EU-Rat will G5-Netzausbau bis 2025, fünf Jahre später als geplant
Anders als von EU-Kommissar Günther Oettinger mehrfach angedeutet, wird es ein gut ausgebautes 5G-Netz in Europa wohl deutlich später als 2020 geben. Der Rat der für Telekommunikation zuständigen Minister der EU-Mitgliedsstaaten hat sich darauf in einem Fahrplan bis 2025 für die Entwicklung von 5G-Netzwerken geeinigt.
Der Aktionsplan sieht laut Aussagen der estnischen Ministerin Urve Palo vor, bis zum Jahr 2025 ein gut ausgebautes 5G-Netz in allen großen Städten und entlang von Hauptverkehrsstraßen in allen EU-Ländern aufzubauen. "Sowohl unsere Bürger als auch deren Geräte brauchen zuverlässiges und schnelles Internet, um die immer größer werdenden Datenmengen zu bewältigen", so die Sozialdemokratin weiter.
Die neuen EU-Pläne setzen damit auf den gleichen Zeitplan, den bereits der deutsche Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) im Sommer in einem Strategiepapier mit dem Namen "Fünf Schritte zu 5G" skizziert hatte. Demnach sollen voraussichtlich im Jahr 2020 die ersten kommerziell genutzten 5G-Netze in Betrieb gehen und erst fünf Jahre später eine landesweit nutzbare Infrastruktur. Dabei geht es wie in den EU-Planen aber um keine flächendeckende Versorgung sondern um die 20 größten städtischen Ballungszentren und 5G-Verfügbarkeit entlang der Autobahnen.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Deutschland bremst beim Netzausbau
Was in den Worten von Urve Palo ganz gut klingt, bedeutet in Wahrheit eine deutliche Verzögerung. Denn ursprünglich war auf Brüsseler Ebene, unter anderem durch EU-Kommissar Guenther Oettinger, das Jahr 2020 anvisiert worden. Der besonders in Kernländern wie Deutschland nur schleppend fortschreitende Netzausbau hat die EU-Minister aber wohl eines Besseren belehrt.Die neuen EU-Pläne setzen damit auf den gleichen Zeitplan, den bereits der deutsche Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) im Sommer in einem Strategiepapier mit dem Namen "Fünf Schritte zu 5G" skizziert hatte. Demnach sollen voraussichtlich im Jahr 2020 die ersten kommerziell genutzten 5G-Netze in Betrieb gehen und erst fünf Jahre später eine landesweit nutzbare Infrastruktur. Dabei geht es wie in den EU-Planen aber um keine flächendeckende Versorgung sondern um die 20 größten städtischen Ballungszentren und 5G-Verfügbarkeit entlang der Autobahnen.
Privatanbieter wittern Chance
Unter anderem scheint in Deutschland die Telekom auf der Bremse zu stehen. Während diese in den USA bereits 2020 mit einem landesweiten 5G-Netz an den Start gehen will, lässt man sich in Deutschland deutlich mehr Zeit. In Berlin wurden immerhin mittlerweile die ersten 5G-Sendemasten in Betrieb genommen, wenn auch nur zu Testzwecken. Private Netzbetreiber wittern beim verzögerten Netzausbau mittlerweile ihre Chance. Einige Mitglieder des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) haben sich mittlerweile zusammengeschlossen, um selbst private 5G-Netze aufzubauen.Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Thema:
Videos zum Thema
- Teilen direkt von der Kamera: Kommen bald DSLMs mit 5G-Modul?
- Günstiges OLED-Smartphone: Das Poco M7 Pro 5G enttäuscht im Test
- Samsung Galaxy A36 5G: Günstiges, vielseitiges Smartphone im Test
- Samsung Galaxy A33 5G: Das Mittelklasse-Handy überzeugt im Test
- Motorola Moto G82 5G: Solides Android-Smartphone der Mittelklasse
Weiterführende Links
Beiträge aus dem Forum
Neue Nachrichten
- Kernfusion: Start-up Xcimer aktiviert derzeit größten privaten Laser
- "Zerschneiden" eines Photons erzeugt unendlich viele neue Lichtteilchen
- Windows 11 bekommt einen Button zum Entfernen aller KI-Modelle
- Meta macht (ein bisschen) Rückzieher bei Mitarbeiter-Totalüberwachung
- Update für Google Home: Gemini-KI startet nun auch in Deutschland
- Vernichtende Kritik: MMO-Hoffnung Camelot Unchained ein totaler Flop
- Komplett zerstörte Startrampe: Blue Origin hat aggressiven Aufbauplan
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen