Entwickler erklärt, warum die Ubuntu-Phones scheitern mussten

Die Idee eines Smartphones mit Ubuntu-Betriebssystem wurde vielfach wohlwollend und gespannt aufgenommen. Letztlich endete das Projekt aber in einem umfassenden Scheitern. Einer der Entwickler erklärte nun, an welchen Stellen eine ganze Menge Sachen ... mehr... Smartphone, Ubuntu Touch, Meizu MX3 Bildquelle: Meizu Smartphone, Ubuntu Touch, Meizu MX3 Smartphone, Ubuntu Touch, Meizu MX3 Meizu

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Wenn es nicht mal Microsoft mit Mrd. im Rücken und vielen Partnern schafft, schafft es ein kleiner Fisch wie Ubuntu erst recht nicht.
 
@Surtalnar: In diesem Bereich helfen Mrd. alleine nicht weiter. Da braucht man Mrd + Innovationen und Apps. Achja und gute Hardware die Schick und Modern ist. Dann das wichtigste was MS verbockt hat: eine Werbestrategie. In den meisten Köpfen ist nur Android und iOS. Von MS hört man eig. nix.
 
@Driv3r: Das wichtigste was Microsoft verbockt hat war das Windows Phone 7 scheiße war. Man hatte auf der einen Seite Android und IOS die auch Ende 2010 im Prinzip schon all das konnten was sie heute können und dann kommt Microsoft daher mit einem OS das zwar einen guten Browser und dank Nokia ab Ende 2011 auch gute Navigation bot, aber in Sachen Dateiverwaltung, Kalender und E-Mail irgendwo auf dem Stand von 2005 waren und wo auch einfach nichts nach kam. Die E-Mail-Unzulänglichkeit, das die Ordnernamen nicht geändert werden konnten und sprachabhängig waren sowie bestimmte Ordner gar nicht synchronisiert wurden wurde nie gefixt. Nichtmal mit dem Erscheinen von WP8.
 
@Urbi: ordnernamen sprachabhaengig? ist doch beim normalen windows auch nicht der fall... frag mich, wer da nicht rechtzeitig gefeuert wurde.
 
@laforma: Es wirkte einfach nicht so als habe man sich besonders viel Mühe gegeben. Eher so im Gegenteil. Als ich das Lumia Ende 2011 gekauft habe war das Problem mit den Ordnernamen schon fast ein Jahr lang im Microsoft-Forum bekannt und einer der meistaufgerufenen Threads. Man hätte sich also denken können dass einigen Leuten die Unterstützung von Google, Live, Yahoo und Office Mail (viel mehr war es wirklich nicht) nicht reicht. Und dass es eigentlich ganz schön ist auch den Entwürfe-Ordner synchronisiert zu bekommen.
 
@Surtalnar: Da Ubuntu ein (kleines) Unternehmen und somit vom Kapital bzw. der Marktwirtschaft abhängig ist, sehe ich da auch kaum Möglichkeiten.
Unter anderen wird wohl eher aus KDE-Mobil was, das wie auch LineageOS (damals CyanogenMod) freiwillig von einer Community entwickelt wird, die nicht von Gelder und einen Zeitfaktor abhängig sind.
 
schon interessant wie die Berichterstattung so abläuft:
"Trotz des eigentlich recht ordentlichen Interesses in der Öffentlichkeit"...

vs

"... ich bin gerade zu faul zu suchen was man über WindowsMobil/Phone geschrieben hat ..."
 
Weiß jemand zufällig genau, was das für Features gewesen waren? Also jene, die nur das Kern-Team interessant fand?
 
