Huawei Mate 20 Pro: Das Über-Handy mit 'Face ID' & 40-Megapixel-Cam
Der chinesische Hersteller Huawei hat heute wie erwartet seine neuen Flaggschiff-Smartphones der Mate 20-Serie vorgestellt. Neben einem absoluten High-End-Modell für den Mainstream-Markt und einem etwas günstigeren Modell hält nun zumindest in einigen Ländern erstmals ein direkter Konkurrent zum Samsungs Galaxy Note Einzug. Außerdem bietet Huawei wieder ein Luxus-Modell an.
Das wichtigste neue Gerät im Huawei Mate 20-Lineup ist das Huawei Mate 20 Pro, das mit einer überarbeiteten Kamera-Einheit daherkommt, die wieder mit einer Hauptkamera mit ganzen 40 Megapixeln ausgerüstet ist, nun aber auch ein Weitwinkelobjektiv mitbringt. Beim "normalen" Mate 20 geht es in Sachen Kamera etwas zivilisierter zu, doch dafür trumpft dieses Modell mit extrem schmalen Rändern auf, obwohl es ein LCD besitzt.
Das Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei Mate 20 Pro besitzt ein 6,39 Zoll großes OLED-Display, das an den Seiten leicht nach hinten gewölbt ist. Das Panel löst mit 3120 x 1440 Pixeln sehr hoch auf, wer jedoch Energie sparen will, kann die Auflösung auch reduzieren. Der Bildschirm ist im 19,5:9-Format gehalten und ist HDR-fähig. Dem aktuellen Trend entsprechend gibt es hier eine recht große Aussparung am oberen Rand, doch Huawei nutzt diese nun genauso wie Apple: man verbaut eine Art "Face ID", der Nutzer wird also mittels Laser-Scan identifiziert.
Zusätzlich enthält die Notch auch noch das Ohrstück und einen Ausschnitt für den oberen der beiden Lautsprecher. Huawei bringt zudem auch noch eine 24-Megapixel-Kamera mit recht großer Blende unter. Direkt unter der Oberfläche des Displays sitzt zudem ein Fingerabdruckleser, der als zweite Möglichkeit zur Identifizikation des Nutzers dient. Er "fotografiert" sozusagen durch das Display hindurch, was erst durch die Verwendung eines OLEDs möglich wird, schließlich kommt dieses ohne eine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung aus.
Hinzu gesellt sich auch noch eine ARM Mali-G72-GPU, so dass letztlich einer der stärksten aktuell in einem Android-basierten Smartphone erhältlichen SoCs entsteht. Huawei integriert in den Chip außerdem gleich zwei sogenannte Neural Processing Units, die Aufgaben aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz übernehmen. Unter anderem können diese NPUs pro Sekunde rund 4500 Bilder analysieren und ihren Inhalt erkennen. Dies nutzt Huawei unter anderem bei seinen Kameras.
Im Mate 20 Pro, das den Codenamen "Laya" trägt, stecken in Deutschland grundsätzlich sechs Gigabyte Arbeitsspeicher, dem Huawei 128 GB UFS-2.1-basierten Flash-Speicher zur Seite stellt. In anderen Ländern gibt es auch Varianten mit bis zu acht GB RAM und bis zu 512 GB internem Flash-Speicher.
Mal eben ein neues Speicherkartenformat
Die Erweiterung des Flash-Speichers erfolgt mittels einer neu entwickelten sogenannten "Nano Memory Card", die in den gleichen Steckplatz passt wie eine NanoSIM-Karte. Die neuen Speicherkarten unterstützen eMMC 4.5 und erreichen bis zu 90 Megabyte pro Sekunde beim Lesen. Huawei bietet direkt zur Markteinführung zunächst eine 128 GB fassende NM-Card für 49,99 Euro an, bevor später auch noch eine Version mit 256 GB erscheinen soll. In Deutschland wird das Huawei Mate 20 Pro im freien Handel grundsätzlich mit Dual-SIM-Unterstützung angeboten.
