Call of Duty: Mann klaut Kopien, verkauft sie auf eBay, wird erwischt

Noch nicht veröffentlichte Spiele werden immer wieder zum Ziel für diverse kriminelle Aktionen, meist werden vorab entwendete Datenträger für Leaks genutzt. Ein US-Amerikaner hat nun einige Kopien von Call of Duty: WW2 aus einer Fabrik gestohlen und ... mehr... Call of Duty, Activision, Sledgehammer Games, Call of Duty: WWII, Call of Duty WWII, WWII, Zweiter Weltkrieg Bildquelle: Activision Call of Duty, Activision, Sledgehammer Games, Call of Duty: WWII, Call of Duty WWII, WWII, Zweiter Weltkrieg Call of Duty, Activision, Sledgehammer Games, Call of Duty: WWII, Call of Duty WWII, WWII, Zweiter Weltkrieg Activision

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da ist noch gar nicht sicher, wie er an die Spiele kam, aber er ist schon schuldig!

da werden teils Spiele mit der Jahreszahl vom nächsten Jahr auch offiziell schon so immer vertrieben, obwohl das Jahr noch keinen Tag alt ist, aber hier wäre ich vorsichtig, den Mann im Vorfeld zu verurteilen. Nicht jeder ist ein Spielecrack und kennt sich aus. evtl hat der hier einfach den Stapel Spiele bekommen und verkauft. wäre ja nicht so, als hätten das andere auch schon hinbekommen, Software vor der eigentlichen Veröffentlichung zu verkaufen.
 
@Mega-Bryte: sicher doch. Er hat Wochen vor Release ein $60 Spiel für $45 verkauft und zufällig ist in nem Lagerhaus zur gleichen Zeit das gleiche Spiel entwendet worden.
 
@Wuusah: aha, du hast also beweise, dass er sie stahl? na da schau her! Mr. Monk himself!
 
@Mega-Bryte: vielleicht hat er persönlich sie nicht gestohlen, aber er hat sie gehandelt. Er hat sich zumindest der Hehlerei schuldig gemacht und je nach seiner Aussage und Beweislage kann er sich auch des Einbruchs und Diebstahls schuldig gemacht haben. Weder ich noch du haben die Informationen um das zu diskutieren.
 
@Wuusah: und gerade weil wir diese Info nicht vorliegen haben, finde ich eine Verurteilung zum jetzigen Zeitpunkt als verfrüht und nicht fundiert genug.
 
@Mega-Bryte: Letztendlich spielt es keine Rolle wo er die Spiele her hatte. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Fakt ist: Er hat sie besessen, und er wollte sie Verkaufen. Das Warum spielt hier keine Rolle. Hier geht es nur noch darum die höhe der Strafe für den Besitz und den Verkauf festzulegen. Nicht um die Schuldfrage. Die ist geklärt. Auch hier dürften vorherige Umstände keine große Rolle spielen. So ist die Justiz halt. Hintergründe spielen da keine große Rolle.
 
@Mega-Bryte: was brauchst denn da noch für Infos?
Er hat damit gehandelt...da reicht für eine Verurteilung.
 
@Speggn: Auch du hast es nicht begriffen: Wo steht bewiesen, dass er sie stahl?

wie bereits an anderer Stelle erwähnt hier auch nochmal für dich: er hat sie verkauft und ist somit aber nicht automatisch des Diebstahles schuldig. Wie er an die Spiele kam steht nirgends, daher finde ich euer aller Urteil als nicht fundiert.

Ich schreibe: "da ist noch gar nicht sicher, wie er an die Spiele kam, aber er ist schon schuldig!"

ich bezweifle nirgends seinen Verstoß gegen das Urheberrecht , aber ich darf doch bisher bezweifeln, dass er sie stahl?! Oder welche Beweise kannst du dafür anführen? Bitte jetzt KEINE Indizien!
 
@ProfessorDoktorD: Aha, für dich bedeutet also auch automatisch dass er die Spiele gestohlen hat, nur, weil er damit handelte? Wollt ihr mich alle veräppeln?
 
