Intel: Nokia war rückblickend der falsche Partner

Der Intel-Chef Paul Otellini hat gegenüber Investoren erklärt, dass erst im nächsten Jahr mit Smartphones gerechnet werden kann, in denen Intel-Prozessoren verbaut sind. Eigentlich sollte es bereits Ende 2011 so weit sein. Zuletzt hatte Otellini im Februar dieses Jahres auf dem Mobile World Congress in Barcelona über dieses Dilemma gesprochen. Der Markt für die mobilen Telefone entwickelt sich prächtig, doch das Herz dieser Geräte basiert größtenteils auf einem Chipdesign der Konkurrenz aus dem Hause ARM. Spätestens Ende 2011 sollte damit Schluss sein, denn bis dahin wollte man den Atom-Prozessor, der ursprünglich für Netbooks entwickelt wurde, fit für Smartphones machen. Bereits 2010 versprach Otellini Prozessoren für Smartphones, die in der ersten Jahreshälfte 2011 erhältlich sein sollten.

Jetzt musste der Intel-Chef zugeben, dass diese Pläne nicht eingehalten werden können. 2012 könne man mit den ersten Geräten rechnen, erklärte er auf der jährlichen Investorenkonferenz. Laut einem Bericht von 'Engadget' macht man den finnischen Handyhersteller Nokia für die Verzögerung verantwortlich. Die Finnen gaben ihre Pläne für Smartphones auf Basis des Betriebssystems MeeGo zu Gunsten einer Partnerschaft mit Microsoft auf. Zukünftige Geräte von Nokia werden Windows Phone 7 nutzen.

Intel-SmartphonesIntels Vice President Anand Chandrasekher zeigt auf der Computex 2010 ein Smartphones mit Intel-Prozessor "Rückblickend betrachtet haben wir mit Nokia den falschen Partner gewählt", gab Otellini zu. Allerdings hat man inzwischen neue Partner gefunden, die Interesse an dem entwickelten Referenz-Design für Smartphones zeigen. Der Intel-Chef nahm sämtlichen Spekulationen den Wind aus den Segeln, man würde zukünftig Chips auf Basis eines Designs von ARM entwickeln. Er erteilte diesen Gerüchten eine klare Absage, da es die Einnahmen des Unternehmens schmälern würde.

Dennoch verdient Intel mit der "mobilen Revolution" Geld. Otellini gab zu bedenken, dass viele Anwendungen in die Cloud ausgelagert werden, damit sie auch unterwegs genutzt werden können. Damit das möglich ist, müssen die Anbieter derartiger Dienste große Rechenzentren betreiben. Darin kommt größtenteils Technik von Intel zum Einsatz. Intel, Vice President, Anand Chandrasekher Intel, Vice President, Anand Chandrasekher PC World
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