Mehr Kamera gibt es aktuell nicht
Über alle Kameras hinweg ergibt sich eine kleinbildäquivalente Brennweite von jeweils 16, 27 und 83 Millimetern, so dass Huawei hier theoretisch einen 5-fachen optischen Zoom bietet. Man muss allerdings bedenken, dass das P20 Pro ebenfalls eine ähnliche "Spannweite" bot, technisch gesehen aber nur einen physischen optischen 3x-Zoom hatte. Im Mate 20 Pro wird nun also vor allem etwas feiner gestaffelt. Der Ultra-Weitwinkelsensor ermöglicht zudem auch extreme Nahaufnahmen aus einem Mindestabstand von nur noch 2,5 Zentimetern.
Die Kamera des Mate 20 Pro bietet...
...Weitwinkel, Zoom und KI-Features
Die Kamera nutzt wie erwähnt auch wieder die KI-Funktionen der NPUs, so dass nun eine Bildverbesserung über mehrere Bildebenen hinweg für bis zu Objekte des Motivs möglich ist. Ein prädiktivier Autofokus soll außerdem helfen, auch in unvorteilhaften Situationen stets scharfe Bilder zu liefern. Die KI hilft nun auch nicht mehr nur bei der Bildstabilisierung für Fotos, sondern auch bei Full-HD- und 4K-Videoaufnahmen. Apropos Video: das Huawei Mate 20 Pro ist auch in der Lage, seine KI-Features im Videomodus zu nutzen und, wobei ein 21:9-Modus und Farbprofile und Filter umgesetzt werden sowie das Color-Grading in Echtzeit möglich ist.
Die Farbpalette des Huawei Mate 20 Pro für Deutschland
Das Telefon ist nach dem IP68-Standard zertifiziert und kann somit bis zu 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe in Süßwasser ohne weiteres überstehen. Dies ist möglich, obwohl Huawei sich bei den Lautsprechern eines interessanten Tricks bedient. So feuert nur der obere Lautsprecher in der "Notch" direkt in Richtung des Nutzers, während es am unteren Rand keinen sichtbaren Ausgang für den zweiten Lautsprecher gibt. Dieser hat stattdessen einen Outlet, der direkt im USB-C-Port integriert ist und darüber seine Töne nach außen bringt.
Das Gerät ist mit 8,6 Millimetern Bauhöhe und 186 Gramm nicht gerade sonderlich kompakt gebaut. Das Mate 20 Pro wird in Deutschland in den Farben Midnight Blue, Emerald Green, Twilight und Schwarz angeboten. In einigen Ländern gibt es außerdem eine Variante in "Pink Gold". Alles zusammen läuft mit Android 9.0 und der leicht überarbeiteten EMUI 9.0, die nun neben einer neuen Gestensteuerung auch stark vereinfachte Menüs und eine reduzierte Übersicht der zahllosen Einstellungen mitbringt.
Das Huawei Mate 20 Pro geht ab dem 5. November 2018 in den Handel und kostet dann in der für Deutschland geplanten Variante mit sechs Gigabyte RAM und 128 GB Flash-Speicher 999 Euro. Teil des Lieferumfangs sind dann neben dem 40-Watt-Netzteil auch ein Adapter für den Anschluss von 3,5mm-Kopfhörersteckern am USB-C-Port und ein transparentes Cover.
Das Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei Mate 20 Pro besitzt ein 6,39 Zoll großes OLED-Display, das an den Seiten leicht nach hinten gewölbt ist. Das Panel löst mit 3120 x 1440 Pixeln sehr hoch auf, wer jedoch Energie sparen will, kann die Auflösung auch reduzieren. Der Bildschirm ist im 19,5:9-Format gehalten und ist HDR-fähig. Dem aktuellen Trend entsprechend gibt es hier eine recht große Aussparung am oberen Rand, doch Huawei nutzt diese nun genauso wie Apple: man verbaut eine Art "Face ID", der Nutzer wird also mittels Laser-Scan identifiziert.
