Gutachter warnen: Kostenloses EU-Roaming führt zu höheren Kosten
Nach den Plänen der EU sollen Bürger in der Union keine Roaming-Gebühren mehr bezahlen müssen. Wie die zuständige Regulierungsstelle warnt, ist ohne klare Nachbesserungen zu befürchten, dass die Vorhaben die Kosten für Kunden eher erhöhen.
Berec-Gutachten: Aktuelle Pläne unfair für Bürger, die wenig reisen
Wie es in der am heutigen Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme zu den Vorhaben der EU-Kommission heißt, befürchten die Gutachter, dass die Regelung dazu führe, dass Handytarife für Kunden in ihrem Heimatland einfach prinzipiell teurer werden. Wie die Experten bemängeln, die die Kommission bei dem Vorhaben offiziell beraten sollen, bieten die angedachten Regelungen zu viel Spielraum für Missbrauch. Es wäre wichtig, Grenzen hier "klarer zu definieren", so das Gutachten zu den aktuellen Entwürfen. Ohne Nachbesserung sei zu befürchten, dass jedes EU-Land die Vorgaben nach eigenem Ermessen unterschiedlich umsetzt.
Da auf die Anbieter außerdem Kostenrisiken zukommen, ist laut den Gutachtern zu erwarten, dass diese Anpassungen an Inlands-Tarifen vornehmen und beispielsweise den Umfang von Flatrate-Angeboten reduzieren. Negativ betroffen seien von diesen Veränderungen vor allem Nutzer, die sich wenig im europäischen Ausland aufhalten und so kaum Nutzen aus dem kostenlosen Roaming ziehen. Zu guter Letzt könne das Vorhaben in seiner jetzigen Form Wettbewerbsverzerrungen bewirken und Investitionen in Netze negativ beeinflussen.
Für Kunden wird's teurer
Die Absichten der EU-Kommission sind klar: Ab dem Sommer 2017 sollen die Roaming-Gebühren in den europäischen Mitgliedsstaaten vollkommen abgeschafft werden. Für Telefonate, SMS und Internetzugang darf von den Anbietern dann nicht mehr berechnet werden als im Inland. Zuletzt hatte die Kommission nach lauten Protesten entschieden, dass es dabei auch "keine täglichen Begrenzungen geben soll". In einem Gutachten der zuständigen Regulierungsstelle Berec schneiden die Pläne im Bezug auf das vorgegebene Ziel der Kostensenkung für Bürger und Vereinheitlichung der Märkte eher weniger gut ab.
Berec-Gutachten: Aktuelle Pläne unfair für Bürger, die wenig reisen
Wie es in der am heutigen Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme zu den Vorhaben der EU-Kommission heißt, befürchten die Gutachter, dass die Regelung dazu führe, dass Handytarife für Kunden in ihrem Heimatland einfach prinzipiell teurer werden. Wie die Experten bemängeln, die die Kommission bei dem Vorhaben offiziell beraten sollen, bieten die angedachten Regelungen zu viel Spielraum für Missbrauch. Es wäre wichtig, Grenzen hier "klarer zu definieren", so das Gutachten zu den aktuellen Entwürfen. Ohne Nachbesserung sei zu befürchten, dass jedes EU-Land die Vorgaben nach eigenem Ermessen unterschiedlich umsetzt.
Da auf die Anbieter außerdem Kostenrisiken zukommen, ist laut den Gutachtern zu erwarten, dass diese Anpassungen an Inlands-Tarifen vornehmen und beispielsweise den Umfang von Flatrate-Angeboten reduzieren. Negativ betroffen seien von diesen Veränderungen vor allem Nutzer, die sich wenig im europäischen Ausland aufhalten und so kaum Nutzen aus dem kostenlosen Roaming ziehen. Zu guter Letzt könne das Vorhaben in seiner jetzigen Form Wettbewerbsverzerrungen bewirken und Investitionen in Netze negativ beeinflussen.
EU-Kommission prüft erneut
In ihrer ersten Reaktion auf das Gutachten der Regulierungsstelle sichert die EU-Kommission zu, die Kritikpunkte mit großer Sorgfalt zu überprüfen. Trotzdem halte man an dem Ziel fest, dass Nutzer ab Mitte 2017 für Roaming keine Gebühren mehr entrichten müssen und werde den endgültigen Entwurf spätestens am 15. Dezember präsentieren.
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