@Blauer Pfeil: Ich weiß nicht von welchen Features die Rede ist, es war aber doch auffällig, dass selbst die Grundfunktionen noch nicht implementiert waren. Als ich mir das OS das letzte mal angeschaut habe handelte es größtenteils nur um nicht funktionsfähige Bilder, die einem angezeigt wurden anstatt entwickelter Programme. Es wirkte wie eine Designstudie - ich weiß nicht mehr genau was da alles nur Bilder waren, aber stell dir einfach vor es wär die Galerie, wenn noch nicht mal ein Bildbetrachter vorhanden ist macht der Test einfach keinen Spaß und man installiert frustriert wieder Android auf dem Gerät. Man braucht keine Sprachsteuerung einbauen, wenn es nichts zum Steuern gibt - die Grundfunktionen wurden vernachlässigt. Ich weiß gerade nicht mal ob der Dialer oder das Adressbuch schon funktioniert hat, es wirkte damals so als ob alles nur Bilder wären, wie es irgendwann mal aussehen soll.
 
Der Artikel liesst sich so, als ob es da nur eine Komponente gab, die das Projekt in den Sand gesetzt hat: Ein unfähiger Projektleiter. Das erklärt auch die elendig lange Entwicklungszeit und dass sie trotz Spätstart sogar von MS mehrfach überrundet wurden (Continuum).
Eine gute Projektleitung ist eben das A und O.
 
Dieses Projekt zeigt nur explizit auf, wie es in der gesamten Linuxwelt aussieht.
Sehr giute Programmierer aber von den Zusammenhängen eines Ökosystems und der Relität keine Ahnung.
Man sieht jeder Linuxdistributionauch heute noch an, dass sie von Technik- und Coderfreaks erstellt werden.
Von Ästhethik, Marktbedarf sowie Kundenwünschen und deren Umsetzung keine Spur.
Deswegen werden Organisations-Programmierer auch weitaus höher bezahlt als diese Coder oder sogenannte Entwickler.
 
@LastFrontier: Das Problem ist eher, viele der nicht Kern-Linux-Entwickler werden gar nicht bezahlt, darum machen sie auch nur worauf sie Lust haben.
Dazu kommt bei manch einem eine Haltung die man nur mit Egomanie bezeichnen kann, wo jegliche andere Meinung irrelevant ist. (Sieht man z.B., wenn man die Antworten der Entwickler bei Bugreports von größeren Distros oder Dingen wie GNOME liest)
 
@Hidden: Nein - die Linuxer sind einfach ignorant und auch teilweise arrogant.

Wenn ich einen Linuxer frage, ob darauf auch "mein" MS-Office läuft, kriege ich zur Antwort: "Es gibt Libre Office oder Open Office oder VmWare."
Hallo - das war nicht meine Frage.
 
@LastFrontier: "die Linuxer sind einfach ignorant und auch teilweise arrogant."
keine Sorge, du überbietest sie in beiden Punkten.
 
@Drachen: Seit wieviel Jahrzehnten sind sie in der Nische?
 
@LastFrontier: Wer ist in welcher Nische? Etwas präziser bitte.
 
@LastFrontier: Na der Spruch ist jetzt wirklich "einfach ignorant und" nicht nur "teilweise arrogant."
 
"Nur die Linux-Developer im Kern-Team fanden diese total spannend und steckten eine Menge Energie in sie." ...so läuft das halt in der Linux Welt. Es wird entwickelt, worauf die Entwickler Lust haben und was sie für wichtig erachten. Dass das an der Masse der Nutzer vorbei geht, merkt man an den Nutzerzahlen.
 
@der_ingo: Fachidioten unter sich halt.
 
Das Ubuntu Phone darf man wohl getrost Stellvertretend für das gesamte Linux sehen das was beim Phone Falsch gelaufen ist läuft in viel größerem Stil auch beim Desktop OS Falsch.
Es ist überaus Spannend was da gewerkelt wird das Spreche ich auch niemanden ab nur wen außer die Handvoll Nerds Interessiert es bitte ?.
Mich Interessiert es genauso viel ob Ubuntu im Kern im Stande ist einen dreifachen Rittberger mit 4 fach Drehung zu Springen und nebenbei noch die ISS auf Kurs hält wie wenn in China ein Sack Reis umkippt.
Fakt ist die Basics sollten zuverlässig Funktionieren und das Intuitiv und Zuverlässig wie das Ausschaut ist dabei zweitrangig, Optisches Tuning sowie Zusatz Funktionen kommen erst danach.
Bei allem Respekt für die Entwickler aber es sollte schon zu erst das da sein was die Masse will und dann kann man dem System gerne das Turnen beibringen.
 