Gesichtserkennung per Laser-Scanner wie beim iPhone
Ein sogenannter Vertical Surface Emmitting Laser (VSEL) projiziert dabei eine Vielzahl von kleinen Infrarot-Laserpunkten auf das Gesicht des Nutzers, die wiederum von einer IR-fähigen Kamera erfasst und mittels "Time-of-Flight"-Technologie analysiert werden, um so ein 3D-Abbild der Gesichtsoberfläche zu erstellen. Die Daten gleicht man per Software mit einem in einer sicheren Enklave auf dem Smartphone gespeicherten Datensatz ab und soll dann (schneller als beim iPhone) den Zugriff freigeben.Zusätzlich enthält die Notch auch noch das Ohrstück und einen Ausschnitt für den oberen der beiden Lautsprecher. Huawei bringt zudem auch noch eine 24-Megapixel-Kamera mit recht großer Blende unter. Direkt unter der Oberfläche des Displays sitzt zudem ein Fingerabdruckleser, der als zweite Möglichkeit zur Identifizikation des Nutzers dient. Er "fotografiert" sozusagen durch das Display hindurch, was erst durch die Verwendung eines OLEDs möglich wird, schließlich kommt dieses ohne eine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung aus.
Erster 7-Nanometer-SoC in einem Android-Gerät
Im Innern des Huawei Mate 20 Pro steckt der zur IFA angekündigte Huawei Kirin 980 Octacore-SoC, welcher der erste 7-Nanometer-SoC in einem Android-Smartphone ist. Der Chip bringt vier ARM Cortex-A55-Kerne mit, die mit bis zu 1,8 Gigahertz arbeiten und verfügt zudem über zwei Cluster aus je zwei ARM Cortex-A76-Cores, die jeweils mit maximal 1,92 bzw. 2,6 Gigahertz arbeiten.Hinzu gesellt sich auch noch eine ARM Mali-G72-GPU, so dass letztlich einer der stärksten aktuell in einem Android-basierten Smartphone erhältlichen SoCs entsteht. Huawei integriert in den Chip außerdem gleich zwei sogenannte Neural Processing Units, die Aufgaben aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz übernehmen. Unter anderem können diese NPUs pro Sekunde rund 4500 Bilder analysieren und ihren Inhalt erkennen. Dies nutzt Huawei unter anderem bei seinen Kameras.
Im Mate 20 Pro, das den Codenamen "Laya" trägt, stecken in Deutschland grundsätzlich sechs Gigabyte Arbeitsspeicher, dem Huawei 128 GB UFS-2.1-basierten Flash-Speicher zur Seite stellt. In anderen Ländern gibt es auch Varianten mit bis zu acht GB RAM und bis zu 512 GB internem Flash-Speicher.
Mal eben ein neues Speicherkartenformat
Die Erweiterung des Flash-Speichers erfolgt mittels einer neu entwickelten sogenannten "Nano Memory Card", die in den gleichen Steckplatz passt wie eine NanoSIM-Karte. Die neuen Speicherkarten unterstützen eMMC 4.5 und erreichen bis zu 90 Megabyte pro Sekunde beim Lesen. Huawei bietet direkt zur Markteinführung zunächst eine 128 GB fassende NM-Card für 49,99 Euro an, bevor später auch noch eine Version mit 256 GB erscheinen soll. In Deutschland wird das Huawei Mate 20 Pro im freien Handel grundsätzlich mit Dual-SIM-Unterstützung angeboten.
Die 40-Megapixel-Kamera ist wieder da
Das Huawei Mate 20 Pro hat wie erwähnt wieder eine aufwendige Kamera-Einheit an Bord. Huawei installiert hier den gleichen 40-Megapixel-Hauptsensor, den man bereits aus dem Frühjahrs-Flaggschiff P20 Pro kennt, der mit einer F1.8-Blende aufwartet und einen optischen Bildstabilisator mitbringt. Statt eines Schwarz-Weiß-Sensors verbaut man nun aber ein Ultraweitwinkel-Objektiv, hinter dem ein 8-Megapixel-Kamerasensor mit F/2.4-Blende steckt. Hinzu kommt auch wieder ein 20-Megapixel-Sensor mit Teleoptik und F/2.2-Blende.
