Social-Media-Fail des Jahres? Adidas blamiert sich bis auf die Knochen

Die britische Außenstelle des deutschen Sportartikelherstellers Adidas hat sich gerade furchtbar blamiert. Denn man wollte die neuen Trikots des englischen Vereins Arsenal London per Twitter bewerben und den Fans des Vereins die Gelegenheit geben, sich darauf zu "verewigen". Die Folge waren rassistische und geschmacklose Retweets.
Meme, Jean Luc Picard, Picard, Facepalm
CBS/Paramount Pictures

Twitter-Fail von Adidas UKEiner der hetzerischen Tweets
Adidas UK hat sich für Arsenal London und seine Fans eine ganz besondere Aktion ausgedacht, die den Spruch "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint" neu definiert. Denn wie der Guardian berichtet, sollten und konnten Arsenal-Fans einen offiziellen Tweet von @adidasUK unter ihren Followern weiterverbreiten. Jeder, der zu dieser mit dem allgemeinen Adidas-Hashtag #DareToCreate markierten Kampagne einen Retweet absetzte, wurde seinerseits von der offiziellen Adidas-Seite geteilt.

Rassistische und anstößige "Spielernamen"

Mehr als das: Auf dem Trikot wurde der Twitter-Name des jeweiligen Nutzers generiert, was natürlich automatisch durchgeführt wurde. Denn schnell gab es überaus merkwürdige und höchst anstößige "Spielernamen" zu lesen, versehen wurde das mit einem Text "Das ist zu Hause. Willkommen im Team. Jetzt ist es an der Zeit, den Deal abzuschließen - bestellt das neue Shirt hier:"

So machten mittlerweile gesperrte Nutzer wie @GasAllJewss ("Vergast alle Juden") oder @96wasnotenough (Anspielung auf die 96 Toten der Hillsborough-Katastrophe) mit, auch @MadelineMcCann wurde "zu Hause willkommen" geheißen (die dreijährige Madeline McCann verschwand vor zwölf Jahren in Portugal).

Adidas hat den Fehler erst nach einer Weile entdeckt, mittlerweile hat das Unternehmen diesen Spielernamen-Generator entfernt und eine Erklärung dazu abgegeben (sich aber streng genommen nicht offiziell entschuldigt). Arsenal London verurteilte derartige Sprache in einem Statement, sie habe "weder in unserem Spiel noch in der Gesellschaft einen Platz", so der Premier-League-Verein.
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