Android: Google verpflichtet Hersteller jetzt zu Sicherheits-Updates

Google will auf die anhaltenden Probleme bei der Verbreitung von Si­cher­heits-Patches für seine Android-Geräte reagieren und verpflichtet Her­stel­ler jetzt, mindestens über einen Zeitraum von zwei Jahren re­gel­mä­ßig Updates bereitzustellen. mehr... Google, Android, Sicherheit, Malware, Security, Virus, Schadsoftware, schloss Bildquelle: Google Google, Android, Malware, Virus Google, Android, Malware, Virus Google

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Erstaunlicherweise gilt das rückwirkend zum Januar 2018, hätte ehrlich gesagt eher mit ner "Schonfrist" bzw. ner erfolgreichen "wir müssen uns da erstmal 5 Monate gründlich drauf vorbereiten" Forderung der Industrie gerechnet.. ;-)
 
@DerTigga: Aus der News geht ja nicht hervor mit welchen Vorlauf Google die Vertraglichen Änderungen mit den Herstellern kommuniziert hat.

Vielleicht gab es ja ein Schonfrist, bis die vertraglichen Änderungen in Kraft treten sind wir wissen es nicht.
 
Wird auch höchste Zeit.
 
@Sonnenschein11: Wobei die 24 Monate auch noch etwas kurz sind und das 100.000-Stück-Limit kann ich gar nicht nachvollziehen, da gehören zwei bis drei Nullen gestrichen. Ich seh ja ein, dass man irgendwelche Kleinserien/Prototypen eventuell rausnehmen möchte, alles andere, was regulär verkauft wird, muss aber auch den regulären Support erhalten.
 
@Link: Die Grenze ist schon passend alles unter 100.000 Stück kann man in der Smartphone-Welt schon als Kleinserien/Prototypen bezeichnen.
 
@ibecf: Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass jemand 100.000 identische Testgeräte herstellt, aber sollte das vorkommen, dann sollte man die Kriterien anders definieren, so dass alles, was in den regulären Verkauf kommt, auf jeden Fall mit Updates versorgt werden muss.
 
Zwei Jahre sicherheitsupdates ist für telefone, die 600€ und mehr kosten, immer noch deutlich zu wenig. 4 wäre ein guter Anfang gewesen.
 
@ger_brian: Es gibt genug Geräte, die unter 600 EUR liegen und in diese Regel hineinfallen.
 
@noneofthem: Was ger_brian meint, ist dass wenn man 600€ oder mehr für ein Smartphone ausgibt, dann sollte es selbstverständlich möglich sein, dieses Gerät mehrere Jahre sicher nutzen zu können.
 
@JonteE: Richtig. Besonders da auf einem Smartphone sehr viele private Informationen gespeichert sind und oftmals auch Banking etc. genutzt wird. Dinge, bei denen Sicherheit oberste Priorität haben sollte.
 
Galten bislang nicht eh schon 18 Monate? Es ist doch nur eine Erweiterung um weitere 6 Monate?
 
@Rumpelzahn: Ja, aber ich glaub das galt bei Android One-Geräten, nicht bei "Herstelleraufsätzen" (Alle Partner haben sich verpflichtet, nach der Einführung eines Smartphones mindestens 18 Monate lang Softwareupdates bereitzustellen.)
 
@Rumpelzahn: Die 18 Monaten waren IIRC für google-eigene Geräte (Pixel und so), alle anderen dürften machen, was sie wollten und entsprechend sah das Ergebnis auch aus.
 
