllen muss, um Android mit den Google-Services und -Apps auf seiner Hardware installieren zu dürfen.

Eine der Vorgaben, die in den GMS Requirements verzeichnet ist, besteht darin, dass Google ausdrücklich nur noch bis zum 31. Januar 2020 neue Geräte für die Vorinstallation seiner Dienste und Apps zertifiziert, die mit Android 9.0 "Pie" ausgerüstet sind. Nach diesem Termin können die Hardware-Anbieter nur noch Produkte für die GMS-Zertifikation einreichen, die mit Android 10.0 laufen. Dabei handelt es sich um Android Q, also die aktuellste Ausgabe des mobilen Betriebssystems.

Für die Endkunden bedeutet das relativ zeitnahe Ende der Zertifizierung von neuen Produkten mit Android 9 "Pie", dass spätestens ab Anfang 2020 mit einer stark steigenden Zahl von Smartphones, Tablets und anderer Hardware gerechnet werden darf, auf der bereits ab Werk Android 10 im Einsatz ist. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Gerätehersteller, ihre Produkte zügig auf den neuesten Stand zu bringen, was die Verwendung des neuen Android 10 angeht.

Die eigentlich internen Dokumente der Hersteller und von Google bestätigen außerdem, dass Google anscheinend versucht, die Hersteller durch eine Verkürzung des Freigabezeitraums für die jeweiligen Android-Versionen, zur Verwendung möglichst aktueller Versionen seines mobilen Betriebssystems zu bewegen. Zuvor ließ der Internetkonzern den Geräteherstellern meist noch etwas mehr Zeit, doch nun zieht man offenbar die Daumenschrauben an.

Letztlich soll dies wohl vor allem dafür sorgen, dass die Nutzer besser mit aktuellen Android-Ausgaben versorgt werden. Den Herstellern der Geräte macht man es unterdessen auch einfacher, dies in die Tat umzusetzen. Unter anderem hat Google begonnnen, die Aktualisierung einzelner Komponenten von Android direkt zu übernehmen, statt dies von den jeweiligen Smartphone-Herstellern abhängig zu machen. Betriebssystem, Google, Android, Android Q Betriebssystem, Google, Android, Android Q Mobilesyrup
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