@Mega-Bryte: hab ich nicht gesagt, ich sage nur das er Sie verkauft hat und deswegen angeklagt werden kann...der Rest muss bewiesen werden
 
@ProfessorDoktorD: Und genau davon schrieb ich im Opener! Wuusah hat dann die Schuld mit "sicher doch" sogar sehr eindeutig angeführt und über diese Unstimmigkeit geht es in diesem Ast des Openers.
 
@Mega-Bryte: WIR haben die Infos nicht. Das heißt nicht, dass die lokale Polizei die Infos nicht hat... Wird anhand des Winfuture Artikels nun vor Gericht argumentiert ob er schuldig ist oder nicht?
 
@Wuusah: Genau, wir haben nicht ausreichend Beweise, um hier Schuldsprüche zu machen. Die Polizei hat ebenfalls nicht unbedingt genug Material. Während der Verhandlung kann es sogar erst dazu kommen, dass die wichtige Tatsache von einem jetzt noch unbekannten Zeugen ausgesagt wird.

Wenn man außerdem bisher nicht zweifelsfrei die Schuld feststellen kann, dann ist der Man zumindest nach gebräuchlichem Recht als so zu betrachten: "Unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist!"

Auch jeder von uns hier würde sich über einen fairen Prozess freuen, da dieser eigentlich über Ach und Weh des Beschuldigten für die Zukunft entscheidet. Justizirrtümer möchte ich hier mal außen vor lassen, sonst wird es uferlos.
 
@Mega-Bryte: Es geht nicht darum ob er des Diebstahls schuldig ist. Darum geht es auch im Artikel nicht.

Es geht darum das er definitiv des Besitzes und des Verkaufes schuldig ist. Darum geht es. Es steht doch auch im Artikel das es noch unklar ist, wie er an die Dinger gekommen ist. Aber wie gesagt. Es geht um das Strafmaß für den illegalen Besitz und Verkauf der Spiele.

Ob er für einen eventuellen Diebstahl oder Hehlerei zusätzlich noch verknackt wird, steht hier gar nicht zur Debatte... Daher Frage ich mich warum du darüber so ein Fass aufmachst.
 
@Speggn: Hm??? Er muß sich nicht wegen Diebstahles verantworten?

Lies nochmal nach, bevor du sowas in den Raum stellst. letzter Absatz, letzter Satz, letzter Teilnebensatz: "da er sich so oder so für Diebstahl und Verstöße gegen Urheberrechte verantworten muss."

Wenn man es also gemäß der News liest, dann werden dem Beschuldigten nur Diebstahl und Urheberrechtsverstoß vorgeworfen, jedoch nicht die Hehlerei. Vermutlich weil man davon ausgeht, dass er sie selber stahl und daher kein krimineller Zwischenghandel (der Hehl) stattfand.
 
@ProfessorDoktorD: Zunächst der alte Grundsatz: Der Stehler ist niemals der Hehler. Der Tatbestand des Diebstahls schließt den Tatbestand der Hehlerei aus und umgekehrt. Lässt sich aus dem Wortlaut der Normen eindeutig schließen.
Des Weiteren war es lange Zeit höchst umstritten, ob es für die Erfüllung des Tatbestandes der Hehlerei eines Absatzerfolges bedarf oder nicht. Dieser Streit wurde vom BGH beendet, welcher (soweit ich das richtig in Erinnerung habe) bereits das unmittelbare Ansetzen für die Hehlerei ausreichen lässt.
Ich hoffe jetzt sind alle Klarheiten beseitigt ;-)
 
@Mega-Bryte: Du bist aber ein echter Haarspalter...

Also ich gehe davon aus, dass er einen Trailer des Spiels gesehen, dieses dann nachprogrammiert und selbst auf Disks gebraten hat. Er ist also lediglich des Plagiats schuldig.
 
@DON666: Haare und Kümmel sind nunmal zu spalten, wo es geht, besonders in der Rechtssprechung!
 
@Mega-Bryte: Ob er die gestohlen hat oder nicht, ist doch irrelevant. Er hat sie verkauft und ist damit der Helerei überführt + Verstoss gegen Urheberrechts.
Der Hehler wird genau sohingehängt wie der eigentliche Dieb.
 
