Linux-Chef: Alle Android-Geräte außer Pixel über den Kernel angreifbar
Der Linux-Kernel wird als eines der wichtigsten Stücke Software überhaupt durchaus immer sicherer. Allerdings bringen alle Bemühungen der Entwickler letztlich nur etwas, wenn die Verbesserungen auch zu den Nutzern durchgereicht werden - was vor allem im Falle der Smartphone-Hersteller kaum einmal der Fall ist.
Das erklärte Greg Kroah-Hartman, der für die Zeit der Abwesenheit von Linus Torvalds die Pflege des Linux-Kernels leitet, in einem Interview. Aus diesem geht hervor, dass man sich im Kernel-Team der Verantwortung durchaus bewusst sei - immerhin treibe Linux mit Abstand die meisten Geräte weltweit an - von Servern bis hin zu kleinen Embedded-Systemen. Und vor allem auf den zahlreichen Smartphones, die sehr sensible Daten über ihre Nutzer enthalten, sei eine maximale Sicherheit entscheidend.
Genau hier liegt aber das große Problem: Es gibt im Grunde kaum Android-Mobiltelefone, auf denen ein aktueller Linux-Kernel zum Einsatz kommt. Kroah-Hartman berichtete davon, dass er quasi alle aktuellen Topmodelle gekauft habe. Lediglich bei Googles hauseigenem Pixel sei letztlich ein aktuelles System zu finden gewesen. Keiner der anderen Hersteller habe hingegen den Kernel auf einen aktuellen Stand gebracht.
Eine äußerst positive Entwicklung gebe es hingegen im Enterprise-Sektor zu beobachten. Hier ist man schon deutlich weiter. Die großen Distributoren wie Red Hat oder Suse sind sehr bemüht, den Kernel stets aktuell zu halten. Und die Architektur moderner Server-Systeme mit all ihren Virtualisierungen und Containern machen es zunehmend einfacher, Patches einzuspielen und Rechner neu zu starten, ohne dass die auf ihnen betriebenen Dienste eine Auszeit hätten.
Siehe auch: Linux setzt sich jetzt auch auf Microsofts eigener Cloud-Plattform durch
Genau hier liegt aber das große Problem: Es gibt im Grunde kaum Android-Mobiltelefone, auf denen ein aktueller Linux-Kernel zum Einsatz kommt. Kroah-Hartman berichtete davon, dass er quasi alle aktuellen Topmodelle gekauft habe. Lediglich bei Googles hauseigenem Pixel sei letztlich ein aktuelles System zu finden gewesen. Keiner der anderen Hersteller habe hingegen den Kernel auf einen aktuellen Stand gebracht.
Server werden besser
Das bedeutet letztlich, dass die Nutzer hier nicht auf dem bestmöglichen Stand sind und die Härtungsmaßnahmen nicht oder viel zu spät bei ihnen ankommen. Alle Android-Smartphones außer dem Pixel seien im Grunde über den Kernel angreifbar - immerhin sind alle Änderungen in der Open Source-Software gut nachvollziehbar und Angreifer müssten nur nachsehen, an welchen Stellen die Kernel-Entwickler Schwachstellen gestopft haben.Eine äußerst positive Entwicklung gebe es hingegen im Enterprise-Sektor zu beobachten. Hier ist man schon deutlich weiter. Die großen Distributoren wie Red Hat oder Suse sind sehr bemüht, den Kernel stets aktuell zu halten. Und die Architektur moderner Server-Systeme mit all ihren Virtualisierungen und Containern machen es zunehmend einfacher, Patches einzuspielen und Rechner neu zu starten, ohne dass die auf ihnen betriebenen Dienste eine Auszeit hätten.
Siehe auch: Linux setzt sich jetzt auch auf Microsofts eigener Cloud-Plattform durch
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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