Milliardenprojekt: Foxconn will LCDs für iPhone & Co. selbst bauen

Der Auftragshersteller Foxconn nutzt die Zusammenarbeit mit Apple bei der Produktion von iPhones nun, um zukünftig auch mit eigenen Smartphone-Displays aufwarten zu können. Dafür steckt das Unternehmen Milliarden in den Aufbau eines entsprechenden Werkes in China.
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Wie das Unternehmen laut lokalen Medien mitteilte, investiere man 4,4 Milliarden Dollar in den Aufbau der Fertigungsstraßen. Das neue Werk werde im chinesischen Zhengzhou stehen. Der Fokus liegt hier auf der Produktion von Low-Temperature Polycrystalline Silicon (LTPS)-Panels. Die ersten Displays sollen dann im Jahr 2017 vom Band laufen und die volle Kapazität ein Jahr später erreicht werden.

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Aktuell stammen die Displays der iPhones von verschiedenen Zulieferern wie Innolux, Samsung und Sharp. Bei Foxconn will man durch die eigene Produktion nun aber wohl nicht nur selbst mehr Anteile an der Fertigung der Smartphones auf sich konzentrieren, sondern auch die Industrie in China auf einen besseren Stand bringen. Denn hochwertige Smartphone-Displays werden bisher weitgehend im Ausland hergestellt. Hauptsächlich kommen diese aus Japan und Südkorea.

Unabhängigkeit vom Ausland

Es gehört zu den Zielen der chinesischen Wirtschaftspolitik, selbst auch im High End-Bereich produzieren zu können und nicht nur preiswert Komponenten zusammenzubauen. Das soll nicht nur die Export-Bilanzen hoch halten, sondern insgesamt auch zu einem höheren Niveau der Wirtschaft beitragen.

Wenn das neue Foxconn-Werk vollständig einsatzbereit ist, sollen monatlich rund 20.000 Substrat-Träger verarbeitet werden können. Foxconn baut sich dabei ein Werk der 6. Generation, in dem Panels einer Größe von 1,5 x 1,8 Metern produziert werden, aus denen man dann die kleineren Smartphone-Displays schneidet. Rund 70 Prozent der Fertigungsmenge sollen den Planungen zufolge in kommenden iPhones verbaut werden, während der Rest anderen Produkten zugeführt wird.
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