PRISM: 500 Mio. deutsche Verbindungen ausgespäht

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Bisher war Deutschland "nur" ein Nebenschauplatz in der von Edward Snowden enthüllten und als PRISM bekannt gewordenen Schnüffelaffäre des US-Geheimdienstes NSA. Neue Informationen zeigen nun, dass die Überwachung auch bei uns massiv war. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, habe man bisher unbekannte Geheimdokumente der National Security Agency (NSA) einsehen können. Darin ist zu lesen, dass der US-Militärgeheimdienst "systematisch" auch Deutschland überwacht hat und einen "Großteil" der Telefon- und Internetverbindungsdaten aufgezeichnet hat.

Demnach habe die NSA monatlich rund 500 Millionen Kommunikationsverbindungen überwacht. Der Nachrichtendienst hatte es vor allem auf die Metadaten von E-Mails, Kurznachrichten und Chats abgesehen. Laut einer internen Statistik, die der Spiegel einsehen konnte, habe die NSA an einem durchschnittlichen Tag rund 20 Millionen Telefonverbindungen und zehn Millionen Datensätze aus dem Internet ausspioniert. An einzelnen Tagen wie dem 7. Januar 2013 sollen es sogar bis zu 60 Millionen telefonischer Überwachungen gewesen sein.

Innerhalb der EU ist Deutschland damit "Spitzenreiter", kein anderes Land der Europäischen Union wird derart streng überwacht wie die Bundesrepublik. Zum Vergleich: In Frankreich wurden an einem normalen Tag von der NSA zwei Millionen Telefonverbindungen überwacht.

Die Empörung ist entsprechend groß, EU-Politiker schäumen regelrecht vor Wut über die massive NSA-Spionage. Zuvor war unter anderem bekannt geworden, dass die NSA auch Büros und Botschaften der EU verwanzt hat. Daraufhin attackierten zahlreiche ranghohe EU-Vertreter wie EU-Kommissarin Viviane Reding die US-Regierung und drohten mit einem Verhandlungsstopp hinsichtlich der geplanten Freihandelszone zwischen der EU und den USA.

In der deutschen Regierung ist die Empörung noch nicht ganz angekommen, Union und FDP agieren bisher zurückhaltend und äußern, wenn überhaupt, nur vorsichtige Kritik. James Clapper, Chef des US-Geheimdienstes, hat mittlerweile ausrichten lassen, dass man den Abhörskandal aufklären werde, die US-Regierung werde der EU "angemessen" über die diplomatischen Kanäle antworten. Außerdem soll es auch bilaterale Gespräche geben, eine öffentliche Stellungnahme werde es hingegen nicht geben, heißt es. Nsa, Nutzerdaten, Prism Nsa, Nutzerdaten, Prism The Guardian
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren98
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 09:59Acer Aspire Switch 10 FHD (SW5-012) 25,6 cm (10,1 Zoll) Convertible NotebookAcer Aspire Switch 10 FHD (SW5-012) 25,6 cm (10,1 Zoll) Convertible Notebook
Original Amazon-Preis
349
Blitzangebot-Preis
299
Ersparnis 14% oder 50
Im WinFuture Preisvergleich

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden