Ballmer verliert offenbar die Gunst der Mitarbeiter
Der Software-Konzern Microsoft scheint nicht nur Probleme damit zu haben, in neuen Märkten erfolgreich zu sein. Auch in der Belegschaft wächst offenbar der Unmut gegen die aktuelle Unternehmensführung. Insbesondere Steve Ballmer wird für viele Probleme verantwortlich gemacht.
Dies erschließt sich zumindest aus den Kommentaren, die in den letzten Tagen im Blog 'Mini Microsoft' unter einem Beitrag zur jährlichen Mitarbeiter-Versammlung aufliefen. Nachdem bereits verschiedene Anleger unzufrieden mit dem seit zehn Jahren amtierenden Microsoft-Chef wurden, würde es den Abgang letztlich wohl nur beschleunigen, wenn ihm nun auch noch die Unterstützung durch die Belegschaft entzogen wird - denn mit nicht motivierten Angestellten dürfte es kaum gelingen, den Konzern nach vorn zu bringen.
20.000 Mitarbeiter hatte Microsoft zu der jährlichen Veranstaltung versammelt, die vor allem durch Steve Ballmers "Monkey Dance" bekannt wurde. Vor einigen Jahren rief der Microsoft-Chef der versammelten Belegschaft noch zu: "Ich liebe dieses Unternehmen!" Und die Anwesenden applaudierten leidenschaftlich.
Nach den Berichten in den Blog-Kommentaren zeichnet sich inzwischen wohl ein gänzlich anderes Bild. Ganze Gruppen von Mitarbeitern hätten bei Ballmers Auftritt die Veranstaltung verlassen. "In den alten Tagen, wenn Bill Gates gesprochen hat, hörte JEDER zu", hieß es unter anderem. Ballmer hingegen habe auf viele leere Stühle blicken müssen.
Ein anderer Nutzer, der einige Jahre nicht mehr an dem Event teilnehmen konnte, zeigte sich überrascht. "Das war das Schlimmste, das ich je gesehen habe", sagte er. Er habe versucht, sich einen objektiven Standpunkt zu bilden, aber es habe vor allem "schmerzhaft oberflächliche Vorträge von farblosen Sprechern" gegeben. Außerdem sei es in nahezu jeder Demo um Windows 8-Tablets gegangen - mit wenigen Abstechern zu Produkten, die gerade erfolgreich sind. "Ist ein Windows 8-Tablet alles, woran wir uns begeistern sollen?"
Aber nicht nur die Produkte, auch eine Umstellung im Bewertungssystem für die Mitarbeiter, sorgt für Unmut. So berichtete ein Entwickler, dass er seit Jahren stets von seinen Vorgesetzten gelobt wurde und immer mit Bonus-Zahlungen für gute Leistungen belohnt wurde. In diesem Jahr fiel er komplett durchs Raster und erhielt nichts mehr.
Dies scheint kein Einzelfall zu sein. "Das ist aktuell die deprimierendste Zeit in meinen zehn Jahren bei Microsoft. Alle gehen weg oder haben das vor", schreibt ein anderer. Oder aber: "Letztes Jahr erklärte uns Ballmer: 'Be What's Next'. (Der im letzten Jahr eingeführte neue Werbeslogan, d.R.) Ich glaube, er meinte, wir sollen uns nach einem anderen Job umsehen."
In dem Blog, in dem alle Kommentare anonym abgegeben werden, sammeln sich in solchen Fällen natürlich vor allem die Beiträge jener, bei denen der Unmut bereits ein hohes Maß erreicht hat. Doch selbst, wenn dies nur ein Ausschnitt der real existierenden Ansichten in der Belegschaft ist, dürfte es um die Stimmung in Redmond nicht gerade zum Besten bestellt sein.
20.000 Mitarbeiter hatte Microsoft zu der jährlichen Veranstaltung versammelt, die vor allem durch Steve Ballmers "Monkey Dance" bekannt wurde. Vor einigen Jahren rief der Microsoft-Chef der versammelten Belegschaft noch zu: "Ich liebe dieses Unternehmen!" Und die Anwesenden applaudierten leidenschaftlich.
Nach den Berichten in den Blog-Kommentaren zeichnet sich inzwischen wohl ein gänzlich anderes Bild. Ganze Gruppen von Mitarbeitern hätten bei Ballmers Auftritt die Veranstaltung verlassen. "In den alten Tagen, wenn Bill Gates gesprochen hat, hörte JEDER zu", hieß es unter anderem. Ballmer hingegen habe auf viele leere Stühle blicken müssen.
Ein anderer Nutzer, der einige Jahre nicht mehr an dem Event teilnehmen konnte, zeigte sich überrascht. "Das war das Schlimmste, das ich je gesehen habe", sagte er. Er habe versucht, sich einen objektiven Standpunkt zu bilden, aber es habe vor allem "schmerzhaft oberflächliche Vorträge von farblosen Sprechern" gegeben. Außerdem sei es in nahezu jeder Demo um Windows 8-Tablets gegangen - mit wenigen Abstechern zu Produkten, die gerade erfolgreich sind. "Ist ein Windows 8-Tablet alles, woran wir uns begeistern sollen?"
Aber nicht nur die Produkte, auch eine Umstellung im Bewertungssystem für die Mitarbeiter, sorgt für Unmut. So berichtete ein Entwickler, dass er seit Jahren stets von seinen Vorgesetzten gelobt wurde und immer mit Bonus-Zahlungen für gute Leistungen belohnt wurde. In diesem Jahr fiel er komplett durchs Raster und erhielt nichts mehr.
Dies scheint kein Einzelfall zu sein. "Das ist aktuell die deprimierendste Zeit in meinen zehn Jahren bei Microsoft. Alle gehen weg oder haben das vor", schreibt ein anderer. Oder aber: "Letztes Jahr erklärte uns Ballmer: 'Be What's Next'. (Der im letzten Jahr eingeführte neue Werbeslogan, d.R.) Ich glaube, er meinte, wir sollen uns nach einem anderen Job umsehen."
In dem Blog, in dem alle Kommentare anonym abgegeben werden, sammeln sich in solchen Fällen natürlich vor allem die Beiträge jener, bei denen der Unmut bereits ein hohes Maß erreicht hat. Doch selbst, wenn dies nur ein Ausschnitt der real existierenden Ansichten in der Belegschaft ist, dürfte es um die Stimmung in Redmond nicht gerade zum Besten bestellt sein.
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