Glitzer und üble Düfte: US-Tüftler rückt Paket-Dieben auf den Pelz

Der Diebstahl von Paketen ist in den USA kein seltenes oder gar nur theoretisches Phänomen. Das merkt man auch daran, dass nicht nur große Versandhäuser wie Amazon auf die Jagd nach den Tätern gehen, sondern auch Hobby-Bastler eigene Lösungen entwickeln, mit denen sie den Kriminellen auf den Pelz rücken. Ein Beispiel hierfür ist Mark Rober, der in seiner Berufslaufbahn auch schon einige Zeit als Ingenieur bei der US-Raumfahrtbehörde NASA gearbeitet hat. Dieser hat immerhin ein halbes Jahr lang immer mal wieder an einem entsprechenden Projekt gearbeitet und konnte nun ein Fake-Paket zum Einsatz bringen, das mit einigem Equipment ausgestattet war, um die Täter zu ärgern.

Die Basis bildete die Verpackung eines Apple Home Pod-Lautsprechers, der mit ziemlicher Sicherheit das Interesse von Dieben auf sich zieht. Immerhin bestand die Verpackung auch nur aus Folie und einem Versandaufkleber. Im Inneren hatte Rober mehrere preiswerte Smartphones angebracht, deren Kameras durch eine halbtransparente Folie das Geschehen außerhalb des Paketes filmten und in die Cloud übertrugen und auch den Standort des gestohlenen Paketes mitteilten.
Glitterbombe gegen PaketdiebeÜberwachen, stinken... Glitterbombe gegen Paketdiebe...und glitzern
Wenn die Diebe ihre Beute auspackten - was meist direkt im Auto und manchmal auch erst zuhause geschah, gab es die erste Überraschung: Ein Schleudermechanismus verteilte sehr feines, buntes Glitzerpuder auf dem Dieb und in der Umgebung. Anhand der Aufnahmen der Smartphone-Kameras kann man die überraschten Reaktionen darauf recht gut erkennen.

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Paket im Angriffsmodus

Ein weiteres Feature sorgte dafür, dass der Bastler auch wieder ohne zu großes Risiko oder gar einen Polizeieinsatz an sein Paket herankam: Über einen Auslöse-Mechanismus verbreitete eine Dose Furz-Spray aus dem Scherzartikelladen äußerst unangenehme Gerüche, was dann in der Regel schnell dafür sorgte, dass die Diebe sich des Pakets wieder entledigten.

Dass die Methode der Zustellung - in den USA werden Pakete oft einfach vor der Haustür abgestellt - zum Diebstahl einlädt, dürfte klar sein. Erschreckend ist allerdings, wie groß das Risiko ist. Das Fake-Paket konnte in kurzer Zeit gleich mehrfach zum Einsatz gebracht werden.

Siehe auch: Polizei jagt Amazon-Paketdiebe jetzt mit Kameras und Peilsendern
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