Huawei P10 Lite: Der große Test des edlen P10-Ablegers im Glasmantel

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Auch dieses Jahr bringt Huawei wieder eine abgespeckte Variante des P10 auf den Markt, das P10 Lite. Käufer erwerben ein 5,2-Zoll Gerät mit 12 MP-Kamera, Octa-Core-Prozessor und Android 7. Worin sich das P10 Lite vom P10 sowie vom Vorgänger P9 Lite unterscheidet, erfahrt ihr im Test. Die Lite-Versionen der Flaggschiffe von Huawei entwickelten sich sukzessive zu Kas­sen­knül­lern: Ein wenig abgespeckt, aber dafür auch deutlich günstiger als die Topmodelle, erfreuen sich die Leichtmatrosen bis heute großer Beliebtheit. In diese Flotte wird sich wohl auch das Huawei P10 Lite einreihen, zumal sich das diesjährige Beiboot mit seiner Rückseite aus Glas deutlich edler gibt als seine Vorläufer.

Zwar stieg damit im Vergleich zum Huawei P9 Lite die Preisempfehlung von 299 auf 349 Euro, doch bereits jetzt ist das 2017-er-Modell ab rund 260 Euro zu haben. Doch was hat sich im Vergleich zum Vorjahresgerät geändert? Und stellt das Huawei P10 Lite damit die bessere Wahl dar? Nicht zuletzt: Was haben die Chinesen vom Huawei P10 abgespeckt? Alle Ant­wor­ten im Test.



Huawei P10 Lite im Test

Display

Der Touchscreen stand ganz eindeutig nicht im Fokus der Entwickler: Das Huawei P10 Lite kommt mit einer Mattscheibe von 5,2-Zoll respektive 132 Millimeter in der Diagonale: Exakt so groß wie die des Huawei P9 Lite und nur eine Spur größer als die des Huawei P10 mit seinen 5,09 Zoll oder 129 Millimetern. Auch die Auflösung von 1080 x 1920 Pixel ist wieder identisch, damit kommt der Proband auf eine Schärfe von 278 Pixel pro Quadratmillimeter (424 ppi), womit er exakt im Durchschnitt aller in den letzten 24 Monaten getesteten Smartphones liegt.

Die Blickwinkelstabilität des Dual-Domain-IPS-Panel entpuppt sich einmal mehr als her­vor­ra­gend, qualitativ gibt es da also nichts zu meckern. Die Helligkeit von in der Mitte gemessenen 438 Candela pro Quadratmeter könnte zwar ein wenig kräftiger ausfallen, liegt sie doch glatte 10 Prozent unter dem aktuellen Mittel, geht aber noch in Ordnung. Vor allem, weil auch das P9 Lite auf lediglich 450 Candela kommt, das P10 erzielt immerhin 510 Candela. All das sind aber keine dramatischen Unterschiede, alle drei Chinesen spielen in derselben Liga. Huawei P10 Lite im Test Huawei P10 Lite im Test

Prozessor

Der Kirin 658 kommt mit 8 Kernen, die mit bis zu 2,4 und 1,7 Gigahertz getaktet sind. Dazu gesellt sich die Mali T830 MP2 als Grafikmodul sowie stramme 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das ist fett für diese Preisklasse! Mit diesen Komponenten erzielt das P10 Lite in der Ge­samt­wer­tung von mehr als 50 Einzelwerten aus 15 Benchmarks ein Resultat, das 16 Pro­zent unter dem derzeitigen Durchschnitt rangiert. Kein Blitzrechner ergo, aber das ent­spricht haargenau dem, was man für diesen Preis allgemein erwarten darf.

