iPhone: Apple deaktiviert Akku-Feature bei Tausch durch Drittanbieter
Der US-Computerkonzern Apple hat eine neue Maßnahme gegen den Austausch von iPhone-Akkus außerhalb seines Ökosystems von autorisierten Partnern und dem hauseigenen Support eingeführt. Bestimmte Funktionen zur Überwachung der Akku-Gesundheit in den Einstellungen werden abgeschaltet, wenn der Nutzer den Akku bei einem Drittanbieter tauschen lässt.
Wie der Reparatur-Spezialist iFixit und einige andere Quellen belegen, hat Apple mit den jüngsten Versionen seines mobilen Betriebssystems iOS beim iPhone eine "schlafende Software-Sperre" für den Akku eingeführt, mit dem Funktionen abgeschaltet werden, wenn ein Akku verwendet wird, der nicht von Apple selbst oder einem autorisierten Service-Partner des Herstellers eingebaut wurde. Die Änderung sorgt dafür, dass das Feature zur Überwachung der Akku-Gesundheit nicht mehr zur Verfügung steht.
Selbst Original-Akkus werden nicht als 'echt' erkannt, wenn Dritte reparieren
Konkret zeigt Apple bei betroffenen Geräten in den Einstellungen nun eine "Wichtige Nachricht" zum Akku an, laut dem nicht sichergestellt ist, dass ein "echter" Apple-Akku verbaut ist. Die Informationen zum Zustand des Akkus stehen deshalb nicht mehr zur Verfügung, heißt es weiter. Die Meldung wird selbst dann angezeigt, wenn es sich definitiv um einen Original-Akku handelt, der von einem Dritt-Dienstleister eingebaut wurde.
Soweit bekannt, können nur Apple und seine autorisierten Reparatur-Partner dafür sorgen, dass die Akku-ID mit dem Logic-Board abgeglichen wird. iFixit wirft Apple nun vor, die Akkus an das jeweilige Smartphone bereits ab Werk zu binden, so dass unabhängig davon, ob bei der Reparatur ein echter Apple-Akku hereingetauscht wird, bei allen Arbeiten von Drittanbietern ein Fehler erscheint. Weil Apple seine Diagnose-Software nur intern und bei seinen Partnern einsetzt, sonst aber nicht für Dritte zugänglich macht, sieht man die Wahlfreiheit der Apple-Kunden bei der Entscheidung für einen Reparatur-Anbieter eingeschränkt.
Die Software-Sperre wurde von Apple sowohl bei iOS 12 und iOS 13 eingeführt und wird beim iPhone XR, iPhone XS und iPhone XS Max verwendet. Apple dürfte die neue "Schutzmaßnahme" wohl einmal mehr damit begründen, dass man den Kunden ein optimales Nutzungserlebnis bieten wolle, was auch für den Umgang mit Reparaturen gilt. Das Argument der Sicherheit rund um Akkus wird in derartigen Fällen immer wieder zitiert, schließlich kann bei einem Defekt große Hitze entstehen und Brände sowie Verbrennungen sind möglich.
Selbst Original-Akkus werden nicht als 'echt' erkannt, wenn Dritte reparieren
Konkret zeigt Apple bei betroffenen Geräten in den Einstellungen nun eine "Wichtige Nachricht" zum Akku an, laut dem nicht sichergestellt ist, dass ein "echter" Apple-Akku verbaut ist. Die Informationen zum Zustand des Akkus stehen deshalb nicht mehr zur Verfügung, heißt es weiter. Die Meldung wird selbst dann angezeigt, wenn es sich definitiv um einen Original-Akku handelt, der von einem Dritt-Dienstleister eingebaut wurde.
Akku-ID wird mit iPhone Logic-Board verknüpft
Möglich wird die Ausgabe der Fehlermeldung wohl deshalb, weil in den Apple-Akkus ein Mikro-Controller von Texas Instruments enthalten ist, der eine Authentifizierungs-Funktion ermöglicht. Dabei werden Akkuinformationen mit dem jeweiligen Mainboard des iPhones verknüpft. Stimmt der in dem Chip gespeicherte Identifizierungsschlüssel des Akkus nach dem Tausch der Batterie nicht mehr mit dem auf dem Gerät selbst hinterlegten Key überein, wird die oben beschriebene Fehlermeldung angezeigt.Soweit bekannt, können nur Apple und seine autorisierten Reparatur-Partner dafür sorgen, dass die Akku-ID mit dem Logic-Board abgeglichen wird. iFixit wirft Apple nun vor, die Akkus an das jeweilige Smartphone bereits ab Werk zu binden, so dass unabhängig davon, ob bei der Reparatur ein echter Apple-Akku hereingetauscht wird, bei allen Arbeiten von Drittanbietern ein Fehler erscheint. Weil Apple seine Diagnose-Software nur intern und bei seinen Partnern einsetzt, sonst aber nicht für Dritte zugänglich macht, sieht man die Wahlfreiheit der Apple-Kunden bei der Entscheidung für einen Reparatur-Anbieter eingeschränkt.
Die Software-Sperre wurde von Apple sowohl bei iOS 12 und iOS 13 eingeführt und wird beim iPhone XR, iPhone XS und iPhone XS Max verwendet. Apple dürfte die neue "Schutzmaßnahme" wohl einmal mehr damit begründen, dass man den Kunden ein optimales Nutzungserlebnis bieten wolle, was auch für den Umgang mit Reparaturen gilt. Das Argument der Sicherheit rund um Akkus wird in derartigen Fällen immer wieder zitiert, schließlich kann bei einem Defekt große Hitze entstehen und Brände sowie Verbrennungen sind möglich.
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