Null nachprüfbare Ergebnisse:
Blockchain ist in der Praxis nur Esoterik
Rund um die so genannte Blockchain wird ein enormer Hype generiert. Das geht so weit, dass das Thema sogar in den Koalitionsvertrag zur aktuellen Bundesregierung aufgenommen wurde. Wenn man allerdings einmal versucht, hinter den glitzernden Schleier zu blicken, findet man im Wesentlichen einfach nur eine große Leere vor.
Infografik: Die Kryptocoin-Technologie Blockchain kurz erklärt
"Es gibt eine Vielzahl von oft revolutionären Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain", behauptete gerade auch Achim Berg, Chef des IT-Branchenverbandes Bitkom. Jedes dritte Großunternehmen in Deutschland hält die Blockchain demnach sogar für einen so großen Einschnitt wie die Erfindung des Internets. Berg räumte aber auch ein, dass alltagstaugliche Lösungen noch immer Mangelware seien.
Das könnte schlicht daran liegen, dass die Technologie absolut überschätzt wird und alle nur auf das Marketing einiger selbsternannter Experten hereinfallen. Darauf deutet zumindest eine Untersuchung durch die US Agency for International Development (USAID) hin. Eine Forschergruppe, zu der auch der einstige Blockchain-Enthusiast John Burg gehört, hat sich dabei auf die Suche nach realen Vorteilen gemacht, die durch den Einsatz des Verfahrens zu erringen sind.
"Wir fanden eine schnell wachsende Menge an Pressemitteilungen, White Papers und Werbetexten", heißt es im Untersuchungsbericht. "Wir haben aber keinerlei dokumentierte Fälle gefunden, in denen die Blockchain die erhofften Ergebnisse auch tatsächlich gebracht hat." Und während bei anderen Technologien, die sich noch im Frühstadium befinden, dann zumindest kritische Auswirkungen und praktische Analysen existieren würden, auf denen die Weiterentwicklung aufbauen kann, heißt es auch hier schlicht: Fehlanzeige.
Durch solche Beobachtungen hatte sich auch bei Burg die Begeisterung für die Technologie schnell gelegt. Wie er nun ausführte, handle es sich bei der Blockchain um eine weitgehend missverstandene Sache - und während sie von diversen Anbietern geradezu als Lösung für alle Probleme angepriesen wird, bekommt man in den meisten Fällen dann doch nur eine Datenbank mit enormen Problemen bei der Performance und der Skalierbarkeit sowie einer Menge mitgeschlepptem Datenmüll. Die Autoren des Untersuchungsberichtes verglichen das Thema daher mit der niederländischen Tulpenmanie (der ersten Spekulationsblase der modernen Wirtschaft) oder auch dem kalifornischen Goldrausch.
Siehe auch: UKW-Ende bis Blockchain: Erste Digital-Ziele der Koalition bekannt
Infografik: Die Kryptocoin-Technologie Blockchain kurz erklärt
"Es gibt eine Vielzahl von oft revolutionären Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain", behauptete gerade auch Achim Berg, Chef des IT-Branchenverbandes Bitkom. Jedes dritte Großunternehmen in Deutschland hält die Blockchain demnach sogar für einen so großen Einschnitt wie die Erfindung des Internets. Berg räumte aber auch ein, dass alltagstaugliche Lösungen noch immer Mangelware seien.
Das könnte schlicht daran liegen, dass die Technologie absolut überschätzt wird und alle nur auf das Marketing einiger selbsternannter Experten hereinfallen. Darauf deutet zumindest eine Untersuchung durch die US Agency for International Development (USAID) hin. Eine Forschergruppe, zu der auch der einstige Blockchain-Enthusiast John Burg gehört, hat sich dabei auf die Suche nach realen Vorteilen gemacht, die durch den Einsatz des Verfahrens zu erringen sind.
"Wir fanden eine schnell wachsende Menge an Pressemitteilungen, White Papers und Werbetexten", heißt es im Untersuchungsbericht. "Wir haben aber keinerlei dokumentierte Fälle gefunden, in denen die Blockchain die erhofften Ergebnisse auch tatsächlich gebracht hat." Und während bei anderen Technologien, die sich noch im Frühstadium befinden, dann zumindest kritische Auswirkungen und praktische Analysen existieren würden, auf denen die Weiterentwicklung aufbauen kann, heißt es auch hier schlicht: Fehlanzeige.
Nachbohren bringt nichts
Und während die Blockchain-Anbieter potenzielle Kunden mit Heilsversprechen überhäufen, wurde es ganz schnell still, wenn ihre Arbeit mit erprobten Methoden überprüft werden sollte. Das Forscher-Team, das mit der Überprüfung befasst war, versuchte von den entsprechenden Firmen per E-Mail, telefonisch und auch persönlich Auskunft zu bekommen, allerdings war niemand bereit, Daten über die Ergebnisse des Blockchain-Einsatzes herauszurücken oder gar einen unabhängigen Monitoring-Prozess bei den Projekten zuzulassen. Das kennt man sonst am ehesten aus der Esoterik-Branche.Durch solche Beobachtungen hatte sich auch bei Burg die Begeisterung für die Technologie schnell gelegt. Wie er nun ausführte, handle es sich bei der Blockchain um eine weitgehend missverstandene Sache - und während sie von diversen Anbietern geradezu als Lösung für alle Probleme angepriesen wird, bekommt man in den meisten Fällen dann doch nur eine Datenbank mit enormen Problemen bei der Performance und der Skalierbarkeit sowie einer Menge mitgeschlepptem Datenmüll. Die Autoren des Untersuchungsberichtes verglichen das Thema daher mit der niederländischen Tulpenmanie (der ersten Spekulationsblase der modernen Wirtschaft) oder auch dem kalifornischen Goldrausch.
Siehe auch: UKW-Ende bis Blockchain: Erste Digital-Ziele der Koalition bekannt
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