@LastFrontier: Er ist noch nicht der Hehlerei überführt, zumindest ist darüber mir noch kein Urteil bekannt. Wie nachfolgend hier in den Kommentaren erörtert wird, ist man auch nicht automatisch der Hehlerei schuldig sondern es wird aufgrund der Umstände erarbeitet, ob man als beschuldigter von selber hätte drauf kommen müssen/können.

siehe nachfolgendes re:7 von crmsnrzl von 13:19h
 
@Mega-Bryte: Alter Schwede - was hast du denn für eine Rechtsauffassung?

Er hat original Spiele gekauft, die noch nicht verfügbar sind und wurde dabei erwischt. Weil er so doof war die auf ebay zu verkaufen. Also habendafür Leute bezahlt und das ist ja über ebay nacgweisbar.

Du wirst auch dann für Hehlerei bestraft, wenn du nicht weisst, dass die Ware ursprünglich gestohlen wurde.
Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Und Blödheit schon gar nicht.
Dem Idioten wird nicht eine Straftat unterstellt, sondern dafür gibts Beweise. Ob der Depp die selbst gestohlen hat oder ein anderer ist hierbei vollkommen irrelevant. Die haben den auf jeden Fall voll an den Eiern.
Punkt.
 
@LastFrontier: Meine Rechtsauffassung teilt dahingehend die Darstellung, dass einem der hier bereits erwähnte bedingte Vorsatz nachgewiesen werden muß.

Wer im guten Glauben ein Geschäft abwickelt, ist nicht automatisch ein Hehler. Wer allerdings trotz Wissen über die zweifelhafte Herkunft eine Ware kauft und weiterveräußert, kann der Hehlerei angeklagt werden.

Mach dich nochmal hier in den Kommentaren schlau, crmsnrzl hat es wie bereits erwähnt, schon beschrieben. Wenn du das nicht gelesen hast (trotz hinweis), kann ich dir nicht weiterhelfen, es zu verstehen.
 
@Mega-Bryte: Nun - die Gesetze sehen das anders und die Rechtsprechung auch.
Dein persönliches Befinden ist vollkommen belanglos.
Der Gestzgeber geht hier von Voraussetzungen aus, die längst nicht mehr gegeben sind: nämlich dem gesunden Menschenverstand.
Und bei Kaufleuten geht man sogar noch von viel mehr aus.
Wenn jemand ein Produkt, welches noch nicht auf dem Markt ist, weit unter Preis verkauft, dann muss es doch klingeln.
Aber Geiz ist Geil und linksgrüne Gehirnwäsche vernebelt halt alles.
 
@LastFrontier: Ohne den letzten beschissenen Nebensatz hätteste glatt ein dickes Plus verdient gehabt.
 
@LastFrontier: Ach, es gab noch nie ein COD mit WW2 als Schauplatz. Nicht jeder ist ein Crack in Bezug auf PC-Spiele. Ich kann beispielsweise was mit Mahjong anfangen, aber "Die Sims" oder Briefmarken oder Tuning von Autos gehen mir dermaßen am Pops vorbei, dass ich beim Suchen nach nem Aufsatz wahrscheinlich aufgeben würde und einfach nen Preis in der normalen Range ansetzen würde.
Geh also bitte nicht immer von Dir aus, sondern tritt zurück und betrachte ein Bild (hier eine Tat) unvoreingenommen. So macht es auch ein guter Richter.
 
@Mega-Bryte: Alter Schwede - welchem Ponyhof bist denn du entsprungen.

Sachlich objektiv: Der gat illegal Software verkauft und wurde erwischt. Nur kriminelle, Spinner und der RTL-Mobsehen das anders.

Weniger Hold und Salesch gucken, dann klappt das auch mit dem Verständnis.
 
@LastFrontier: eine sachliche unparteiische und unvoreingenommene Betrachtung vergleichst du mit nem Ponyhof?

Du hast eindeutig eine gewisse Grenze überschritten, aber dein Name vermeldet ja auch nichts anderes.
 
@Mega-Bryte: "da ist noch gar nicht sicher, wie er an die Spiele kam, aber er ist schon schuldig!"

