Stadt-IT angegriffen: Steuergeld fließt an Ransomware-Erpresser
Mittlerweile fließen sogar Steuergelder direkt an die Versender von Ransomware. In der Stadtverwaltung von Dettelbach in Bayern hatte man sich nicht ausreichend gegen Datenverluste abgesichert und letztlich gezahlt, damit die vom Krypto-Trojaner verschlüsselten Informationen wieder freigegeben werden.
Wie die Polizei des Landkreises Kitzingen mitteilte, hätten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung die Ransomware-Infektion am 11. Februar bei ihr zur Anzeige gebracht. Die zu Rate gezogenen Spezialisten der Kriminalpolizei Würzburg kamen beim Versuch, die Daten auf anderem Wege wiederherzustellen nicht weiter. Daher entschied man sich vor Ort, auf die Erpressungsforderungen einzugehen.
Gemessen an anderen Vorfällen, bei denen eine Ransomware in Netzwerken von Unternehmen ihr Werk begann, kam man in Dettelbach aber noch relativ glimpflich davon. Nach dem Transfer von 1,3 Bitcoin, die derzeit einen Wert von rund 490 Euro haben, bekam man von den Erpressern die Krypto-Keys geschickt. Mit diesen konnten die Informationen zumindest zum Teil wieder rekonstruiert werden.
"Aus Sicht der Polizei ist es einerseits nachvollziehbar, dass sich Betroffene aus wirtschaftlichen oder pragmatischen Gesichtspunkten im Einzelfall dazu entschließen, den geforderten Geldbetrag zu bezahlen. Die Polizei Unterfranken kann und wird andererseits dennoch niemals zur Zahlung eines Geldbetrags raten, der auf eine solch erpresserische Weise gefordert wird", hieß es in einer Stellungnahme der Polizei. Denn hier sei zu befürchten, dass die Täter es erneut versuchen werden.
Gemessen an anderen Vorfällen, bei denen eine Ransomware in Netzwerken von Unternehmen ihr Werk begann, kam man in Dettelbach aber noch relativ glimpflich davon. Nach dem Transfer von 1,3 Bitcoin, die derzeit einen Wert von rund 490 Euro haben, bekam man von den Erpressern die Krypto-Keys geschickt. Mit diesen konnten die Informationen zumindest zum Teil wieder rekonstruiert werden.
Ermittlungen dauern an
Seitens der Kriminalpolizei ist der Fall damit aber nicht abgeschlossen. Diese versucht weiterhin aufgrund der sichergestellten Informationen eine Spur zu den Tätern zu finden. Die Analyse der Malware ergab, dass diese zur Tesla-Crypt-Familie gehört, allerdings ist noch nicht ganz geklärt, welche Version hier genau zum Einsatz kam."Aus Sicht der Polizei ist es einerseits nachvollziehbar, dass sich Betroffene aus wirtschaftlichen oder pragmatischen Gesichtspunkten im Einzelfall dazu entschließen, den geforderten Geldbetrag zu bezahlen. Die Polizei Unterfranken kann und wird andererseits dennoch niemals zur Zahlung eines Geldbetrags raten, der auf eine solch erpresserische Weise gefordert wird", hieß es in einer Stellungnahme der Polizei. Denn hier sei zu befürchten, dass die Täter es erneut versuchen werden.
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