Olympischer Sportbund: "E-Sport und E-Gaming sind kein Sport"
Wer an professionellen E-Sport-Turnieren am PC oder an der Konsole teilnimmt ist kein Sportler. Dieser Auffassung ist der Deutsche Olympische Sportbund und ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten. Die Enttäuschung bei Gaming-Verbänden ist groß.
E-Sport ist kein richtiger Sport, so die Kernaussage des neuen Rechtsgutachtens, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegen soll. Die Definition von Sport ist laut den Dokumenten "durch die langjährige Rechtsprechung im traditionellen Sinne der Anforderungen an die Körperlichkeit konkretisiert". Nach geltendem Recht sehen das Gutachten und der DOSB den immer weiter aufblühenden E-Sport nicht als gemeinnützig. "Das Gutachten bestätigt insofern unsere konsequente Ablehnung zur Aufnahme von E-Sport in den organisierten Sport", gab die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes Veronika Rücker auf Anfrage der dpa bekannt.
Der Präsident des eSport-Bund Deutschland (ESBD) Hans Jagnow äußerte sich zum jüngst veröffentlichten Rechtsgutachten wie folgt: "Viele vom DOSB anerkannte Sportarten wie Sportschießen, Tischfußball oder Darts definieren sich über die Präzision der Bewegung, nicht den Umfang." Die Diskussion über die Anerkennung von E-Sport als Sport dürfte also zeitnah in die nächste Runde gehen. Auch Politiker könnten sich einschalten, da die Bundesregierung die Förderung von E-Sport bereits im Frühjahr 2018 in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hat. Sogar über die "Schaffung einer olympischen Perspektive" war die Rede.
Siehe auch:
Quellen: dpa, Spiegel Online, Hamburger Abendblatt
Millionen-Preisgelder, eigene Ligen, keine Anerkennung
Den einzigen Dämpfer kassierte der DOSB bei seiner Unterscheidung zwischen E-Sport (virtuelle Sportspiele) und E-Gaming (sportferne Spiele). Laut Gutachten ist diese Unterscheidung rechtlich nicht belastbar. Als bekannter E-Sport-Titel wurde unter anderem die FIFA-Reihe angesprochen, während beim so genannten E-Gaming von Spielen wie Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends die Rede war. Des einen Freud ist des anderen Leid: Gaming-Verbänder sind über die Auslegung sichtlich enttäuscht.Der Präsident des eSport-Bund Deutschland (ESBD) Hans Jagnow äußerte sich zum jüngst veröffentlichten Rechtsgutachten wie folgt: "Viele vom DOSB anerkannte Sportarten wie Sportschießen, Tischfußball oder Darts definieren sich über die Präzision der Bewegung, nicht den Umfang." Die Diskussion über die Anerkennung von E-Sport als Sport dürfte also zeitnah in die nächste Runde gehen. Auch Politiker könnten sich einschalten, da die Bundesregierung die Förderung von E-Sport bereits im Frühjahr 2018 in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hat. Sogar über die "Schaffung einer olympischen Perspektive" war die Rede.
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Quellen: dpa, Spiegel Online, Hamburger Abendblatt
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