Letzter Satz im Artikel.
"Für die Anklage spielt das aber ohnehin eine untergeordnete Rolle, da er sich so oder so für Diebstahl und Verstöße gegen Urheberrechte verantworten muss. "
 
@crmsnrzl: nirgends steht bezeugt, dass er sie gestohlen hat. er ist somit auch nicht schuldig, er wird lediglich beschuldigt bzw. angeklagt. Die Schuldfrage muß noch geklärt werden. Isses jetzt klar?!

Mir geht es um den nirgends zweifelsfrei geklärten Zusammenhang zwischen Diebstahl und ihm. Ja klar, er hat sie verkauft, aber wer hat sie gestohlen? Es mag nahe liegen, dass er dafür auch in Frage kommt, aber genauso kann jemand anderes diesen Diebstahl begangen haben.
 
@Mega-Bryte: Ja und dass kann dann vor Gericht geklärt werden. Vielleicht wird er auch von allem freigesprochen. Das ändert aber nicht daran, dass er der Anklage dafür entgegensieht.

Und genau das steht im letzten Satz: Er wird wegen beiden angeklagt.
Damit steht dort aber nicht: Er ist schuldig.
 
@Mega-Bryte: er hat Hehlerware verkauft. Da wirst Du auch in Deutschland dafür bestraft und dabei ist es egal ob Du wusstest was Du da vertickst oder nicht.
 
@Yepyep: Das ist nicht richtig. Man macht sich der Hehlerei nur Strafbar, wenn man wissentlich mit Diebesgut handelt oder die Umstände nahelegen, dass man es hätte wissen können oder der Verdacht / Skepsis angebracht gewesen wäre.

Da geht um solche Dinge wie:
- hätte man auf Grund des Preises skeptisch sein müssen
- bekommt man die Ware immer Nachts geliefert und bezahlt beim LKW-Fahrer namens Dirty Larry in bar

War natürlich jetzt bewusst übertrieben, soll nur der Verdeutlichung dienen.

Edit: Aber das entscheidet das Gericht, sprich die Anklage kommt erst mal.
 
@crmsnrzl: Am Ende entscheidet das Gericht über das Strafmaß, das ist schon klar. aber im StGB §259 steht eben nichts darüber das man kein Hehler sein kann, sondern nur über das Starfmaß.
 
@Yepyep: Nein, dass Gericht entscheidet zunächst über die Schuld und dann gegebenenfalls über das Strafmaß. Für die Strafbarkeit muss mindestens bedingter Vorsatz nachgewiesen. Kommt das Gericht zum Schluss, dass kein Vorsatz oder bedingter Vorsatz gegeben war, ist der der Angeklagte in diesem Punkt freizusprechen.

Bedingter Vorsatz bedeutet zu Beispiel, man vermutet, dass es Diebesgut sein könnte, weil das Zeug so billig ist und der Typ so dubios, aber es dennoch verkauft und die Möglichkeit der Hehlerei somit billigend in Kauf nimmt.

Vor Gericht kann man dann immer sagen, dass man nicht ahnen konnte, dass man Diebesgut verkauft und es ansonsten nie getan hätte, an dem Punkt kann dann das Gericht zu dem Schluss kommen, dass er es hätte wissen müssen und seine "Ausrede" nicht glaubwürdig ist.
 
@crmsnrzl: Schau Dir den 259 genau an. Es ist vollkommen egal woher Du das Zeug hast, es zählt nur ob Du es verkaufst. Ich klaue ein Fahrrad, verkaufe es Dir , Du verkaufst es nun über eBay, der rechtmäßige Eigentümer erkennt es und erstattet Anzeige. Es ist egal ob Du davon ausgehst das Recht dazu zu haben, es zählt dann nur Bestand der Hehlerei. In dem Fall wirst Du dann eine geringe Geldstrafe bekommen.
In dem 259 steht nun einmal dass es egal ist wie Du daran gekommen bist, es zählt nur das der Gegenstand auf nicht legalem Weg entwendet wurde.
 
@Yepyep: Es reicht halt nicht nicht Paragraph XY zu googeln. Ein einzelner Paragraph erklärt die Rechtslage nicht umfassend.

Nach StGB § 15 ist nur vorsätzliches handeln strafbar, es sei denn, es ist im Gesetz ausdrücklich was anderes festgehalten. Einen Absatz zu fahrlässiger Hehlerei gibt es aber nicht. -> mindestens bedingter Vorsatz ist notwendig.
 
