Jack Ma: USA hätten mal besser in Infrastruktur statt in Kriege investiert

China, Alibaba, Jack Ma Bildquelle: UNclimatechange (CC BY 2.0)
Die wirtschaftlichen Probleme der USA sind komplett hausgemacht und es gibt schlicht keinen Grund, China irgendeine Schuld in die Schuhe zu schieben. Das erklärte Jack Ma, der Gründer des Handelskonzerns Alibaba, auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos. Die Gelder seien einfach für die falschen Sachen verschleudert worden. "Es ist nicht so, dass die anderen Länder euch die Jobs weggenommen haben", erklärte Ma in einem Interview mit dem US-Sender CNBC. Die Ursache läge vielmehr in den Entscheidungen, wohin all die Gelder, die zur Verfügung stehen, investiert werden. Im Zuge dessen rechnete der Manager vor, dass die USA binnen der letzten 30 Jahre insgesamt rund 14 Billionen Dollar für diverse geführte Kriege ausgegeben haben, statt mal eine nennenswerte Summe in die heimische Infrastruktur zu investieren.

Immer wieder wird seitens der US-Politik behauptet, der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze sei eine Folge der Globalisierung und letztlich die Schuld von Billiglohn-Ländern wie China. Auch der aktuelle US-Präsident Donald Trump ging massiv damit auf Stimmenfang, dass eine Abgrenzung zum Rest der Welt Voraussetzung für eine neue erfolgreiche Entwicklung des Landes sei.

Die IT-Konzerne schwimmen im Geld

Dem hielt Ma entgegen, dass das Outsourcing durchaus eine großartige Strategie darstellen könne. "Die amerikanischen multinationalen Konzerne haben Millionen und Abermillionen Dollar mit der Globalisierung verdient", sagte er. "In den letzten 30 Jahren machten IBM, Cisco, Microsoft und weitere so viele Millionen, ihre Profite lagen weit über dem, was selbst die größten chinesischen Banken geschafft haben - aber wo ist das Geld denn hin?"

Der Grund, warum so viele Menschen in den USA in Existenzangst leben müssten, liege seiner Ansicht nach darin, dass nicht einmal ein Bruchteil des Geldes da ankommt, wo es benötigt würde. Wie Ma ausführte, wäre es im mittleren Westen oder in der Bildung wahrscheinlich sehr viel besser aufgehoben gewesen.

Angesichts der Entwicklung der USA folgerte der Alibaba-Gründer weiter: "Die Welt braucht eine neue Führungskraft, aber eine Führung, der es vor allem um Zusammenarbeit geht. (...) Als Geschäftsmann würde ich es gern sehen, dass die Welt ihren Wohlstand gemeinsam schafft." Das ist letztlich die Voraussetzung dafür, dass gerade ein Handelskonzern, wie er von Ma aufgebaut wurde, sich in der Breite entfalten kann. China, Alibaba, Jack Ma China, Alibaba, Jack Ma UNclimatechange (CC BY 2.0)
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