Samsung: Korruptions-Skandal weitet sich immer stärker aus
Der Korruptions-Skandal um den südkoreanischen Konzern Samsung weitet sich immer stärker aus. Die Staatsanwaltschaft hat eine Reihe weiterer Manager ins Visier genommen. Aktuell werde von dieser noch geprüft, ob gegen diese Haftbefehle erwirkt werden sollen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Vor einiger Zeit stand in der Sache vor allem Lee Jae Yong im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dieser ist aktuell faktisch der Chef des Gesamtkonzerns. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen diesen Mitte Januar einen Haftbefehl erwirkt. Das zuständige Gericht sah aufgrund der Sachlage dann aber keinen Grund dafür, eine Untersuchungshaft anzuordnen, so dass der Erbe des Familienclans hinter Samsung für die weiteren Ermittlungen auf freiem Fuß bleibt.
Zu diesem Zeitpunkt erklärte man seitens der Staatsanwaltschaft noch, dass man aktuell nicht konkret gegen andere Samsung-Manager vorgeht. Inzwischen scheint sich die Lage aber geändert zu haben. Vier weitere Führungskräfte des Unternehmens wurden jetzt von den Ermittlern offiziell zu Verdächtigen erklärt und auch gegen diese wird nun geprüft, ob ein Haftbefehl zu erwirken ist.
In dem konkreten Ermittlungsverfahren geht es um Spenden in Höhe von fast 40 Millionen Dollar, die Samsung an Stiftungen getätigt hat. Hinter diesen steht eine Beraterin und Freundin der Staatspräsidentin Park Geun Hye, gegen die es schon länger Korruptionsvorwürfe gibt. Die Ermittler hegen hier den Verdacht, dass mit dem Geld die Zustimmung des Staates zur Fusion zweier Samsung-Gesellschaften erkauft wurde.
Zu diesem Zeitpunkt erklärte man seitens der Staatsanwaltschaft noch, dass man aktuell nicht konkret gegen andere Samsung-Manager vorgeht. Inzwischen scheint sich die Lage aber geändert zu haben. Vier weitere Führungskräfte des Unternehmens wurden jetzt von den Ermittlern offiziell zu Verdächtigen erklärt und auch gegen diese wird nun geprüft, ob ein Haftbefehl zu erwirken ist.
Fragwürdige Spenden
Wie schon bei ihrem Chef würden die jeweiligen Umstände dann darüber entscheiden, ob sie unter gewissen Auflagen in Freiheit bleiben können oder eine Untersuchungshaft angeordnet wird. Das liegt gemeinhin daran, wie der zuständige Richter die Hinweise für eine Verdunkelungsgefahr bewertet - also ob von den Beschuldigten eventuelle Beweise versteckt oder vernichtet werden könnten. Aber auch die Fluchtgefahr spielt eine Rolle. Diese ist bei einem bekannten Manager normalerweise sicherlich nicht sonderlich hoch. Allerdings würden regelmäßige Auslandsreisen sicherlich als Risikofaktor bewertet.In dem konkreten Ermittlungsverfahren geht es um Spenden in Höhe von fast 40 Millionen Dollar, die Samsung an Stiftungen getätigt hat. Hinter diesen steht eine Beraterin und Freundin der Staatspräsidentin Park Geun Hye, gegen die es schon länger Korruptionsvorwürfe gibt. Die Ermittler hegen hier den Verdacht, dass mit dem Geld die Zustimmung des Staates zur Fusion zweier Samsung-Gesellschaften erkauft wurde.
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