Über Google-Anzeigen verteilt: Malware tarnt sich als Chrome-Browser

Google-Anzeigen werden immer wieder verwendet, um sorglose Nutzer mit Malware zu infizieren. In einem aktuellen Fall sollen Cyber-Kriminelle die Werbung in den Suchergebnissen des Konzerns genutzt haben, um ihre Schadsoftware als Chrome-Browser zu tarnen.

Mal wieder einfach dreist

Das bis heute wichtigste und beste Rezept für die erfolgreiche Verteilung von Malware setzt sich aus leichtsinnigen Nutzern und dreisten Akteuren zusammen - dies zeigt ein aktueller Fall mal wieder besonders deutlich. Wie das Sicherheitsunternehmen Cylance in einer Mitteilung verlauten lässt, haben Cyber-Kriminelle offenbar Google-Anzeigen genutzt, um ihre Malware an Nutzer von Systemen mit OSX-Betriebssystem heranzutragen. Besonders dreist: Die Schadsoftware wurde dabei als Download-Link für den Chrome-Browser beworben.


Wie die Sicherheitsexperten ausführen, wurde die für betroffene Nutzer folgenschwere Werbekampagne offenbar auf Google.com geschaltet, wenn Nutzer mit einem Mac-Rechner nach dem Begriff "Google Chrome" suchten. Daraufhin wurde dann in den Google-Anzeigen oberhalb der Suchergebnisse ein Treffer angezeigt, der mit der URL ""www.google.com/chrome" gelistet wurde. Ein Klick führte allerdings zu einer Umleitung auf die Adressen "googlechromelive.com" oder "www.entrack.space".

Nutzer müssen die Augen aufmachen

Im folgenden Schritt war es für den Erfolg der Malware-Macher wiederum wie so häufig zwingend notwendig, dass die betroffenen Nutzer besonders sorglos und leichtsinnig den Anweisungen der angeblichen Chrome-Bezugsquelle folgten. Auf der Webseite wurde ein weiterer Link zum Download für Chrome platziert, der bei einem Klick wiederum auf eine URL weiterleitet. Hier wird dann der Download der Datei "FLV Player" automatisch gestartet, hinter der sich offenbar der "OSX/InstallMiez"-Schädling verbirgt. Bevor dieser in Aktion treten kann, muss der Nutzer im letzten Schritt den Installer auch noch aktiv ausführen.

Ungeklärt bleibt bisher die Frage, wie es möglich ist, dass Google eine Werbekampagne schaltet, die Malware verteilt - noch dazu, da diese mit Chrome eines der erfolgreichsten Produkte des Konzerns bewirbt. Mittlerweile hat der Konzern die Malware-Werbung von seiner Webseite entfernt. Sucht ihr nach einem zuverlässigen Download-Link für Chrome für Windows, könnt ihr unter anderem auf das WinFuture-Download-Center vertrauen.

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