@Link: Die 18-Monate-Updates wurden auf der Developer Conference 2011 angekündigt und galt nicht nur für Google-eigene Geräte, sondern für diverse Partner. Ich habe dazu leider auch nur noch ein Zitat aus einem Live-Ticket gefunden:

"Hugo is back, saying new founding partners HTC Verizon LG T-Mobile AT&T and others I didn't catch will agree on new guidelines on how fast new devices will get updates. Big applause. Have to get latest updates with 18 months after launch, if the hardware supports."
https://searchengineland.com/live-blogging-the-google-io-2011-day-1-keynote-76503

Die oben geltende Regel von 24 Monate Updates greift aber auch nur für bestimmte Geräte bzw. Hersteller, wenn mehr als 100.000 Geräte aktiviert worden. Es ist also leider auch nur wieder halbherzig durchgesetzt worden.
 
@Rumpelzahn: Irgendwas gabs da mit den 18 Monaten... war das bei Android One? Naja auf jeden Fall ist die neue Regelung in jeder Hinsicht genauer und restriktiver. Als Pixel Besitzer ändert sich da eh nichts für mich.
 
@FatEric: es wurde auf der Developer Conference 2011 vorgestellt, damals gab es noch kein Android One.
 
@Rumpelzahn:
Das war das hier:

https://www.androidpit.de/Android-Update-Alliance-versagt

Das ganze muss irgendwie im Sande verlaufen sein, ich finde spontan keine Artikel dazu ob diese "Allianz" noch bestand hat.
 
Zwei Jahre, EIN WITZ! Nach zwei Jahren will ich noch lange keinen neues Phone! Tut mir ja echt leid, wenn das Papierdünne Display bis dahin einfach nicht brechen wollte, wo sich die Hersteller doch alle Mühe geben, die Dinger immer flutschiger, brüchiger und unreparierbarer zu machen bei zugleich immer höheren Preisen. Sicherheitspatches sollten 4 Jahre per EU-Beschluss pflicht werden für alle Handys über 150? UVP bei Markteinführung.
 
@bowflow: Updates kosten aber Geld, Geld für Mitarbeiter die die Updates in die Images einbauen, Mitarbeiter die das Testen, Mitarbeiter die die Infrastruktur für die Server-Updates bereitstellen - das ganze mal 4 Jahre. Was willst Du für 150 Euro erwarten? Support kostet Geld.

Wenn man das nicht bereit ist zu zahlen, muss man halt warten bis die Community ein Image bereit stellt, dass dann funktionieren kann, aber nicht muss.
 
@Rumpelzahn: ein kleineres, dafür besseres und leichter zu kontrollierendes Portfolio würde es in vielerlei Hinsicht aber auch tun. Es muß echt nicht sein dass Hersteller ein Gerät mit 6" bringen, eins mit 5,5" um dann noch eins mit 5,7 dazwischen schieben weil es da auch einen Markt gibt(etwas überspitzt formuliert). Die meisten sind zufrieden wenn sie die Wahl zwischen paar Modellen in verschiedenen Größen haben, außerdem muss man auch nicht 15 verschiedene Modelle im Angebot haben. Geräte mit Android leiden so oder so an einem hohen Preisverfall, da kann man den Vorgänger etwas günstiger machen anstatt, neben dem neuen Flagschiff ein komplett neues Gerät das etwas weniger als der Vorgänger kostet zu bringen. Versorgt man die Geräte länger mit Updates werden auch ältere Geräte zu guten Preisen verkauft.
 
@Rumpelzahn:

Ich komme noch aus der Zeit, in der man bestimmte Elektronik-Geräte noch repariert hat, anstatt sie gleich gegen Neue auszutauchen.

Gleiches gilt für mich auch heute noch. Warum soll ich mir alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen, nur weil es angeblich nicht mehr sicher sein soll???

Ich z.B. bin absolut nicht gewillt 500,- €; 750,- €; 1000,- € oder gar 1500,- € aus zu geben, nur damit ich das Neuste und Beste habe.

Ich habe derzeit das Samsung J5 (2017) und bin damit mehr als zufrieden. Mein Akku hält bei ziemlich reger Nutzung ca. 2 Tage (ohne eingeschaltetem Energiesparmodus).
 
@Philipp Schramm: und was genau hat es mit meinem Beitrag zu tun?
 