Mehr Kamera gibt es aktuell nicht
Über alle Kameras hinweg ergibt sich eine kleinbildäquivalente Brennweite von jeweils 16, 27 und 83 Millimetern, so dass Huawei hier theoretisch einen 5-fachen optischen Zoom bietet. Man muss allerdings bedenken, dass das P20 Pro ebenfalls eine ähnliche "Spannweite" bot, technisch gesehen aber nur einen physischen optischen 3x-Zoom hatte. Im Mate 20 Pro wird nun also vor allem etwas feiner gestaffelt. Der Ultra-Weitwinkelsensor ermöglicht zudem auch extreme Nahaufnahmen aus einem Mindestabstand von nur noch 2,5 Zentimetern.
Die Kamera des Mate 20 Pro bietet...
...Weitwinkel, Zoom und KI-Features
Die Kamera nutzt wie erwähnt auch wieder die KI-Funktionen der NPUs, so dass nun eine Bildverbesserung über mehrere Bildebenen hinweg für bis zu Objekte des Motivs möglich ist. Ein prädiktivier Autofokus soll außerdem helfen, auch in unvorteilhaften Situationen stets scharfe Bilder zu liefern. Die KI hilft nun auch nicht mehr nur bei der Bildstabilisierung für Fotos, sondern auch bei Full-HD- und 4K-Videoaufnahmen. Apropos Video: das Huawei Mate 20 Pro ist auch in der Lage, seine KI-Features im Videomodus zu nutzen und, wobei ein 21:9-Modus und Farbprofile und Filter umgesetzt werden sowie das Color-Grading in Echtzeit möglich ist.
Akku wächst weiter, lädt so schnell wie nie und auch drahtlos
Huawei verpasst dem Mate 20 Pro einen nun auf 4200mAh gewachsenen neuen Akku, der mittels eines beiliegenden 40-Watt-Netzteils besonders schnell geladen werden kann. Mit der SuperCharge 2.0 genannten Technik bringt man das Gerät innerhalb von 30 Minuten auf 70 Prozent seiner Akkukapazität, kann es aber bei Bedarf auch erstmals mit Wireless-Charging laden. Das Gerät unterstützt zudem Reverse-Charging nach dem Qi-Standard, kann also externe Geräte wie die Huawei Freebuds 2 seinerseits laden, vorausgesetzt, diese nutzen ebenfalls Qi Wireless Charging.
Die Farbpalette des Huawei Mate 20 Pro für Deutschland
Das Telefon ist nach dem IP68-Standard zertifiziert und kann somit bis zu 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe in Süßwasser ohne weiteres überstehen. Dies ist möglich, obwohl Huawei sich bei den Lautsprechern eines interessanten Tricks bedient. So feuert nur der obere Lautsprecher in der "Notch" direkt in Richtung des Nutzers, während es am unteren Rand keinen sichtbaren Ausgang für den zweiten Lautsprecher gibt. Dieser hat stattdessen einen Outlet, der direkt im USB-C-Port integriert ist und darüber seine Töne nach außen bringt.
Das Gerät ist mit 8,6 Millimetern Bauhöhe und 186 Gramm nicht gerade sonderlich kompakt gebaut. Das Mate 20 Pro wird in Deutschland in den Farben Midnight Blue, Emerald Green, Twilight und Schwarz angeboten. In einigen Ländern gibt es außerdem eine Variante in "Pink Gold". Alles zusammen läuft mit Android 9.0 und der leicht überarbeiteten EMUI 9.0, die nun neben einer neuen Gestensteuerung auch stark vereinfachte Menüs und eine reduzierte Übersicht der zahllosen Einstellungen mitbringt.
Das Huawei Mate 20 Pro geht ab dem 5. November 2018 in den Handel und kostet dann in der für Deutschland geplanten Variante mit sechs Gigabyte RAM und 128 GB Flash-Speicher 999 Euro. Teil des Lieferumfangs sind dann neben dem 40-Watt-Netzteil auch ein Adapter für den Anschluss von 3,5mm-Kopfhörersteckern am USB-C-Port und ein transparentes Cover.
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