Deutsche Forscher ermöglichen Netz via Satellit mit mehreren Terabit/s

Satellit, Planet, Orbit Bildquelle: Eric Hackathorn / Flickr
Eine neue Technologie zur Datenübertragung mit Lasern könnte die Satelliten zu einem wesentlich besseren Bestandteil von Internet-Backbones machen als es bisher der Fall ist. Hier soll es nun möglich sein, mehrere Terabit pro Sekunde zu übertragen, womit sich über einen Uplink auch größere Regionen versorgen lassen. Verantwortlich hierfür ist eine Plattform für die optische Datenübertragung, die vom süddeutschen Unternehmen Adva in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde. Über eine Sichtverbindung mit einer Entfernung von knapp über zehn Kilometern erreichte man hier Datenraten von 13,16 Terabit pro Sekunde im Maximum. Die Distanz lässt sich grob auch auf einen Satelliten-Uplink übertragen.

Die FSP 3000 CloudConnect-Plattform, mit der die Datenverbindung realisiert wurde, konzentriert sich dabei nicht nur auf die reine Modulation der Datenströme auf den Lichtfrequenzen. Sie nutzt auch Verfahren, mit denen sich atmosphärische Störungen ausgleichen lassen. Die Demonstration der Verbindung erfolgte von einer Bodenstation in Weilheim aus, die mit einem simulierten Satelliten auf dem zehn Kilometer entfernten Hohenpeißenberg kommunizierte.

Satellit mehr als nur Notfall-Lösung

Backbones werden derzeit hauptsächlich über Glasfaserkabel realisiert, in denen ähnliche Bandbreiten zustandekommen. Wenn aber bisher kein Kabel gelegt werden konnte, zum Beispiel um eine abgelegene Region zu erreichen, griff man eher notgedrungen auf Satelliten-Verbindungen zurück, die aber stets ein Nadelöhr darstellten. Die Stellung der Kommunikation über den Orbit könnte mit der nun vorgeführten Technik einen ganz anderen Stellenwert bekommen.

Möglich wird ein solcher Fortschritt letztlich auch durch die Technologien zum Ausgleich von atmosphärischen Störungen. Hier müssen die Systeme insbesondere das Flimmern herausfiltern, das bewegte Luftschichten erzeugen. Die Methoden hierfür haben in den vergangenen Jahren schon in der Astronomie solch große Fortschritte gemacht, dass heute mit erdgebundenen Teleskopen ebenso klare und störungsfreie Aufnahmen angefertigt werden können wie man es in den 1990er Jahren nur mit einem Weltraum-Teleskop wie Hubble hinbekam. Satellit, Planet, Orbit Satellit, Planet, Orbit Eric Hackathorn / Flickr
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