Japans Chef für IT-Sicherheit:
Habe noch nie einen Computer benutzt
Wer politische Verantwortung für einen Fachbereich trägt, muss nicht unbedingt ein ausgewiesener Experte für die praktischen Details sein - aber wenigstens ein gewisses Grundwissen dürfte hilfreich sein. In Japan ist nun aber ein Mann für die nationale Strategie zur Cybersicherheit zuständig, der noch nie einen Computer benutzt hat.
Der 68-jährige Yoshitaka Sakurada hatte dies auf einer Tagung eines Parlamentsausschusses eingeräumt, als die Abgeordneten seine Befähigung für das fragliche Amt thematisierten. "Ich habe Computer nie genutzt, weil ich seit meinem 25. Lebensjahr in einer Autoritäts-Position bin, in deren Rahmen dies Sekretäre und Angestellte für mich getan haben", erklärte er laut einem Bericht der Japan Times.
Praktische Erfahrungen sind in einer führenden Position durchaus nicht immer Voraussetzung, doch zeigte sich hier recht schnell, dass Sakurada auch von der theoretischen Seite wenig Fachwissen in den Arbeitsbereich einzubringen hat. Konkrete Nachfragen brachten auch keinen Erfolg. So konnte Sakurada nichts zu den digitalen Angriffsrisiken bei Kernkraftwerken sagen, weil er unter anderem auch keine Vorstellung davon hat, wie ein USB-Stick funktioniert, über den Malware eingeschleust werden könnte.
Spezialbereiche wie die IT-Sicherheit lassen sich hingegen kaum nur mit Kenntnissen über übergeordnete Verfahrensweisen steuern - vor allem nicht in einer Führungsposition, die schon etwas dichter am eigentlichen Geschehen dran ist. Entsprechend irritiert fielen auch die Reaktionen verschiedener Parlamentarier aus. Bei Sakurada scheint sich die Sache aber ohnehin durch seine Aufgabenfelder zu ziehen: Der Mann ist auch im Leitungsgremium zur Organisation der Olympischen Spiele im Jahr 2020 tätig. Bei einer Befragung hierzu durch den parlamentarischen Haushaltsausschuss konnten im Grunde nur seine mitgereisten Helfer konkrete Auskünfte geben.
Siehe auch: G. Oettinger nicht mehr Digital-Kommissar, los sind wir ihn aber nicht
Praktische Erfahrungen sind in einer führenden Position durchaus nicht immer Voraussetzung, doch zeigte sich hier recht schnell, dass Sakurada auch von der theoretischen Seite wenig Fachwissen in den Arbeitsbereich einzubringen hat. Konkrete Nachfragen brachten auch keinen Erfolg. So konnte Sakurada nichts zu den digitalen Angriffsrisiken bei Kernkraftwerken sagen, weil er unter anderem auch keine Vorstellung davon hat, wie ein USB-Stick funktioniert, über den Malware eingeschleust werden könnte.
Bei Olympia läuft's nicht besser
In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass vermeintliche Fachleute nicht zwingend die besseren Fachpolitiker sind. Ein Arzt als Gesundheitsminister brachte unser Gesundheitssystem vor einigen Jahren beispielsweise nicht gerade voran. Hier sind dann teils Personen erfolgreicher, die beispielsweise Verwaltungsstrukturen und ihre Regeln gut kennen und wissen, wo sich Veränderungen anstoßen lassen.Spezialbereiche wie die IT-Sicherheit lassen sich hingegen kaum nur mit Kenntnissen über übergeordnete Verfahrensweisen steuern - vor allem nicht in einer Führungsposition, die schon etwas dichter am eigentlichen Geschehen dran ist. Entsprechend irritiert fielen auch die Reaktionen verschiedener Parlamentarier aus. Bei Sakurada scheint sich die Sache aber ohnehin durch seine Aufgabenfelder zu ziehen: Der Mann ist auch im Leitungsgremium zur Organisation der Olympischen Spiele im Jahr 2020 tätig. Bei einer Befragung hierzu durch den parlamentarischen Haushaltsausschuss konnten im Grunde nur seine mitgereisten Helfer konkrete Auskünfte geben.
Siehe auch: G. Oettinger nicht mehr Digital-Kommissar, los sind wir ihn aber nicht
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Christian Kahle
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