PSN-Hack: Sony zeigt mit dem Finger auf Anonymous

Hacker In einem ausführlichen Bericht für den US-Kongress hat der Sony-Chef Kazuo Hirai über die Angriffe auf Qriocity und das Playstation Network (PSN) aufgeklärt. Darin gibt der japanische Elektronikhersteller dem Aktionsnetzwerk Anonymous die Schuld.
Demnach fand man auf den gehackten Servern eine Textdatei mit der Bezeichnung "Anonymous", in der sich die Worte "We are Legion" befinden, eines der Mottos des Netzwerks. Sicherheitsexperten mahnten zur Vorsicht, Anonymous die Schuld in die Schuhe zu schieben, da jeder professionelle Hacker den Verdacht von sich lenken würde, indem er die Spuren zu einer anderen Person führt. Zudem hat Anonymous bereits offiziell Stellung bezogen und erklärt, nichts mit den Angriffen auf das Playstation Network zu tun zu haben.

Diese Angriffe verbindet Sony auch mit den gewaltigen DoS-Attacken auf die Server des Unternehmens. Damit hatten die Mitglieder von Anonymous gegen die rechtlichen Schritte protestiert, die Sony gegen den Playstation-3-Hacker Georg Hotz (Geohot) eingelegt hat. Sony hatte ihn im Januar verklagt, nachdem er maßgeblich daran beteiligt war, die Sicherheitssysteme der Spielekonsole zu umgehen. Die DoS-Attacken wurden mit einer speziellen Software namens "Low Orbit Ion Cannon" durchgeführt, die dafür sorgt, dass ein Server durch eine große Menge von Anfragen in die Knie gezwungen wird.

Bericht von Sony-Chef Hirai an den US-Kongress Bericht von Sony-Chef Hirai an den US-Kongress Bericht von Sony-Chef Hirai an den US-Kongress
Bericht von Sony-Chef Hirai an den US-Kongress
(8 Aufnahmen)

Sony-Chef Hirai erklärte in seinem Bericht an den US-Kongress, dass Anonymous selbst nach Beendigung des Rechtsstreits mit Geohot Angriffe versprach, die alles Dagewesene übertreffen sollten. Die Hacker, die die Nutzerdaten von Millionen Sony-Kunden geklaut haben, sollen es durch die Angriffe von Anonymous leichter gehabt haben, die Sicherheitssysteme zu überwinden, da das Sicherheitspersonal des Elektronikherstellers damit beschäftigt war, auf die DoS-Attacken zu reagieren. Hirai spekuliert, dass dieses Vorgehen abgesprochen war.

Hirai bleibt jedoch realistisch und erklärt, dass man wohl niemals herausfinden wird, ob tatsächlich Mitglieder von Anonymous für den Datendiebstahl verantwortlich sind, oder ob sie lediglich als falsche Fährte herhalten müssen. Laut einem Bericht des britischen 'Telegraph' geht ein Großteil der Sicherheitsexperten davon aus, dass professionelle Cyber-Kriminelle den Hack durchgeführt haben, um die Kreditkartendaten und persönlichen Informationen der Sony-Kunden zu verkaufen.

Zwar ist Anonymous in der Vergangenheit hauptsächlich durch DoS-Attacken aufgefallen, man drang jedoch auch in fremde Computersysteme ein. Nachdem die Sicherheitsberater aus dem Hause HBGary Federal erklärt hatten, dass sie die führenden Mitglieder von Anonymous enttarnen könnte, verschaffte sich das Aktionsnetzwerk Zugriff auf die Server des Unternehmens und veröffentlichte anschließend das gesamte E-Mail-Archiv. Als Folge dessen nahm der Firmenchef seinen Hut.

Den gesamten Bericht von Sony-Chef Kazuo Hirai an den US-Kongress haben wir in Form einer Bilderstrecke zur Verfügung gestellt.
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