Senf dazu: Nokia - Der finnische Patient und das lange Lumia-Koma

Microsoft, Nokia, Microsoft Corporation, Ceo, Steve Ballmer, Ballmer, Stephen Elop, Elop, Nokia CEO Bildquelle: Microsoft
Microsoft führt in Sachen Smartphones seit Jahren ein Rückzugsgefecht, dieses hat CEO Satya Nadella bestimmt schon so manche schlaflose Nacht bereitet. Denn er hat dieses Riesenproblem von seinem Vorgänger Steve Ballmer geerbt, bisher hat sich aber Nadella noch nicht getraut zu sagen: "Scheiss drauf", stattdessen werden die Lumia-Sparte und Windows 10 Mobile durch sprichwörtliche tausend Nadelstiche getötet.

Nur um es gleich am Anfang klarzustellen: in den folgenden Zeilen geht es nicht darum, Windows Phones und Windows 10 Mobile als minderwertig zu bezeichnen oder ähnliches. Lumias sind zumeist hervorragende Geräte, auch das Betriebssystem hat zu Recht viele Fans und wird sicherlich unter Wert geschlagen.

Die Mühe wert?

Aber Microsoft muss sich ernsthaft die Frage stellen, wie lange man sich das noch antun will. Denn die Marktanteile sind am Boden, kaum jemand kauft heutzutage noch ein Windows-basiertes Smartphone. Microsoft hat die Strategie in den vergangenen Jahren gleich mehrfach geändert. Mal hat man zunächst versucht, auf Augenhöhe mit Android und iOS zu agieren, mal wollte man in aufstrebenden Märkten punkten, mal als spezialisierte Kamera-Phones etc. pp. Und was hat funktioniert? Genau eines: nichts. Wie Nokia für Microsoft zum Milliardengrab wurde Jedes Mal, wenn man sich an einer neuen Strategie versucht und diese scheitert, wird umstrukturiert und entlassen. Heute folgte der nächste Schritt, Terry Myerson gab bekannt, dass 1850 Mitarbeiter gehen müssen. Das klingt nach nicht einmal besonders viel, was aber daran liegt, dass man in der übernommenen und zugegebenermaßen völlig aufgeblasenen Mobilsparte von Nokia schon zuvor mehrfach Entlassungen durchgeführt hat, man kann sogar von Kahlschlag sprechen. Kurzum: Es ist schon jetzt kaum noch jemand da.

Myerson spricht vom "begrenzten Erfolg" Windows-basierter Smartphones. Wenn man im Wörterbuch "Manager-Bullshit - Deutsch" nachschlägt, dann kann man dort Begriffe wie Scheitern, Katastrophe, Flop und "Wir haben versagt" finden.


Kann es Continuum richten?

Doch von Aufgeben will man dennoch nicht sprechen. Aktuelle Idee: Continuum soll es richten. Das ist vielleicht sogar eine gute Idee, die auch ihre (Business-)Nutzer finden wird. Mehr als eine Nische ist das Smartphone als Desktop-Ersatz aber auch nicht. Irgendwann wird Microsoft auch ein passendes Surface Phone veröffentlichen, ein besonders leistungsstarkes und sicheres Gerät, das sich per Wireless-Technologien nutzen und auf externe Bildschirme "casten" lässt.

Ob der 08/15-Geschäftskunde und technisch unterdurchschnittlich begabte und interessierte Business-Nutzer tatsächlich auf Laptop oder vielleicht noch ein Surface Pro-ähnliches Gerät verzichten wird, ist zu bezweifeln.

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Apps: Immer weniger attraktiv

Vor allem auch, weil ein Surface Phone im Sinne von BYOD ("Bring your own device") oder auch der Privatnutzung des Geschäftsgeräts künftig immer weniger Anreize bieten wird. Denn schon jetzt gibt es zu wenige Apps und das wird sich auch nicht bessern.

Grund: Mit den sinkenden Verkaufszahlen sinkt bei Dritten auch der Anreiz mobile Anwendungen zu entwickeln (und da hilft das große Windows 10 auch nur bedingt). So werden letztlich Geschäftskunden die Anwendungen ihrer Firma auf dem Smartphone haben, aber auch nicht viel mehr.

Keine einfachen Antworten

Ist Microsoft schuld am Niedergang von Nokia? Hätte man etwas anders machen können? Das sind einfache Fragen, auf die es aber keine einfachen Antworten gibt. Ja, es ist verlockend, Steve Ballmer die Schuld zu geben, "typisch Microsoft" zu sagen oder ähnliches. Aber die Sache ist eben kompliziert und hängt auch mit dem wirtschaftlichen Komplettversagen von Nokia zusammen und dass Microsoft blöd genug war, sich in Hoffnung auf eine bessere Zukunft per Finanzspritzen an Nokia zu ketten.

Microsoft wird nie ganz aus dem Smartphone-Geschäft aussteigen und sich wohl eine Mini-Sparte mit einigen wenigen hundert Mitarbeitern leisten. Das wird aber auch nichts anderes sein als ein Luxus, den man sich als Konzern gönnt, also so etwas wie Microsoft Research.

In ihrer bisherigen Form ist die Lumia- und Smartphone-Sparte aber tot, so Leid uns die Fans des Betriebssystems und insbesondere die vielen entlassen Mitarbeiter tun. Im Nachhinein ist man aber immer klüger, weshalb wir uns an dieser Stelle auch mit Klugscheißerei zurückhalten. Aber man muss sich wohl noch länger fragen, ob das heute ein Ende mit Schrecken war oder ob der Schrecken immer noch kein Ende findet.

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