@Rumpelzahn:

Das hat damit zu tun, das man nicht immer das beste und neueste haben muss.

Sicherlich kostet Support auch Geld, aber gebe mit Sicherheit nicht hunderte von € aus, wenn diese Technik in einem halbem Jahr auch schon wieder "veraltet" ist.
 
@bowflow: "für alle Handys über 150? UVP bei Markteinführung."
Ich wüsste nicht, warum man da eine Preisgrenze definieren sollte. Der gesetzlich festgelegte Supportzeitraum muss eben in den Preis einkalkuliert werden. Da Smartphones Massenware sind, wären das eh nur wenige Cent pro Gerät.
 
@Link: und was hier bisher noch gar nicht berücksichtigt ist. Wer kauft das Gerät am ersten Tag? Viele Geräte werden noch nach Monaten oder Jahren verkauft.
 
@steffen2: Weil die Einzelhändler auf der Massenware sitzen bleiben.Dann wird eben ein 2 Jahre altes Smartphone zum Schleuderpreis veramscht.Support ??? Nicht Aufgabe von Media Markt und Co......iss leider so ;-)
 
@Link: Au weia, dann würden Spitzenmodelle wie das Galaxy Note 9 bei Markteinführung keine 1000€ sondern wahrscheinlich das doppelte kosten,wenn man den Langzeitsupport will.

Stimmt schon Smartphones sind Massenware, aber du vergisst die Habgier des Menschen bzw der Hersteller. Für mich ist das Galaxy Note 9 auch keine 1000€ wert aber die Realität sieht anders aus.Ende 2019 wird der Preis vom Note 9 wahrscheinlich um die Hälfte gesunken sein so wie aktuell beim Note 8, was nur noch 400€ kostet.Immer schneller höher und weiter lautet auch hier die Geschäftsphilosophie der Industrie.
 
@Henrik: "aber du vergisst die Habgier des Menschen bzw der Hersteller"
Muss das den Gesetzgeber interessieren? Eigentlich wird die Habgier der Hersteller viel zu oft berücksichtigt und Privatpersonen dürfen es dann ausbaden.

"Für mich ist das Galaxy Note 9 auch keine 1000€ wert"
Es gibt scheinbar genug, die den Preis für angemessen halten, sonst wurde Samsung es billiger anbieten. Ist genau so wie bei Appleprodukten, völlig überteuert, aber solange es genug Käufer gibt, gibt es auch keinen Grund für den Hersteller irgendetwas daran zu ändern.
 
@bowflow: Das ist Wunschdenken und wird niemals umgesetzt werden.Ich sag nur "Geplante Obsoleszenz" Und was die EU hier beschliest, juckt die Hersteller aus Fernost oft nicht.Auser die Pixel Smartphones und das OS Android One kenne ich keinen Hersteller, der seine Smartphones länger wie 18 Monate mit Sicherheitsupdates versorgt.Das Problem wird man niemals richtig in den Griff kriegen, wenn die Konsumenten so wie du vorschlägst nicht umdenken.Selbst wenn Google die Hersteller dazu zwingen sollte spielen noch lange nicht alle mit.Es ist eben so, das die meisten Smartphone Nutzer einen 24 Monats Festvertrag bei irgendeinem Provider haben und hier doch schon spekuliert wird.Meistens wird doch schon nach einem Jahr versucht, den Leuten das neuere Modell aufzuschwätzen.Wenn juckt da noch der Langzeitsupport ? Ist leider so und wird sich auch nicht ändern.Was für eine Ressourcenverschwendung.Mein Note 3 aus 2013 funktioniert noch einwandfrei und wann kam der letzte Sicherheitspatch für Lollipop 5.0 ? November 2015.Wäre ein Traum, wenn das Note 3 noch bis November 2017 Updates bekommen hätte bzw ein Update auf ein aktuelleres Android.Dank Custom Rom natürlich möglich aber von den Herstellern der Stock Roms nicht gewollt.
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