Spielemesse E3: Persönliche Infos von Presse & YouTubern geleakt

Logo, E3, Messe, E3 2019, Spielemesse, Events Bildquelle: E3 Expo
Wer als Journalist, Blogger oder Video-Autor auf der Spielemesse E3 zu Gast war, muss sich nun offenbar darauf einstellen, möglicherweise von Gegnern seiner Arbeit noch direkter persönlich angegriffen zu werden. Dem Veranstalter sind sämtliche Details der teilnehmenden Pressevertreter abhanden gekommen, so dass sich jedermann Privatadressen und andere Daten verschaffen konnte. Wie die Entertainment Software Association ESA nach Angaben von GamesIndustry.biz eingestehen musste, war für einen begrenzten Zeitraum ein Download-Link verfügbar, der Dokumente mit sämtlichen für die Anmeldung als Medienvertreter bei der Spielemesse Electronic Entertainment Expo (E3) angegebenen Informationen von mehr als 2000 Menschen enthielt. Eigentlich war diese Liste nur für Spielehersteller und Publisher gedacht.

Der ESA zufolge enthält die Liste neben den Namen der Medienmitarbeiter auch Angaben über die jeweiligen Publikationen, Privatadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Neben Spielejournalisten waren auch Blogger, Streamer, YouTuber, Finanzanalysten und Investoren in der Liste mit all diesen Daten verzeichnet, heißt es. Für manchen von ihnen könnte dies nun dazu führen, dass unzufriedene Personen aus dem Publikum, seien es Leser oder Zuschauer, sie nun zuhause aufsuchen oder mit E-Mails oder Telefonanrufen bombardieren.

Entsprechende Warnungen waren nach Bekanntwerden des Sicherheitsproblems bei der ESA dann auch schnell auf Twitter und in anderen Sozialen Netzwerken zu lesen. Manche Spielejournalisten werden wegen ihrer Meinungen zu bestimmten Theman oder Spieletiteln schon seit Jahren angefeindet, so dass nun eine potenzielle zusätzliche Gefährdung entstanden sein könnte, so die Argumentation. Die ESA habe den Medienvertretern generell einen Bärendienst erwiesen, so die Kritiker.

Der E3-Veranstalter reagierte seinerseits nur mit einer relativ knappen Stellungnahme und erklärte, dass man kürzlich auf eine Schwachstelle auf den eignen Internetseiten aufmerksam gemacht worden sei, die zur Veröffentlichung der Kontaktliste für alle zur E3 registrierten Journalisten geführt habe. Die ESA habe umgehend reagiert und die Inhalte vom Netz genommen. Künftig sollten Schritte eingeleitet werden, um ähnliche Probleme zu vermeiden. Logo, E3, Messe, E3 2019, Spielemesse, Events Logo, E3, Messe, E3 2019, Spielemesse, Events E3 Expo
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