Außerdem dürfte die Rechenleistung des P10 Lite den meisten Interessenten vollauf ausreichen, denn im grafisch aufwändigen Spiel "Dead Trigger 2" schafft der Proband immerhin 35 von 60 möglichen Bildern pro Sekunde. Wobei der aktuelle Bestwert bei 47 FPS liegt, gehalten vom aktuell stärksten Android-Smartphone, dem Samsung Galaxy S8+. Doch das kostet auch rund dreimal mehr als das Huawei. Im folgenden Game-Check-Video kann sich jeder einen eigenen Eindruck davon verschaffen, wie flüssig die Darstellung des P10 Lite im Vergleich zum Galaxy S8+ ist:



Die Prozessorleistung des P9 Lite rangiert derzeit 25 Prozent unter dem Durchschnitt, liegt also nur geringfügig hinter dem Probanden. Das P10 hingegen schippert 87 Prozent über dem Durchschnitt und spielt damit in der Champions League. Huawei P10 Lite im Test Huawei P10 Lite im Test

Akku

Der fest eingebaute Akku fasst 2.900 Milliamperestunden - die vom Hersteller genannten 3.000 Milliamperestunden beziehen sich auf die maximale, nicht auf die üblicherweise genannte typische Kapazität des Stromspeichers. Wichtig ist ohnehin allein das Resultat des Laufzeittests.

Und da hält der Kandidat bei der Videowiedergabe mit auf 200 Candela gedimmtem Display im Flugmodus 414 Minuten lang durch: 21 Prozent weniger als der aktuelle Durchschnitt. Das ist schon arg knapp, selbst der eine oder andere Normalnutzer wird damit nicht durch den Tag kommen. Und Intensivnutzer werden mindestens einmal tagsüber nachtanken müssen.

Doch wer mit dem P9 Lite über die Runden kommt, wird es auch mit dem Novizen schaffen, denn die Ausdauer des Vorjahresmodells fällt mit 418 Minuten und ebenfalls 21 Prozent unter Durchschnitt quasi identisch aus. Das war schon immer die Achillesferse der Lite-Modelle von Huawei.

Wer ohne Zwischenladung den Abend erreichen möchte, sollte eher zum P10 greifen: Mit seinen 698 Minuten liegt dessen Laufzeit momentan stolze 33 Prozent über dem Mittel - genug, um selbst die meisten Intensivnutzer über den Tag zu bringen. Huawei P10 Lite im Test Huawei P10 Lite im Test Wer zu diesen Resultaten den Vergleichswert seines jetzigen Smartphones wissen möchte, findet im Folgenden die Ergebnisse aller bisher nach diesem Verfahren getesteten Mobiltelefone. Anhand des Unterschiedes lässt sich dann für das individuelle Nutzerverhalten vorhersagen, wie viel besser oder schlechter der Proband in der Praxis sein wird. Nicht auf die Minute exakt, aber jeder Nutzer bekommt eine gute Vorstellung davon, was dies für ihn persönlich in der Praxis bedeutet:

Akkulaufzeit-Tabelle bei Mobiwatch

Ladezeiten

Das Netzteil des P10 Lite liefert bis zu 18 Watt, was für ein Smartphone enorm viel ist. Damit ist der zuvor vollständig entladene Akku nach 15 Minuten wieder zurück auf 27 Prozent, nach 30 Minuten sind es 50 Prozent und nach einer Stunde 86 Prozent.

Vollständig gefüllt ist der Stromspeicher nach 103 Minuten, was angesichts der Kapazität immerhin 18 Prozent schneller ist als üblich. Dennoch: Gerade zu Beginn der Ladephase entpuppt sich das P10 Lite als enorm fix, es reichen also schon vergleichsweise kurze Zeiten am Netzteil, um wieder für einige Stunden Saft zu haben.

Das P10 lädt noch ein wenig zügiger (26 Prozent über Schnitt), das P9 Lite erheblich langsamer mit 38 Prozent unter dem Mittel - jeweils in Relation zur Kapazität des Akkus.