Das Konzept dahinter ist phänomenal, was ich liebe ist die Konvergenz und dass man nicht von Android oder Google ausspioniert wird!
Das Projekt ist aber bei weitem nicht Tod, sondern das ganze wird wie erwartet, nun von freien Entwicklern weiter betrieben.
https://ubports.com/
Bisher sieht das ganze sehr vielversprechend aus und man kann sich auch bei der Finanzierung daran mit einem kleinen Beitrag ab 1 Dollar beteiligen.
https://www.patreon.com/ubports
Auch ich habe mich mit 20 Dollar/Monat daran beteiligt, da ich denke, dass so ein Projekt nicht mal als Hobby nebenher betrieben werden kann und die Entwickler auch die Geräte dazu benötigen.

Wenn ich mich an meine Anfangszeiten meines ersten Smartphones zurück erinnere. war das ein Windows Phone und Android gab es damals noch nicht.
Wo ist Android heute? Es ist das weit vorne führende System und Windows nahezu bedeutungslos verschwunden.

Es ist also möglich, auch als neues System, alte bereits existierende zu überholen und zu verdrängen.
 
@WLBI: Hätte M$ sein Windows Phone verschenkt wäre es noch da. Keiner bezahlt ne Lizenz an M$, wenn er Android umsonst haben kann!
 
@bebe1231:
Ich würde für kein M$ Spionagesystem bezahlen, daher habe ich das auch nicht auf dem Computer. Denn auch dort bezahlt man dafür im Kaufpreis der Hardware eingerechnet. Auch Android ist nicht kostenlos, denn man bezahlt mit seinen persönlichen Daten und Informationen.

Deshalb ist das Ubuntu Phone bisher das beste, denn man ein echtes GNU Linux Smartphone und kein Android Bionics Linux Gerät, das viel geheimen Code beinhaltet und massig Hintertüren hat.
Niemand muss unter

Die Fortsetzung vom Ubuntu Phone macht UBports sehr erfolgreich. https://ubports.com/
 
@WLBI: Doch, für jeden Handy-Hersteller ist Android kostenlos. Für die Lizenz muß keine müde Mark bezahlt werden.
Du mußt das lesen was ich schreibe und nicht irgendwas zwischen die Zeilen dichten.

Ich werde mir auch sicher kein Gerät kaufen damit sich der Hersteller das Geld einstreicht und ich mich selber mit Ubuntu um das System kümmern muß.
Das ist ja schlichtweg der Traum eines jeden Produzenten.
Schmeiß einfach Dreck auf den Markt und der Kunde kümmert sich selbst darum!
 
Um erfolgreich zu sein muß man die sich die Vorgehensweise von Google ansehen. Ein System bereitstellen welches KOSTENLOS ist und sich jeder Handyschrauber selbst an sein Gerät anpassen kann.
M$ und BlackBerry hatten einfach das Problem dass ihr System nun mal nur auf den eigenen Geräten lief. Den Status den Apple hat, wird vermutlich so keiner erreichen, der sein eigenes OS und Gerät vermarkten will. Das OS muß schnell jedem Verfügbar gemacht werden, dann könnte es auch mit der Verbreitung klappen.
Aus dem Grund befürchte ich auch dass Sony mit Sailfish OS auch scheitern wird.
 
Was macht man mit einem "Ubuntu Phone"?
Kannste knicken:
https://picload.org/view/dcipgarg/utuntu-phone.jpg.html
Ist nicht mal das Recycling wert, genauso wie der restliche Ubuntu-Schrott!
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