Core-Rennen: Intel bringt im nächsten Jahr Prozessoren mit 48 Kernen
Zwischen Intel und AMD kommt es bei den lukrativen High End-Prozessoren zunehmend zum Rennen um Kern-Zahlen. Jetzt kündigte Intel an, dass man im kommenden Jahr einen Xeon-Chip mit 48 Cores auf den Markt bringen wird. Bei der Xeon Cascade Lake-Serie werden dabei zwei Dies in ein Package getan.
Die bisherige Obergrenze stellen bei Intel die Xeon Scalable-Prozessoren mit 28 Kernen dar. Der kleine Kniff, auf den das Unternehmen nun zurückgreift, ist im Grunde eine Integration eines Multi-Prozessor-Systems in einen Chip. Dabei werden zwei Dies mit jeweils 24 Cores zusammengeschlossen. Das hat weniger technische als wirtschaftliche Gründe, denn die beiden einzelnen Schaltungen arbeiten so im Grunde nicht wesentlich anders als ein großer Die mit 48 Kernen.
Die Trennung hat allerdings den Vorteil, dass bei einem Fertigungsfehler nicht gleich ein größerer Teil des jeweiligen Wafers unbrauchbar wird. Stattdessen verliert man nur einen kleineren Bereich mit 24 Cores. Die funktionierenden Bauteile können dann beim Packaging zusammengefasst werden, wodurch die Ausbeute in der Produktion höher liegen wird.
Weitergehende Details zu den kommenden Xeons sind derweil noch nicht bekannt. So ist beispielsweise noch unklar, ob diese auch Hyperthreading unterstützen werden. Und auch hinsichtlich der Leistungsaufnahme hüllt sich Intel noch in Schweigen, was durchaus darauf hindeuten kann, dass man hier nicht gerade auf eine sparsame Arbeitsweise hoffen kann.
Auch AMD will im kommenden Jahr mit den Kernen weiter nach oben gehen. 64 Cores sind in den neuen Epyc-Prozessoren vorgesehen, die unter dem Codenamen Rome entwickelt wurden. Diese bringen allerdings nur 8 Speicher-Lanes mit, was sich als Flaschenhals auswirken kann.
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Die Trennung hat allerdings den Vorteil, dass bei einem Fertigungsfehler nicht gleich ein größerer Teil des jeweiligen Wafers unbrauchbar wird. Stattdessen verliert man nur einen kleineren Bereich mit 24 Cores. Die funktionierenden Bauteile können dann beim Packaging zusammengefasst werden, wodurch die Ausbeute in der Produktion höher liegen wird.
Planung für Dual-CPU-Systeme
Die neuen Prozessoren sind dabei für den Einsatz auf Server-Boards mit zwei Sockets ausgelegt. Durch die Kombination kommt man dann also auf Rechner mit 96 Kernen. Intel stellt hier dabei pro Chip 12 Speicher-Lanes zur Verfügung, was dann auf dem gesamten Board entsprechend 24 Kanäle zum Arbeitsspeicher ausmacht.Weitergehende Details zu den kommenden Xeons sind derweil noch nicht bekannt. So ist beispielsweise noch unklar, ob diese auch Hyperthreading unterstützen werden. Und auch hinsichtlich der Leistungsaufnahme hüllt sich Intel noch in Schweigen, was durchaus darauf hindeuten kann, dass man hier nicht gerade auf eine sparsame Arbeitsweise hoffen kann.
Auch AMD will im kommenden Jahr mit den Kernen weiter nach oben gehen. 64 Cores sind in den neuen Epyc-Prozessoren vorgesehen, die unter dem Codenamen Rome entwickelt wurden. Diese bringen allerdings nur 8 Speicher-Lanes mit, was sich als Flaschenhals auswirken kann.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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