Projekt Dragonfly: Details zu Googles zensierter China-Suchmaschine
Der Suchmaschinen-Konzern Google musste sich bereits vor acht Jahren aus dem chinesischen Markt zurückziehen. Das Unternehmen weigerte sich, die Zensur-Auflagen der Regierung zu erfüllen. Nun soll Google allerdings doch an einer "Dragonfly" genannten Such-App arbeiten.
Die Anwendung wird für das mobile Betriebssystem Android entwickelt und enthält viele Zensur- sowie Überwachungs-Mechanismen. Es sollen zum Beispiel unterschiedliche Begriffe, darunter die Wörter "Menschenrechte", "Nobelpreis" sowie "Studentenproteste", gefiltert werden. Zudem werden Daten zum Wetter und Informationen zur Luftverschmutzung in den Städten ausschließlich durch staatliche Quellen aus China zur Verfügung gestellt.
Infografik: 20 Jahre Google
Bislang hat Google selbst noch keinen offiziellen Kommentar zu Projekt Dragonfly veröffentlicht. Das Unternehmen hatte nur bekanntgegeben, ein Suchprodukt für den chinesischen Markt erforschen zu wollen. Dass eine vollständige Suchmaschine in absehbarer Zeit an das chinesische Netz angeschlossen wird, sei derzeit hingegen nicht geplant.
Dennoch sorgte das Vorhaben innerhalb des Unternehmens für Aufregung. Mitte des vergangenen Monats haben schon mehr als 1000 Google-Mitarbeiter einen Brief an das Management unterzeichnet und die Pläne scharf kritisiert. In dem Schreiben heißt es, eine zensierte Suche in China würde "dringende moralische und ethische Fragen" aufwerfen.
Behörden können auf die Daten zugreifen
Darüber hinaus verknüpft Dragonfly jede einzelne Suchanfrage mit der Telefonnummer des Nutzers. Laut The Intercept kann hiermit ohne Probleme nachverfolgt werden, welche Personen sich Informationen zu einem bestimmten Thema eingeholt haben. Obwohl die Daten zunächst nur von Google gesammelt werden, müssen diese auf Verlangen der Sicherheitsbehörden herausgegeben werden.Bislang hat Google selbst noch keinen offiziellen Kommentar zu Projekt Dragonfly veröffentlicht. Das Unternehmen hatte nur bekanntgegeben, ein Suchprodukt für den chinesischen Markt erforschen zu wollen. Dass eine vollständige Suchmaschine in absehbarer Zeit an das chinesische Netz angeschlossen wird, sei derzeit hingegen nicht geplant.
Dennoch sorgte das Vorhaben innerhalb des Unternehmens für Aufregung. Mitte des vergangenen Monats haben schon mehr als 1000 Google-Mitarbeiter einen Brief an das Management unterzeichnet und die Pläne scharf kritisiert. In dem Schreiben heißt es, eine zensierte Suche in China würde "dringende moralische und ethische Fragen" aufwerfen.
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