Speicher

Das Gedächtnis haben die Entwickler auf 32 Gigabyte verdoppelt, von denen nach Aktualisierung aller Komponenten noch 18,1 Gigabyte übrigbleiben. Es bleiben also nur 57 Prozent der Nennkapazität übrig, was schon etwas wenig ist. Vergleicht man andererseits das Netto-Volumen mit dem aktuellen Straßenpreis von um 260 Euro, so geht das durchaus noch in Ordnung: Glatte 10 Prozent liegt diese Relation über dem Schnitt.
Kunden bekommen also sogar etwas mehr Netto-Ablage als sonst üblich für ihr Geld. Der Speicher lässt sich per Micro-SD-Karte erweitern, und das auch gleich offiziell um satte 256 Gigabyte. Wer zwei SIM-Karten gleichzeitig betreiben möchte, sollte darauf achten, auch wirklich die Dual-SIM-Variante zu erwerben: Denn das P10 Lite wird hierzulande als Single-Sim und als Dual-SIM-Version vertrieben.

In aller Regel dürfte im freien Handel das Dual-SIM-, bei den Netzbetreibern hingegen die Single-SIM-Modell anzutreffen sein. Nicht zuletzt beherrscht das P10 Lite - im Gegensatz zum P9 Lite - USB On-the-Go (OTG), mithilfe eines optionalen Adapters lassen sich also beispielsweise USB-Sticks andocken. Das P9 Lite verfügt über 16, das P10 über 64 Gigabyte Speicher.

Sonstiges

Die nominale Datenempfangsrate in LTE-Netzen beträgt 300 Megabit pro Sekunde, doppelt so viel wie beim Vorgänger; das P10 bringt es auf 600 Megabit. Es sei wiederholt und betont: alles nominal! Welches Tempo Nutzer in der Praxis tatsächlich erzielen, hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter primär vom Ausbau des Netzes am Standort, der Auslastung der Zelle und nicht zuletzt dem Vertrag.

Faktisch dürften die Unterschiede aber eher gering ausfallen. Anders als das P10 unterstützt das P10 Lite nicht Bluetooth 4.2, sondern nur Version 4.1 - die Unterschiede liegen in erster Linie bei der Optimierung des "Low Energy"-Modus, mit dem Zubehör wie etwa Smartwatches oder Fitnessarmbänder kontaktiert werden. Auch steckt im Lite-Modell nicht die neue USB-C-Buchse, sondern der gute, alte Micro-USB-Anschluss.

Für das Übertragungstempo macht das keinen Unterschied, denn wie die meisten Smartphones mit USB-C-Buchse bleibt es dennoch beim Übertragungs-Standard USB 2.0; allein das einfacher zu verwendende, beidseitig einstöpselbare Kabel wäre ein Vorteil. Nicht tragisch mithin.

In der Abteilung Flurfunk operiert das P10 Lite auf Augenhöhe mit dem Flaggschiff, unterstützt also sowohl WLan n als auch den aktuellen Standard WLan ac; allein Dual-Band beherrschen beide nicht. Das P9 Lite musste bei WLan n im 5-Gigahertz-Band und WLan ac noch passen.
Huawei P10 Lite im Test
Fingerabdruck-Sensor, NFC, Info-LED und Nano-Coating sind bei allen gleichermaßen vorhanden, im Gegensatz zum P10 hat das P10 Lite jedoch auch ein UKW-Radio an Bord. Der SAR-Wert von 0,89 Watt pro Kilogramm (Kopf) ist etwas erhöht, das P10 weist 0,96 Watt aus. Immerhin besser als noch beim P9 Lite, das auf 1,38 Watt kommt.

Relevant ist das allerdings ohnehin nur für jene Zeitgenossen, die viel mit dem Handy am Ohr telefonieren; wer Freisprecheinrichtung, Headset oder primär Datenfunktionen nutzt und das Gerät daher vor dem Körper hält, muss sich darum wenig Gedanken machen.

Lesen Sie auf Seite 2 alles zur multimedialen Ausstattung des Smartphones. Desweiteren gehen wir auf die Handhabung ein. Smartphone, Huawei, Lutz Herkner, Fingerabdruckleser, Huawei P9 Lite, Huawei P10 Lite, P10 Lite Smartphone, Huawei, Lutz Herkner, Fingerabdruckleser, Huawei P9 Lite, Huawei P10 Lite, P10 Lite Huawei
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