Olympischer Sportbund: "E-Sport und E-Gaming sind kein Sport"

Wer an professionellen E-Sport-Turnieren am PC oder an der Konsole teilnimmt ist kein Sportler. Dieser Auffassung ist der Deutsche Olym­pische Sportbund und ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechts­gut­ach­ten. Die Enttäuschung bei Gaming-Verbänden ... mehr... PlayStation 4, PS4, Fifa, Gamer Bildquelle: Jan Va?ek/CC0 PlayStation 4, PS4, Fifa, Gamer PlayStation 4, PS4, Fifa, Gamer Jan Va?ek/CC0

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"Viele vom DOSB anerkannte Sportarten wie Sportschießen, Tischfußball oder Darts de­fi­nie­ren sich über die Präzision der Bewegung, nicht den Umfang."

What? Und in wie fern unterscheidet das Sportarten wie Sportschießen, Tischfußball oder Darts vom E-Sport?
 
@Mehrsau: Vor allem gilt Schach auch als Sport und hier muss man sich so gut wie gar nicht bewegen.
 
@loo_i: Du vergisst die präzisen Bewegungen der Schachfiguren. Das ist ohne gar nicht denkbar!
 
@Mehrsau: das Problem ist da ja dass die anderen Sportarten klar definierte Bewegungsabläufe und Wettberwerbsregularien haben währen E-Sports ein Sammelbegriff für alle möglichen Spiele ist. Das ist so als wäre Ballspiel eine olympische Disziplin.
 
"[...]de­fi­nie­ren sich über die Präzision der Bewegung, nicht den Umfang." und exat das ist elementarer Bestandteil von kompetitiven Spielen wie beispielsweise League of Legends, CS:Go und Defense of the Ancients. Das sowie ausgeprägtes taktisches Handeln und Teamwork.

Vieleicht sollte man speziell für die alten Männer im DOSB "Dance Dance Revolution" in den E-Sports Pool werfen. Immerhin inkludiert das recht viel Körperlichkeit.
(Oder man lässt sie 6h Mario Kart gegeneinander spielen um ihnen ein Gefühl für "Körperlichkeit" während dem Spielen zu geben.)
 
@erso: bei Mario Kart bringen die sich doch gegenseitig um wenn die blauen Panzer kommen ^^
 
Ob man eSport nun als Olympische Disziplin anerkennen will, oder nicht, darüber wäre ich mir auch uneins. Aber die Argumente der "Körperlichkeit" werden viele Schachprofies sicher mit Bedauern aufnehmen...
 
@Kobold-HH: Hm, ich bin kein "Schachprofi" aber doch regelmäßiger Schachspieler und halte es auch nicht für einen Sport. Mühle, Backgammon, Halma und Risiko sind ja auch kein Sport, ebenso wenig wie Poker.
 
@moribund: Das Schach kein Sport sein sollte ist aber nur Deine Meinung. Schach ist jedoch als Denksport anerkannt, da ihm der Zufallsaspekt wie beim z.B. Würfel- oder Kartenspiel fehlt. Hier geht es einzig um das individuelle Können des Spielers. So die Definition.
 
@Kobold-HH: Klar, ist meine Privatmeinung. :)
Für mich hat Sport halt eine körperliche Komponente, (geistiges) Können alleine ist nicht passend um etwas Sport zu nennen.

Das heisst ja nicht, dass ich Schach deswegen (bin ja selbst Spieler) weniger schätze.
Und wie du sagst: bei Schach kommt es ausschließlich aufs Können an. Aber da gibt's auch andere Spiele, sogar Brettspiele auf die das zutrifft und die nicht als Sport gelten.
Die Bezeichnung "Sport" ist dafür daher meiner persönlichen Meinung nach falsch. Man sollte einen eigenen Begriff dafür finden.
Wie gesagt: mir geht's da um die Unterscheidung. ^^
 
@Kobold-HH: Und Denksport ist vom deutschen olympischen Verband auch nicht als Sport anerkannt. Fertig.
 
@barnetta: Aber seit 1977 als Sport anerkannt - Olympia hin oder her. Doppelfertig.
 
@Kobold-HH: Hier geht es aber um den olympischen Verband oder? Nicht um irgend eine gesellschaftliche Anerkennung.
 
