Jeder Netflix-Nutzer sieht 6 komplette Tage Inhalte statt Werbespots
Die Abwanderung zahlreicher Nutzer vom klassischen Fernsehen zu Streaming-Anbietern entzieht ganz nebenbei auch der Werbeeindustrie eine Menge Aufmerksamkeit. Aufs Jahr gerechnet sehen sich beispielsweise Netflix-Nutzer ganze sechs Tage Inhalte an, die sie sehen wollen, statt Werbespots.
Dies gilt zumindest für den durchschnittlichen Verbraucher in den USA, wo das Fernsehprogramm mit deutlich mehr Reklame gepflastert ist, als hierzulande. Dort besteht eine durchschnittliche Stunde des normalen Fernsehprogramms im Kabelnetz aus 15 Minuten und 38 Sekunden Werbung. Dies besagen zumindest die letzten Statistiken der Marktforscher von Nielsen zu dem Thema.
Das Magazin CordCutting hat nun anhand der letzten Geschäftsdaten von Netflix ausgerechnet, dass der durchschnittliche User des Dienstes täglich rund 1 Stunde und 40 Minuten Filme und Serien per Stream abruft. Dies ergibt sich aus den Angaben, dass Netflix inzwischen 75 Millionen Abonnenten zähle, die täglich rund 125 Millionen Stunden Videolaufzeit geliefert bekommen.
Die Rechnung ist dann entsprechend einfach: Würden die Nutzer die gleiche Zeit dem normalen Fernsehprogramm folgen, würde sich die Länge der dabei gezeigten Werbespots im Jahr auf satte 160 Stunden summieren. Das entspricht mehr als sechs Tagen reiner Laufzeit von Werbeclips.
Dies zeigt, wie viel Reklame der normale Fernseh-Zuschauer im Grunde über sich ergehen lassen muss - und sich in den meisten Fällen auch völlig daran gewöhnt hat. Die Entwicklung dürfte aber auch Folgen für die Werbeindustrie haben, der so inzwischen ein signifikantes Maß an Aufmerksamkeit entgeht. Da Netflix und andere Streaming-Dienste werbefrei arbeiten, dürfte das Interesse der Werbewirtschaft an Product Placement zunehmen - mit dessen Bezahlung dann wiederum Inhalte produziert werden könnten, um die frei gewordene Zeit des Zuschauers auszufüllen.
Hierzulande dürften die Zahlen etwas anders ausfallen. Denn im Privatfernsehen darf der Werbeanteil am Tagesprogramm höchstens 20 Prozent betragen - was im Mittel maximal 12 Minuten pro Sendestunde wären. Im öffentlich-rechtlichen Bereich beschränkt sich die Werbung ohnehin auf die Das Erste und das ZDF und unterliegt dort noch weitaus engeren Grenzen.
Das Magazin CordCutting hat nun anhand der letzten Geschäftsdaten von Netflix ausgerechnet, dass der durchschnittliche User des Dienstes täglich rund 1 Stunde und 40 Minuten Filme und Serien per Stream abruft. Dies ergibt sich aus den Angaben, dass Netflix inzwischen 75 Millionen Abonnenten zähle, die täglich rund 125 Millionen Stunden Videolaufzeit geliefert bekommen.
Die Rechnung ist dann entsprechend einfach: Würden die Nutzer die gleiche Zeit dem normalen Fernsehprogramm folgen, würde sich die Länge der dabei gezeigten Werbespots im Jahr auf satte 160 Stunden summieren. Das entspricht mehr als sechs Tagen reiner Laufzeit von Werbeclips.
Dies zeigt, wie viel Reklame der normale Fernseh-Zuschauer im Grunde über sich ergehen lassen muss - und sich in den meisten Fällen auch völlig daran gewöhnt hat. Die Entwicklung dürfte aber auch Folgen für die Werbeindustrie haben, der so inzwischen ein signifikantes Maß an Aufmerksamkeit entgeht. Da Netflix und andere Streaming-Dienste werbefrei arbeiten, dürfte das Interesse der Werbewirtschaft an Product Placement zunehmen - mit dessen Bezahlung dann wiederum Inhalte produziert werden könnten, um die frei gewordene Zeit des Zuschauers auszufüllen.
Hierzulande dürften die Zahlen etwas anders ausfallen. Denn im Privatfernsehen darf der Werbeanteil am Tagesprogramm höchstens 20 Prozent betragen - was im Mittel maximal 12 Minuten pro Sendestunde wären. Im öffentlich-rechtlichen Bereich beschränkt sich die Werbung ohnehin auf die Das Erste und das ZDF und unterliegt dort noch weitaus engeren Grenzen.
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