@crmsnrzl: du solltest dir aber auch den 15 durchlesen, der sagt eben nicht das Vorsatz vorliegen muss! sondern würde den 259 eben nicht außer Kraft setzen, denn im 259 steht eben das Du auch ohne Vorsatz zum Hehler werden kannst.
 
@Yepyep:
StGB § 15:
"Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht."

StGB § 259:
"(1) Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die §§ 247 und 248a gelten sinngemäß.
(3) Der Versuch ist strafbar."

Wo bitte steht das, was du gerade behauptest?
 
@crmsnrzl: bei Dir steht solange das Gesetz fahrlässig nicht mit
Strafe bedroht. Im 259 wer sie absetzt. Es steht im 259 nichts von Vorsatz. Wichtig ist im 259 da der Anfang, denn da steht dass es egal ist, was Du als Verkäufer von der Sache an Kenntnis hast, wichtig ist nur ob es um Diebsesgut geht. Da Du keine Eigentumsrechte Erlangen kannst, verkaufst Du Diebesgut und betreibst somit Hehlerei.
 
@Yepyep: Nochmal: Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, das gilt für das gesamte StGB solange in dem entsprechenden Gesetz nicht ausdrücklich fahrlässiges Handeln unter Strafe stellt.

§ 259 stellt fahrlässiges Handeln NICHT ausdrücklich unter Strafe. Das Wort "fahrlässig" kommt im § 259 nicht mal vor. Im Gegensatz dazu steht ausdrücklich drin, dass bereits der Versuch strafbar ist. (vgl. § 259 Abs 3 StGB: "Der Versuch ist strafbar." DAS ist ausdrücklich.)

Zum Vergleich, so sieht es aus, wenn das Gesetz auch fahrlässiges Handeln unter Strafe stellt, 324 Abs. 3 StGB:
https://dejure.org/gesetze/StGB/324.html
"Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe."

Außerdem steht in §259 auch nicht, "dass es egal ist, was Du als Verkäufer von der Sache an Kenntnis hast".

https://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Lehrstuehle/Stuckenberg/Materialien/UEbersicht____259.pdf
Zitat:
"2. Subjektiver Tatbestand
a) Vorsatz, § 15"

https://www.iurastudent.de/content/die-tatbestandsmäßigkeit
Zitat:
"Innerhalb des subjektiven Tatbestands ist dann weiter zu prüfen, ob der Täter all jene, im objektiven Tatbestand bereits festgestellten Voraussetzungen auch vorsätzlich begangen hat."

https://www.iurastudent.de/content/der-subjektive-tatbestand
Zitat:
"Gemäß § 15 StGB ist nur vorsätzliches Handeln strafbar, soweit das Gesetz nicht fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht. Der Vorsatz muss sich als subjektives Element auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale erstrecken. Wird auch nur eine objektive Tatbestandsvoraussetzung nicht vom Vorsatz erfasst, ist eine Strafbarkeit des Täters aus der besagten Norm zu verneinen."

https://www.iurastudent.de/definition/vorsatz
Zitat:
"Vorsatz ist der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes in Kenntnis aller seiner objektiven Tatumstände."

Dazu ein BGH Urteil, was sich zur Notwendigkeit des Vorsatzes oder des bedingten Vorsatzes bei Hehlerei äußert.
http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/4/15/4-54-15.php
Zitat:
"Entsprechendes gilt für den im vorliegenden Fall herangezogenen Tatbestand der Hehlerei (§ 259 Abs. 1 StGB), der neben der Absicht, sich oder einen Dritten zu bereichern, das Vorliegen zumindest bedingten Vorsatzes auch in Bezug auf die Vortat im Sinne des § 259 Abs. 1 StGB voraussetzt. Der Tatrichter muss aber in den Urteilsgründen darlegen, auf welcher Grundlage er sich die Überzeugung davon verschafft hat, dass der Täter es als möglich und nicht ganz fernliegend erkannt und sich wenigstens damit abgefunden hat, dass die jeweiligen Gegenstände durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete Vortat erlangt wurden"

Das alles zusammen widerlegt deine Behauptung:
"[re:2]Yepyep am 20.10.17 um 12:46 Uhr
@Mega-Bryte: er hat Hehlerware verkauft. Da wirst Du auch in Deutschland dafür bestraft und dabei ist es egal ob Du wusstest was Du da vertickst oder nicht."
 