@barnetta: Es geht um die Definition der "körperlichen Leistung". Und bedenkt man, wie viele "körperliche" Sportler dopen, dann müsste der ganze Olympische Zirkus ohnehin geschlossen werden, weil die Ergebnisse nur noch die Pharmaindustrie interessieren dürfte...
 
@Kobold-HH: Sportler dopen, Gamer (Und Schachmeister lol) cheaten. Je grösser das Business, je stärker die Ambitionen, desto mehr schwarze Schafe.

Dank Doping wirst Du übrigens nicht zu Superman, es braucht dennoch den Willen und die Anstrengung um über sich hinaus zu wachsen. Auch im E-Sport könnte man theoretisch Doping einsetzen, gibt ja genügend Mittlechen um Aufmerksamkeit, Reaktion u.a zu verbessern, geht auch um viel Kohle.

Ich würde dies also nicht so pauschal verurteilen oder heilig sprechen.
 
Ob körperlich oder nicht, finde ich eher unwesentlich.
Interessanter ist die Frage, wie man mit der Kurzlebigkeit der Spiele umgeht. Schach, Dart, Reiten, ... seit Jahrzehnten großteils unverändert. Wie könnte man denn Leistung messen/einordnen, kulturell "wertschätzen", wenn es ein Spiel in zehn Jahren nicht mehr in der Form gibt, weil andere Trends oder größere Updates mal wieder alles verändert haben? Gibt es noch Warcraft 3-Turniere, die Zehntausende in Hallen locken?

Kurz: Wie ist die Unbeständigkeit dieses Mediums mit der olympischen Beständigkeit zu vereinbaren?
 
@Jonas_D: Das ist so ziemlich die plausibelste Argumentation, die ich bisher zu dieser Thematik gelesen habe und beantwortet eigentlich alles, zumindest nach heutigem Stand der Dinge.
 
@Jonas_D: Dies ist eine Begründung, mit der ich mich als Gamer absolut zufriedenstellen kann. 100 Meter bleiben 100 Meter, ein Schachbrett bleibt ein Schachbrett, usw.
Beim e-Sport fehlen einfach die Konstanzen, es ist halt nicht nur eine Sache, sondern Viele. Der regelmäßige Wandel macht es unmöglich, Leistungen über längere Zeiten hinweg fair zu messen.
 
@Jonas_D: Jo, dem kann ich zustimmen.
 
Naaa, sind die Funktionäre nicht ausreichend mit Schmiermittel versorgt worden?!?
 
@The Grinch: *Nicht ausreichend mit Intelligenz
 
Letztens war ja noch die rede davon das "Töten mit Sport nichts zu tun hat" und deswegen Computer Spiele nicht nach Olympia gehören.

Ist den inzwischen klar geworden das viele Sportarten ( Schießen,Bogenschießen,Speer werfen, Fechten usw.) einmal keine Sportarten waren sondern wirklich zum Töten genutzt wurden und man bei Pc Spielen noch nie ein Menschenleben genommen hat? :D

Ich bin aber auch der meinung E-Sport gehört nicht nach Olympia, allerdings sollte es wie Schach
als Sport angesehn werden.
 
Absolut rückständige Entscheidung. Fast so dämlich wie Sprüche wie "Nur Kinder spielen Computerspiele".
 
Ist doch ok, der olympische Sportverbunde anerkennt auch Motorsport oder Denksport nicht als Sport. Wobei ich den Motorsport noch eher als "körperliche Ertüchtigung" sehe. Sport per Definition sollte mit Bewegung des Körpers verbunden sein.

Daher kann ich es verstehen wenn man E-Sports, genau wie Motor- oder Denksport, nicht als Sport betrachtet. An dem Begriff E-Sport rüttelt dies ja nicht. Ich verstehe daher viele aufgebrachte Meinungen nicht. Oder gilt im Büro arbeiten auch als Sport? Was wäre dies dann, "Office-Sport"?

Von dem her, völlig richtig!
 
@barnetta: Sport definiert:
nach bestimmten Regeln [im Wettkampf] aus Freude an Bewegung und Spiel, zur körperlichen Ertüchtigung ausgeübte körperliche Betätigung

Bewegung ist sport und kein E-sportler bewegt sich im sinne des Sports von daher ist das schon richtig so !
 
wenn generation Ü50 entscheidet was E-Sport ist und was nicht...
 
ist Schach ein Sport?
 
@stf: Ja, seit 1977 anerkannt.
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