Finnische Regierung wirft Microsoft "gebrochene Versprechen" vor
Microsoft hat diese Woche in Sachen Smartphones einen De-facto-Abschied aus dem Consumer-Geschäft bekannt gegeben. Das hat auch die Entlassung von 1850 Mitarbeitern zur Folge, die meisten vor ihnen sitzen in Finnland. Die Regierung des Landes ist darüber natürlich alles andere als glücklich und wirft Microsoft vor, dass das US-Unternehmen seine Versprechen gebrochen habe.
Die diese Woche angekündigten Entlassungen betreffen in erster Linie die finnischen Mitarbeiter, 1350 ehemalige Nokia-Angestellte müssen sich neue Jobs suchen. Geschlossen wird der Standort in Tampere, da die dortige Entwicklungsabteilung aufgegeben wird. In Finnland arbeiten damit nur noch 270 ehemalige Nokia-Mitarbeiter am Vertriebs- und Marketing-Standort in Espoo.
Für die finnische Regierung, die aktuell auch so in einer wirtschaftlichen Krise steckt, ist das natürlich so etwas wie ein Super-GAU. Entsprechend sauer ist man auf Microsoft, wie die New York Times berichtet. Der Finanzminister des Landes, Alexander Stubb, sagte, dass er "enttäuscht" sei, da Microsoft ursprünglich andere Versprechen abgegeben habe.
Die Redmonder hätten zudem seinerzeit ein Datenzentrum in Finnland in Aussicht gestellt, auch dieses sei nicht wie versprochen gebaut worden, so Stubb. Sein Kollege Jari Lindstrom, Arbeitsminister Finnlands, sagte, dass man "ernsthafte Gespräche" mit Microsoft führen müsse, wie man den Entlassenen helfen kann. "Das Unternehmen muss eine so große Verantwortung wie nur möglich dafür tragen, dass es eine so große Anzahl an Menschen entlassen hat", so Lindstrom.
Die NYT verweist außerdem auf einen Kommentar einer großen finnischen Wirtschaftszeitung, in der Nokia für den Microsoft-Deal über allen Klee gelobt wird: Der Verkauf der Smartphone-Sparte sei einer der besten in der finnischen Wirtschaftsgeschichte gewesen, so Kauppalehti-Chefredakteur Arno Ahosniemi.
Siehe auch: Senf dazu: Nokia - Der finnische Patient und das lange Lumia-Koma
Für die finnische Regierung, die aktuell auch so in einer wirtschaftlichen Krise steckt, ist das natürlich so etwas wie ein Super-GAU. Entsprechend sauer ist man auf Microsoft, wie die New York Times berichtet. Der Finanzminister des Landes, Alexander Stubb, sagte, dass er "enttäuscht" sei, da Microsoft ursprünglich andere Versprechen abgegeben habe.
Die Redmonder hätten zudem seinerzeit ein Datenzentrum in Finnland in Aussicht gestellt, auch dieses sei nicht wie versprochen gebaut worden, so Stubb. Sein Kollege Jari Lindstrom, Arbeitsminister Finnlands, sagte, dass man "ernsthafte Gespräche" mit Microsoft führen müsse, wie man den Entlassenen helfen kann. "Das Unternehmen muss eine so große Verantwortung wie nur möglich dafür tragen, dass es eine so große Anzahl an Menschen entlassen hat", so Lindstrom.
Die NYT verweist außerdem auf einen Kommentar einer großen finnischen Wirtschaftszeitung, in der Nokia für den Microsoft-Deal über allen Klee gelobt wird: Der Verkauf der Smartphone-Sparte sei einer der besten in der finnischen Wirtschaftsgeschichte gewesen, so Kauppalehti-Chefredakteur Arno Ahosniemi.
Schwarzer Peter?
Aus dem allen kann man zwischen den Zeilen (der NYT) herauslesen, dass Nokia den faulen Apfel erfolgreich an Microsoft weiterreichen konnte. Denn der Abstieg der Mobilfunk-Sparte von Nokia (samt Entlassungen) wäre ohne Microsoft wohl auch so erfolgt, die wirtschaftlichen Turbulenzen haben bekanntlich viel früher begonnen.Siehe auch: Senf dazu: Nokia - Der finnische Patient und das lange Lumia-Koma
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