Google, Facebook & Co. gegen Tracking-Schutz

Datenschutz Nachdem die Mozilla Foundation mit Firefox 4.0 eine neue Funktion eingeführt hat, die dafür sorgt, dass man beim Surfen nicht über Cookies verfolgt wird, haben sich jetzt viele andere Firmen gegen eine gesetzliche Festschreibung entsprechender Datenschutzvorgaben ausgesprochen.
Unter den Gegnern des Tracking-Schutzes befinden sich die drei großen US-Web-Unternehmen Facebook, Google und Yahoo sowie mehrere US-Wirtschaftsverbände, beispielsweise TechNet, zu der Apple und Microsoft gehören. Sogar die bekannte Motion Picture Association of America (MPAA) ist der Meinung, dass eine gesetzliche Festschreibung des Tracking-Schutzes negative Auswirkungen auf den Verbraucher haben würde, berichtet 'MarketWatch'. All diese Firmen und Verbände haben sich mit ihrem Protest in Form eines Schreibens an die kalifornische Legislative gewendet.

Firefox 4.0 Do Not Track HTTP HeaderTracking-Schutz in Firefox 4.0 Der Tracking-Schutz sorgt vor allem dafür, dass Werbedienstleister keine nutzerspezifische Werbung mehr schalten können, die als besonders effektiv gilt, da sie auf Basis der persönlichen Interessen einer Person ausgesucht wurde. Würde der Tracking-Schutz zur Pflicht werden, würden die Werbeeinnahmen deutlich einbrechen und viele kostenlose Dienste würden sich nicht mehr finanzieren lassen, argumentieren die Gegner der von Mozilla umgesetzten Do-not-Track-Lösung. Sie sehen zudem eine erhöhte Verwundbarkeit gegenüber Sicherheitsbedrohungen, auch wenn sich dieses Argument nur schwer nachvollziehen lässt.

Auch das World Wide Web Consortium (W3C) arbeitet an einem standardisierten Tracking-Schutz. Hier wird unter anderem eine Lösung von Microsoft in Betracht gezogen, die einen speziellen HTTP-Header, ein DOM-Attribut sowie No-Not-Track-Listen vorsieht. Mozilla hatte in Firefox 4.0 bereits den Do-Not-Track-Header umgesetzt. Dieser setzt jedoch voraus, dass er von Werbedienstleistern ausgewertet wird, so dass kein Tracking durchgeführt wird.

Ein Gesetz, das den Tracking-Schutz zur Pflicht machen würde, hat der Senator Alan Lowenthal erdacht. Am vergangenen Dienstag passierte der Entwurf die erste Hürde. Facebook, Google und viele andere Gegner hatten die Politiker bereits lange Zeit vorher durch Lobby-Arbeit versucht zu beeinflussen. Man erklärte, dass es bereits zahlreiche Möglichkeiten gibt, um sich vor ungewolltem Tracking zu schützen. So bietet Google für die Chrome-Nutzer ein Plug-In an, mit dem sich ein Cookie, das die Werbevorlieben speichert, dauerhaft blockieren lässt. Senator Lowenthal kritisiert, dass diese Lösungen zu kompliziert sind.
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