Manipulierte Intel-Compiler & gefälschte Benchmarks

Wirtschaft & Firmen In der letzten Woche hat die US-amerikanische Handelsaufsicht FTC eine Klage gegen den Chiphersteller Intel eingereicht. Der Vorwurf: Intel soll seine Marktmacht missbraucht haben, um Konkurrenten aus dem Geschäft zu drängen. Dazu sollen auch Benchmarks manipuliert worden sein. Das geht aus einem Interview von 'Bright Side of News' mit einem Programmierer hervor, dessen Firma selbst Benchmarks entwickelt. Demnach hat man sich schon sehr oft mit Intel über deren Compiler gestritten.

Der Programmierer Van Smith erklärte, dass Intel seit Jahren eine Abfrage nach dem Herstellernamen des Prozessors in den Compiler einbaut, um so verschiedene Compiler-Pfade nutzen zu können. Trägt die CPU den Namen "GenuineIntel", wird anschließend geklärt, ob der Prozessor auch den Befehlssatz "SSE2" beherrscht. Ist das der Fall, wird ein stark optimierter SSE2-Pfad im Compiler verwendet.

Antwortet der Prozessor bei der Frage nach den Namen mit "AuthenticAMD", wird generell ein langsamerer Compiler-Pfad genutzt. Obwohl auch AMD-Prozessoren SSE2 beherrschen, wird dies in den Compilern von Intel nicht berücksichtigt. Dies wirkt sich deutlich auf die Leistung der AMD-Prozessoren aus, da SSE2 oftmals mehr als doppelt so schnell wäre. Viele Anwendungen nutzen den Intel-Compiler, da er auf den Intel-CPUs eben diesen Vorteil bietet und sich extrem schnell anfühlt.

Dies lässt sich recht einfach beweisen, indem man beispielsweise einer VIA-CPU den Namen "GenuineIntel" zuweist. Vergleicht man die Ergebnisse vorher und nachher, so kann man eine deutliche Verbesserung beobachten. Laut Smith sind einige Benchmarks auf Nicht-Intel-Prozessoren künstlich langsamer. Er nannte PCMark05, SysMark 2007 Preview und Everest Ultimate. Es sollen aber noch viele weitere Anwendungen betroffen sein.
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