Überwachungsskandal verunsichert viele Nutzer
Das Sicherheitsgefühl der deutschen Nutzer im Internet hat sich durch den aktuellen Überwachungsskandal grundsätzlich verschlechtert. Das ergab eine repräsentative Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI).
Danach gaben 39 Prozent der Befragten an, sie fühlten sich bei ihren Internet-Aktivitäten unsicherer als zuvor. "Diese signifikante Verschlechterung dürfen wir nicht ignorieren. Es könnte eine allgemeine Vertrauenskrise im Umgang mit dem Internet drohen. Und eine solche Krise dürfte auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Konjunktur haben", warnte DIVSI-Direktor Matthias Kammer.
Immerhin 68 Prozent der Befragten war das PRISM-Programm des US-Geheimdienstes NSA bei der Umfrage bekannt. Nur 32 Prozent gaben an, davon noch nichts gehört zu haben. Im Hinblick auf das grundsätzlich verschlechterte Sicherheitsgefühl gilt auch, dass die Menschen sich umso stärker verunsichert fühlen, je mehr Details sie über die Affäre kennen. Bereits jetzt schon hat fast jeder Fünfte (18 Prozent) sein Verhalten bei der Nutzung des Internets geändert.
Vor allem im Umgang mit Online-Diensten wollen diese User sich vorsichtiger verhalten. Vier von zehn schränken sogar bereits ihren Umgang mit sozialen Netzwerken ein. Und sie wollen künftig versuchen, lieber auf deutsche oder europäische Internet-Plattformen zuzugreifen. Die Entwicklung geht zu Lasten von Angeboten, die in den USA zuhause sind. 38 Prozent der genannten Gruppe wollen diese künftig weniger besuchen.
"Die deutsche Bevölkerung gilt im internationalen Vergleich als besonders sensibel, wenn es um ihre persönlichen Daten geht. Die Ergebnisse unserer Befragung bestätigen dies nicht nur, sondern zeigen, dass die aktuellen Abhörskandale die Sensibilität sogar noch verstärken und mittelfristig Verhaltensänderungen in der Internetnutzung erwarten lassen", sagte Silke Borgstedt, die bei dem Unternehmen für Sozialstudien zuständig ist.
83 Prozent der Befragten gaben an, staatlichen Sicherheitsorganen nur dann Maßnahmen zur Internet-Überwachung erlauben zu wollen, wenn diese einer richterlichen Kontrolle unterliegen. Jeder zweite meint dabei, dass deutsche Sicherheitsorgane grundsätzlich durchaus Zugriff auf private Daten haben dürfen. Ein klares Nein zeigt sich dagegen zum Datenzugriff aus dem Ausland. 84 Prozent der Befragten sind strikt dagegen, dies fremden Sicherheitsbehörden zu gestatten.
Immerhin 68 Prozent der Befragten war das PRISM-Programm des US-Geheimdienstes NSA bei der Umfrage bekannt. Nur 32 Prozent gaben an, davon noch nichts gehört zu haben. Im Hinblick auf das grundsätzlich verschlechterte Sicherheitsgefühl gilt auch, dass die Menschen sich umso stärker verunsichert fühlen, je mehr Details sie über die Affäre kennen. Bereits jetzt schon hat fast jeder Fünfte (18 Prozent) sein Verhalten bei der Nutzung des Internets geändert.
Vor allem im Umgang mit Online-Diensten wollen diese User sich vorsichtiger verhalten. Vier von zehn schränken sogar bereits ihren Umgang mit sozialen Netzwerken ein. Und sie wollen künftig versuchen, lieber auf deutsche oder europäische Internet-Plattformen zuzugreifen. Die Entwicklung geht zu Lasten von Angeboten, die in den USA zuhause sind. 38 Prozent der genannten Gruppe wollen diese künftig weniger besuchen.
"Die deutsche Bevölkerung gilt im internationalen Vergleich als besonders sensibel, wenn es um ihre persönlichen Daten geht. Die Ergebnisse unserer Befragung bestätigen dies nicht nur, sondern zeigen, dass die aktuellen Abhörskandale die Sensibilität sogar noch verstärken und mittelfristig Verhaltensänderungen in der Internetnutzung erwarten lassen", sagte Silke Borgstedt, die bei dem Unternehmen für Sozialstudien zuständig ist.
83 Prozent der Befragten gaben an, staatlichen Sicherheitsorganen nur dann Maßnahmen zur Internet-Überwachung erlauben zu wollen, wenn diese einer richterlichen Kontrolle unterliegen. Jeder zweite meint dabei, dass deutsche Sicherheitsorgane grundsätzlich durchaus Zugriff auf private Daten haben dürfen. Ein klares Nein zeigt sich dagegen zum Datenzugriff aus dem Ausland. 84 Prozent der Befragten sind strikt dagegen, dies fremden Sicherheitsbehörden zu gestatten.
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