@crmsnrzl: Rechtsanwalt oder Richter? Mindestens aber Schöffe, würd ich mal behaupten?!
 
@crmsnrzl: das ist doch mal eine ausführliche Antwort, warum nicht gleich so? Also kann ich verkaufen was ich will solange man mir Vorsatz nicht beweisen kann. So schnell lernt man dazu. Also ähnlich zur Fahrerflucht, solange ich nicht anhalte und aussteige ist es keine Fahrerflucht.
 
@Yepyep: Andersherum, unfallflüchtig (fahrerflüchtig gibt es nicht im deutschen Recht) ist ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne die Warte- und Auskunftspflichten wahrgenommen zu haben.
Da Unfallflucht aber auch nur vorsätzlich begangen werden kann wärst du hier nur dann straffrei, wenn du nachweislich nichts vom Unfall mitbekommen hast, z.b. weil der Parkplatzrempler so sanft war, dass du ihn nicht bemerkt hast. Sobald du ihn bemerkt hast und dann weggefahren bist, war es ja schon vorsätzlich.
Die Behauptung, der Unfall sei nicht bemerkt worden wird von den Gerichten meist als bloße Schutzbehauptung abgetan oder, sofern erforderlich, mit Hilfe eines biomechanischen Gutachtens widerlegt.
Oder anders gesagt: Möglich dass die 20€-Beule in der Stoßstange am Parkplatz keinen Vorsatz beinhaltete, wenn du dich entfernst. Beim umgefahrenen Steinpoller, bei dem du dir sogar die Heckpartie am eigenen Auto um einen halben Meter eingedrückt hast glaubt dir das kein Richter mehr.
 
@Breaker: mag alles sein aber genauso würde es mir am Wochenende schnell erklärt. Es geht um Vorsatz. Fahre ich einen Spiegel ab oder wieder mal ein Rücklicht kaputt und fahre ohne zu zucken weiter, ist die Wahrscheinlichkeit hoch eben nicht wegen "Fahrerflucht" bestraft zu werden. Steige ich aus und schaue mir den Spiegel an und fahre dann weiter ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch wegen "Fahrerflucht" bestraft zu werden. Also ähnlich dem Verkauf mit gestohlenen Gütern, kann mir keiner Vorstatz beweisen bin ich kein Hehler. Man lernt nie aus. Um die Feinheiten kann sich der Anwalt kümmern, dafür wird er ja bezahlt. Ob nun Unfallflucht oder bei uns umgangssprachlich Fahrerflucht ist mir jetzt egal.
 
@Yepyep: "Warum nicht gleich so?"
Hab ich was verpasst? Bin ich dein Lakai oder was?

"Also kann ich verkaufen was ich will solange man mir Vorsatz nicht beweisen kann."
Es muss nur bedingter Vorsatz nachgewiesen werden.

"Also ähnlich zur Fahrerflucht, solange ich nicht anhalte und aussteige ist es keine Fahrerflucht."
Diese Aussage ist in dieser Pauschalität auch falsch. Wenn du jemanden mit deiner Karre umnietest ... ach google das selber, ich bin nicht dein Kammerdiener.
 
@Yepyep: " fahre ohne zu zucken weiter, ist die Wahrscheinlichkeit hoch eben nicht wegen "Fahrerflucht" bestraft zu werden."

Das steckt doch schon in deiner eigenen Aussage... "Wahrscheinlichkeit"
Die Gerichte würfeln nicht. Zumindest sollten sie nicht. Hinter "wahrscheinlich" verbirgt sich :

>>weitere Faktoren, die eine Rolle spielen, welche mir jetzt aber zu kompliziert sind, oder von den ich glaube, dass meine Erklärungen für deine Auffassungsgabe nicht ausreichend sind, deren Zusammenspiel aber in statistischer Betrachtungsweise häufiger nicht ausreichend ist, um dir alle notwendigen Tatbestandsmerkmale nachzuweisen, als das sie es sind.<<
 
@Mega-Bryte: Der Schwippschwager der Schwester des Lebensgefährten meines Klempners hat mal von einer Jurastudentin 'nen Korb bekommen.
 
