Olympischer Sportbund: "E-Sport und E-Gaming sind kein Sport"

PlayStation 4, PS4, Fifa, Gamer Bildquelle: Jan Va?ek/CC0
Wer an professionellen E-Sport-Turnieren am PC oder an der Konsole teilnimmt ist kein Sportler. Dieser Auffassung ist der Deutsche Olym­pische Sportbund und ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechts­gut­ach­ten. Die Enttäuschung bei Gaming-Verbänden ist groß. E-Sport ist kein richtiger Sport, so die Kernaussage des neuen Rechtsgutachtens, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegen soll. Die Definition von Sport ist laut den Do­ku­men­ten "durch die langjährige Rechtsprechung im traditionellen Sinne der Anforderungen an die Körperlichkeit konkretisiert". Nach geltendem Recht sehen das Gutachten und der DOSB den immer weiter aufblühenden E-Sport nicht als gemeinnützig. "Das Gutachten bestätigt in­so­fern unsere konsequente Ablehnung zur Aufnahme von E-Sport in den organisierten Sport", gab die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes Veronika Rücker auf Anfrage der dpa bekannt.


Millionen-Preisgelder, eigene Ligen, keine Anerkennung

Den einzigen Dämpfer kassierte der DOSB bei seiner Unterscheidung zwischen E-Sport (vir­tu­elle Sportspiele) und E-Gaming (sportferne Spiele). Laut Gutachten ist diese Un­ter­schei­dung rechtlich nicht belastbar. Als bekannter E-Sport-Titel wurde unter anderem die FIFA-Reihe angesprochen, während beim so genannten E-Gaming von Spielen wie Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends die Rede war. Des einen Freud ist des anderen Leid: Gaming-Verbänder sind über die Auslegung sichtlich enttäuscht.

Der Präsident des eSport-Bund Deutschland (ESBD) Hans Jagnow äußerte sich zum jüngst veröffentlichten Rechtsgutachten wie folgt: "Viele vom DOSB anerkannte Sportarten wie Sportschießen, Tischfußball oder Darts de­fi­nie­ren sich über die Präzision der Bewegung, nicht den Umfang." Die Diskussion über die An­er­ken­nung von E-Sport als Sport dürfte also zeitnah in die nächste Runde gehen. Auch Politiker könn­ten sich einschalten, da die Bun­des­re­gie­rung die Förderung von E-Sport bereits im Frühjahr 2018 in ihren Ko­ali­tions­ver­trag auf­ge­nom­men hat. Sogar über die "Schaffung einer olympischen Perspektive" war die Rede.

Siehe auch:
Quellen: dpa, Spiegel Online, Hamburger Abendblatt PlayStation 4, PS4, Fifa, Gamer PlayStation 4, PS4, Fifa, Gamer Jan Va?ek/CC0
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