Gaming wird immer mehr zum gesellschaftlich akzeptierten Geschäft

Dass Spiele ein Milliardenmarkt sind, wird wohl kaum jemanden überraschen, eine neue Studie fördert aber dennoch einige interessante Aspekte zutage. Zwar basiert diese auf dem US-amerikanischen Markt, doch so manche Erkenntnis wird sicherlich auch bei uns zutreffen. Laut einer aktuellen Untersuchung der Entertainment Software Association (ESA) ist der durchschnittliche US-Gamer 33 Jahre alt, spielt vorzugsweise auf dem Smartphone und ist bereit, einiges an Geld für sein Hobby auszugeben. Die ESA, die auch als Veranstalter der demnächst stattfindenden Spielemesse E3 auftritt, hat in ihrer alljährlich durchgeführten Studie ermittelt, dass die Ausgaben für Spiele um satte 20 Prozent gestiegen sind. Im Vergleich zu 2015 sind es sogar 85 Prozent.

Insgesamt haben US-Amerikaner im Vorjahr 43,4 Milliarden Dollar für Gaming ausgegeben, das meiste davon für Inhalte und nicht Hardware oder Zubehör. Bei den traditionellen Bezahl-Titeln belegen Call of Duty: Black Ops 3, Red Dead Redemption 2 und NBA 2K19 die Toppositionen.

65 Prozent spielen

Zweifellos beeindruckend ist dabei auch, wie gesellschaftlich verbreitet Gaming ist. Denn zwei von drei US-Erwachsenen spielen, das sind mehr als 164 Millionen Menschen. Weniger überraschend ist der Umstand, dass Casual Games am populärsten sind. 60 Prozent der Spieler daddeln auf dem Smartphone. Die Hälfte davon nutzt aber zusätzlich auch noch PC oder Konsole.

46 Prozent der Gamer sind Frauen. Sie spielen andere Titel als Männer, hier fallen Namen wie Candy Crush, Assassin's Creed and Tomb Raider und als Plattform vorzugsweise das Smartphone. Bei Männern hingegen wurden am häufigsten God of War, Madden NFL und Fortnite als Spiele genannt - und zwar vorzugsweise auf der Konsole.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, räumt die Studie auch mit einem Gamer-Klischee auf, nämlich dass Spieler isoliert sind und einen unbeweglichen Lebensstil haben. Dafür habe man keine Anzeichen gefunden, jedenfalls gibt es unter Spielern nicht mehr solche Menschen als in anderen Gesellschaftsschichten.
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