Wieso muss er sich wegen Verstoß von Urheberrechten verantworten? Er hat doch keine unerlaubte Kopie erzeugt und verkauft sondern die Originale.
 
@terminated: Das Urheberrecht umfasst mehr als nur § 53.

zum Bleistift § 12 Abs 1: "Der Urheber hat das Recht zu bestimmen, ob und wie sein Werk zu veröffentlichen ist."
 
@crmsnrzl: Okay, verstehe. Also weil er das Werk VOR der offiziellen Veröffentlichung verkauft, greift das Urheberrecht. Danke!
 
@terminated: Ich kenne jetzt auch nicht alle auswendig, kann durchaus sein, dass er auch gegen andere Paragraphen verstoßen hat. Das Verbreitungsrecht käme mir hier noch in den Sinn.
 
@crmsnrzl: wobei mal angenommen er hätte es nicht geklaut sondern auf welchem weg auch immer legal erworben, dann wäre aber die erschöpfung drin.

im prinzip nur ne folge daraus dass ver es nicht legal erworben hat.
 
@My1: Hier geht es erst mal nur um den Tatvorwurf, das andere wird dann vor Gericht geklärt. Verurteilt ist er noch ja nicht.

In deinem Szenario wurde der Urheberrechtsbruch dann halt von jemand anderem begangen. Es ging hier ja nur darum, dass der Verkauf von unveröffentlichten Werken ohne Erlaubnis des Rechteinhabers auch einen Urheberrechtsverstoß darstellt.
 
kann nur wegen Diebstahl angezeigt werden. mehr nicht.
 
@micv: Falsch.
 
@crmsnrzl: Falsch
 
@micv: Zitat von crmsnrzl in [o3] [re:1]:

"Das Urheberrecht umfasst mehr als nur § 53.

zum Bleistift § 12 Abs 1: "Der Urheber hat das Recht zu bestimmen, ob und wie sein Werk zu veröffentlichen ist.""
 
@micv: selbst wenn man Urheberrecht außen vor lässt, kann er auch wegen Hehlerei angezeigt werden. Somit ist deine Aussage falsch.
 
@Wuusah: Und wenn man es ganz genau nimmt, kann man ihn wegen allem Möglichen anzeigen. Eine Anzeige ist keine Anklage und diese wiederum auch keine Verurteilung. ^^

Was passiert, wenn man wissentlich Unschuldige anzeigt, steht auf einem anderen Papier.
 
wie gut das die meisten spiele eh nicht funktionieren bevor man das day 1 patch installiert. früher war der schaden dsdurch wohl schlimmer
 
das ging nicht nur "einigermaßen", sondern sogar gründlich oder total oder völlig schief :-)
 
Selbst für 5 € würde ich keines der beiden Spiele kaufen ...

Aber grundsätzlich würde ich sagen Verbrechen ist Verbrechen. Selber Schuld, egal ob ers nun geklaut hat, oder nicht, de Verkauf ist nunmal nicht legal.
 
@pcfan: "Selbst für 5 € würde ich keines der beiden Spiele kaufen ..."
war doch nur eine Frage der Zeit,bis n Typ wie du mit seinem COD-Zeitgeist-bashing hinterm Ofen vorgekrochen kommt.Darum und und um Dich gehts hier aber nicht! but :"Haters gonna Hate!" hast wohl keins mehr abbekommen?
 
@kubatsch006: Ich musste grade sehr lachen.

Es ist meine freie Meinung, die ich hier äußere. Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass es schlecht wäre (auch wenn ich der Meinung bin, dass diese Spiele nur noch EInheitsbrei sind um den Gamern das Geld aus der Tasche zu ziehen).

Deine Reaktion fällt aber so aus, als hätte ich dich persönlich beleidigt, irgendwie leicht übertrieben, würde ich sagen. Habe ich hier einen Fanboy kalt erwischt?

Außerdem bezog ich mich damit mehr oder weniger auf die Aussage, dass der Typ das ja unter Marktwert verkauft hat, war also nichtmal off Topic.
 
@kubatsch006: er hat doch recht, die cod schiene ist seit cod4 vorbei - siehs ein
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