Bundesnetzagentur geht gegen Betrug mit Pop-up-Fehlermeldungen vor

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Die Bundesnetzagentur geht jetzt gegen den Betrug mit falschen, irreführenden Pop-up-Fehlermeldungen vor. Betrüger versuchen damit unsichere Nutzer unter der Vortäuschung eines Computer-Problems zu einem Anruf zu bewegen, um sich dann Zugriff auf den PC zu erschleichen.
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Angeblich Microsoft

Die Masche ist nicht neu, wird aber immer stärker ausgebaut: Betrüger geben sich am Telefon als Support-Mitarbeiter großer Unternehmen wie Microsoft aus und verschaffen sich dann über angebliche Wartungs-Angebote einen Zugriff auf den PC der Betroffenen. Während solche Maschen früher häufig so funktionierten, dass die Betrüger über Telefonlisten ihre Opfer kontaktierten, läuft es jetzt andersherum.

Die Betroffenen werden über gefälschte Fehlermeldungen, die die Gauner über Webseiten als Pop-up verbreiten, dazu ermutigt, eine angebliche Supportnummer mit 0800er-Vorwahl anzurufen, um sich Hilfe zu holen. Die 0800er Rufnummer dient in diesem Falle dazu, dass eine gewisse Seriösität vermittelt wird.

Vorsicht - Schadsoftware und Datendiebstahl droht

Wählt jemand diese 0800er Rufnummern, kommt er bei den Betrügern an, die ihre Opfer dann dazu bringen Fernwartungstools zu aktivieren und sich dann Zugriff auf das System verschaffen. Laut der Bundesnetzagentur geht das oft gleich einher mit der Installation von Schadsoftware, wie Trojanern und dem Ausspionieren von sensiblen Daten.

Um diese Trickfalle zu verhindern, hat die Bundesnetzagentur nun heute die Abschaltung von vier 0800er Rufnummern angeordnet, die für den Pop-up-Fehler-Betrug genutzt wurden. Damit ist die Gefahr nicht gebannt, dass man auf einen solchen Betrug hereinfällt, aber der Kontakt wird bei den bekannten Scam-Nummern erst einmal unterbunden.

Schutz der Verbraucher

"Verbraucher sollten es schlicht ignorieren, wenn sie in Pop-up-Fenstern aufgefordert werden, angezeigte Nummern anzurufen", mahnt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Zum Schutz der Verbraucher haben wir die Abschaltung der verwendeten Rufnummern angeordnet."

Offizielle Fehlermeldungen oder Warnhinweise der Microsoft Corporation enthalten niemals Rufnummern, so die Bundesnetzagentur weiter. Die Bundesnetzagentur warnt davor, auf entsprechende Pop-ups mit einem Anruf zu reagieren.


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