Hacker schnappen sich 7,5 TB Daten vom russischen Geheimdienst FSB

Hacker, Hack, Usb, Usb Stick, Hacked Bildquelle: muyseguridad
Ein Dienstleister des Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation, FSB, ist Ziel eines groß angelegten Datendiebstahls geworden. Laut Medienberichten wurden dem KGB-Nachfolger 7,5 Terabyte sensible Daten zu Geheimprojekten entwendet.
Infografik: Die Rekord-Datendiebstähle im InternetDie Rekord-Datendiebstähle im Internet
Es geht dabei unter anderem um Pläne, wie der Netzwerk-Verkehr über Tor de-anonymisiert werden kann, aber auch um Projekte, die zum Beispiel den Datendiebstahl von sozialen Netzwerken vorsehen. Das berichtet die Newsseite Security Affairs und bezieht sich dabei auf Informationen des Senders BBC Russland. Der betroffenen Dienstleister SyTech soll dabei durchlässig wie ein "Küchensieb" gewesen sein. Der Hacker oder die Hackergruppe namens 0v1ru$ brüstet sich demnach bereits damit, dass die Daten bei dem Geheimdienst-Zulieferer nahezu ungeschützt zugänglich waren.

So konnten sie insgesamt 7,5 Terabyte Daten kopieren. Da SyTech angeblich Sicherheitsmaßnahmen sträflich vernachlässigt hat, sprach der BBC auch von einem "Datenleck" und nicht von einem Hackerangriff. Es ist das nach aktuellem Stand laut BBC "größtes Datenleck in der Geschichte der russischen Geheimdienste".

Zugriff Mitte Juli

Die Daten sollen dabei schon am 13. Juli über einen Zugriff auf den Active Directory-Server von SyTech gestohlen worden sein. SyTech soll seit 2009 an einer Vielzahl von Projekten für den Geheimdienst beteiligt sein. Security Affairs hat eine Liste der Projekte veröffentlicht.

Dazu gehören:

  • Nautilus - ein Projekt zur Erhebung von Daten über Social-Media-Nutzer (wie Facebook, MySpace und LinkedIn).
  • Nautilus-S - ein Projekt zur De-Anonymisierung des Tor-Verkehrs mit Hilfe von Rogue-Tor-Servern.
  • Reward - ein Projekt zur verdeckten Durchdringung von P2P-Netzwerken, wie es für Torrents verwendet wird.
  • Mentor - ein Projekt zur Überwachung und Suche der E-Mail-Kommunikation auf den Servern russischer Unternehmen.
  • Hope - ein Projekt zur Untersuchung der Topologie des russischen Internets und der Verbindung mit dem Netzwerk anderer Länder.
  • Tax-3 - ein Projekt zur Schaffung eines geschlossenen Intranets zur Speicherung der Informationen hochsensibler Staatsbediensteter, Richter und lokaler Verwaltungsbeamter, getrennt von den übrigen IT-Netzwerken des Landes.

Laut BBC Russland, die von den Hackern Zugriff auf den vollen Datensatz erhalten hat, gibt es noch weitere, wenn auch ältere Projekte zur Erforschung anderer Netzwerkprotokolle wie Jabber (Instant Messaging), ED2K (eDonkey) und OpenFT (Enterprise File Transfer).

Der FSB-Dienstleister SyTech hat seit dem Bekanntwerden des Datendiebstahls seine Website offline genommen und bisher alle Medienanfragen abgelehnt. Weitere Bestätigungen von dem Hack gibt es nicht.

Siehe auch:
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