Sofortüberweisung.de im Visier der Datenschützer

Datenschutz, Cd, schloss Bildquelle: Flickr
Der Online-Dienst Sofortüberweisung.de bzw. das Unternehmen Payment Network ist in das Visier deutscher Datenschützer geraten. Das Radiomagazin 'NDR Info' fand bei Recherchen heraus, dass bei der Eingabe der Bankdaten auf sofortueberweisung.de mehr passiert, als nach außen sichtbar ist.
Man stellte fest, dass nach der Eingabe der Kontonummer, Bankleitzahl und Online-Banking-PIN nicht nur überprüft wird, ob das Geld des Kontos ausreicht, um die Bezahlung vorzunehmen, sondern auch die Umsätze der letzten 30 Tage, der Dispokredit sowie die Stände anderer Konten bei der gleichen Bank werden in die Überprüfung einbezogen.

Payment Network bestätigte gegenüber NDR Info, dass eine solche umfangreiche Überprüfung nicht in allen Fällen vorgenommen wird, aber in einer "überwiegenden Zahl von Fällen" zur Betrugsprävention. Damit soll sichergestellt werden, dass die Zahlungsfähigkeit eines Kunden auch gegeben ist, wenn noch eine Überweisung aussteht, die noch nicht auf dem zu belastenden Konto verzeichnet wurde. Allerdings werden die Informationen nicht gespeichert. Zudem bekommt sie kein Mensch zu Gesicht, sondern nur die Software, heißt es in einer Stellungnahme.

Auf den Websites von Sofortüberweisung.de findet man die Information, dass der Verfügungsrahmen bei Transaktionen überprüft wird. In den Datenschutzhinweisen findet man zudem die Mitteilung, dass man mit Eingabe der Kontodaten eine Kontodeckungsabfrage in Auftrag gibt. Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen kritisiert: "Was heißt das jetzt: Kontodeckung und Verfügungsrahmen? Es ist nicht verbraucherfreundlich formuliert, um nachvollziehen zu können, was für Möglichkeiten hier eigentlich eingeräumt werden. Eigentlich heißt das ja auf Deutsch nichts anderes als: Ihr gewährt mir den Zugang, komplett in euer Konto reinzugucken."

Der Leiter des bayrischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, Thomas Kranig, erklärt: "Wichtig ist aber, dass der Nutzer informiert wird. Und da haben wir jetzt Erkenntnisse bekommen, dass für das, was angeboten wird, die Information nicht ausreicht, damit der Kunde wirklich weiß, was mit seinen Daten passiert, beziehungsweise, dass ihm wirklich bewusst ist, in welcher Art und Weise dieser Betrieb auf seine Kontodaten zugreift." Per Brief hat Kranig jetzt Kontakt mit Payment Network aufgenommen. Dort werden die Datenschutzhinweise nun geprüft. Datenschutz, Cd, schloss Datenschutz, Cd, schloss Flickr
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