Intel gibt Pläne für eigenen Grafikchip "Larrabee" auf

Grafikkarten Der Halbleiterhersteller Intel hat am Freitag die vorläufige Aufgabe seiner Pläne für die Entwicklung eines eigenen Grafikprozessors der nächsten Generation mit dem Codenamen "Larrabee" bekannt gegeben. Eigentlich sollte "Larrabee" bald als erster neuer eigenständiger Grafikprozessor von Intel seit mehr als einem Jahrzehnt eingeführt werden. Nach Angaben von Firmensprecher Nick Knupffer liegt das Projekt jedoch bei Hard- und Softwareentwicklung weit im Zeitplan zurück.

Da man die eigenen hoch gesteckten Ziele im bisherigen Zeitplan nicht erreichen kann, soll "Larrabee" nicht mehr als eigenständiger Grafikchip auf den Markt kommen. Stattdessen wird das Projekt zu einer Software-Entwicklungsplattform zurück gestutzt, die von Intel selbst und externen Firmen genutzt werden kann.

Nach Einschätzung von Analysten kann Intel laut 'Cnet' die erhofften Ziele vor allem in Sachen Leistung bisher kaum erreichen. So wurde während der Supercomputing-Konferenz SC09 im letzten Monat ein Demo-Chip gezeigt, der eine Leistung von ein TeraFLOP erzielte. ATI, Nvidia & Co bieten jedoch bereits Grafikprozessoren mit fünf oder mehr TeraFLOPs Leistung an, die nur wenige Hundert Dollar kosten.

Larrabee sollte eigentlich bereits im letzten Jahr als Gegenstück zu den Grafikkarten von ATI und Nvidia auf den Markt kommen. Die nun angekündigte Software-Entwicklungsplattform soll im kommenden Jahr veröffentlicht werden. Genauere Angaben zum Zeitplan machte Intel zunächst nicht.
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