Telekom baut Glasfaser-Anschlüsse für bis zu 100 Gbit/s in 143 Orte

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Die Deutsche Telekom hat einen weiteren Schub an Glasfaser-Ausbaugebieten angekündigt. In diesen will sie zukünftig Bandbreiten von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde bereitstellen können - allerdings gibt es solche Geschwindigkeiten erst einmal nur für Business-Kunden. Die Anschlusslegung ist dabei teils ohne besonderen Aufpreis zu bekommen. Insgesamt 143 Kommunen im Bundesgebiet sind in den jüngsten Planungen enthalten. Dort verlegt die Telekom die Glasfaser-Strecken in die Gewerbegebiete. "In der fünften Welle gehen wir jetzt mit weiteren 163 Gewerbegebieten in die Vorvermarktung", erklärte Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland. In der Reichweite sind rund 30.000 Unternehmensstandorte angesiedelt.

Für die jüngste Ausbaustufe werden den Planungen zufolge über tausend Kilometer Glasfaser verlegt. Damit die dafür nötigen Bauarbeiten nicht übermäßig Zeit und Ressourcen verschlingen und zu weniger Belastungen für die Anlieger führen, will die Telekom vor allem mit dem Trenching-Verfahren arbeiten. Dabei wird der Untergrund nur auf wenigen Zentimetern Breite aufgefräst, das Kabel direkt eingezogen und der Graben direkt wieder verschlossen.

Skalierbare Infrastruktur

"Die Unternehmen werden ohne zusätzliche Kosten angeschlossen", teilte die Telekom mit - zumindest soll das gelten, wenn diese sich im Zuge der Vorvermarktung für einen Anschluss entscheiden. Der Vorteil dürfte dann darin liegen, dass die eigene Anbindung skalierbar ist. Wer anfangs noch nicht so viel Bandbreite benötigt, bekommt über die dann liegende Glasfaser eben eine asymmetrische 100-Megabit-Anbindung bereitgestellt, wie man sie vom DSL-Vectoring kennt. Nach oben lassen sich dann je nach Bedarf symmetrische Übertragungswege mit bis zu 100 Gigabit pro Sekunde realisieren.

Viele der nun für die Versorgung vorgesehenen Gewerbegebiete liegen in relativ kleinen Kommunen. Gerade dort ist der Infrastruktur-Ausbau dringend nötig. Denn bisher sind die ländlichen Gebiete oft eklatant unterversorgt und Unternehmen können im heutigen Marktumfeld dann einfach nicht mehr mithalten, wenn sie dort bleiben. Das hat die kleineren Kommunen schon viel Wirtschaftskraft gekostet.

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